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Erholungsheim I

Kennt ihr solche „Belehrungen“ auch? Auf Arbeit wurde mir mal vor etliche Jahren gesagt, dass ich am Telefon nicht erwähnen dürfte das Kollegen, die sich im Urlaub befinden, eben im Urlaub sind. „Nicht im Dienst“ ist der maximale Ausspruch der fallen durfte. Das wurde dann so erklärt: Urlaub bedeutet ja in den meisten Fällen nicht nur, das die Person nicht auf Arbeit ist, sondern auch, dass das heimische Domizil unbewacht ist. Es soll da Einbrecher geben, die gezielt solche Urlaubsleerstände von Wohnungen und Häusern ausnutzen.

Ich habe zwar nie gehört, das so was schon mal vorgekommen ist (also, das gezielt aufgrund einer telefonischen Information über einen Urlaub ein Einbruch statt fand), aber möglich ist es ja.

Also habe ich für mich persönlich festgelegt möglichst im Blog nicht zu schreiben wann und wie wir im Urlaub sind. Über das Impressum ist nämlich die Adresse schnell zu finden.

Daher gibt es die Berichterstattung jetzt im Nachhinein.

Wir hatten jetzt im Juni unseren Jahresurlaub. Weggeflogen sind wir nicht (wenn man mal von der einen Sturmwarnung absieht). Brauchten wir auch nicht, denn wir hatten ein super Angebot von meinen Schwiegereltern bekommen: Während sie selbst im Urlaub sind, konnten wir das Häuschen hüten.

Diese Gelegenheit wollten wir uns als Dauermieter in einem Mehrfamilienhaus natürlich nicht entgehen lassen. Schon deshalb nicht, weil ich da endlich mal wieder mit einem ordentlichen Grill hantieren konnte.

Dementsprechend war auch die Übergabe: Während die Schwiegereltern auf die Besonder- und Eigenheiten des Hauses hinweisen wollte, interessierte mich nur, wo die Sitzauflagen für die Gartenstühle sind, wo der Grill steht und wo ich die Asche entsorgen konnte :D  .

Viele Vorbereitungen für diesen Urlaub gab es ja nicht … eine aber schon: die technische Vorbereitung.

Ich wollte auch auf dem Grundstück mal hier und da einen Blogartikel schreiben oder im Internet surfen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich auch mal daheim am VDR werkeln wollte.

Mein Schwiegervater hat zwar einen PC bei sich im Büro stehen, aber mal davon abgesehen das ich an diesem nicht rumfummeln wollte, stand bzgl. Internet auch nur eine ISDN Leitung zur Verfügung … hier hat leider noch kein Breitbandanschluss seinen Weg her gefunden.

Mit meinem iPhone kann ich zwar schon einiges machen (eMails, chatten etc.) aber nicht alles, zumal die virtuelle Tastatur und das dann doch kleine Display nicht zum Tippen von längeren Texten geeignet sind.

Ich hatte mir ein Netbook ausgeliehen … das schien mir die beste Wahl. Nicht so groß und schwer wie ein normales Notebook aber noch groß genug um ordentlich was tippen und sehen zu können. Zumal ich mich damit dann auch bequem auf dem Sofa fletzen und einen mitgebrachten Film gucken konnte.

Das nächste Thema war der mobile Onlinezugang. Ein USB-UMTS Stick war schnell besorgt. Und da ich einerseits nicht täglich online sein würde und andererseits aber nicht so auf die übertragenen KBs achten wollte, hatte ich mich für eine Tagesflatrate entschieden. So habe ich nur dann für den ganzen Tag bezahlt, wenn ich auch online war.

Nun stand noch die Hürde mit dem Zugriff auf meinen VDR aus der Ferne. Meinen Rootserver mit dem VPN hatte ich nicht mehr und meine Fritzbox als Telefonanlage arbeitet noch ohne Modifikation. Also war modden angesagt. Dank Freetz ging das auch super gut, stabil und schnell von statten und meine Fritzbox arbeitet nun als VPN Server. Und dank WOL kann ich sowohl den VDR als auch meinen Hauptrechner ggf. aufwecken und darauf arbeiten.

Damit waren die technischen Vorraussetzungen geschaffen und der Urlaub konnte losgehen.

to be continued…

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