Kuschelig
Ich behaupte mal kühn, jedes Kind hat ein Lieblingskuscheltier. Dieses Kuscheltier hat auch im Herzen des Kindes Platz 1 eingenommen … noch vor Mama und Papa. Wer sich an seine eigene Kindheit zurückerinnert wird mich bestätigen. Das Kuscheltier war erste Anlaufstelle, wenn man mal Kummer hatte. Und auch beim Einschlafen hat es immer geholfen. Ohne ging gar nicht.
Na, welches Kuscheltier hattet ihr?
Ich hatte einen Teddy, und der lebt immer noch. Zwar nicht mehr bei mir, aber bei meinen Eltern … mehrfach geflickt und mit mittlerweile angenähten Augen.
Aber wie kommt man dazu gerade dieses eine Kuscheltier als sein Lieblingskuscheltier anzusehen? Wird das durch die Eltern beeinflusst? Sucht sich das Kind das selber aus? Und wenn es sich das selber aussucht, muss es doch auch erst mal eine Auswahl gehabt haben, die die Eltern bestimmt hatten.
Ich hatte mal gelesen, dass man Kindern ab einem Jahr 2-3 Kuscheltiere ins Bett legen sollte damit es sich daraus das Liebste aussuchen kann. Erst mit einem Jahr kam daher, weil das Kuscheltier eben nur mit dem Bett in Verbindung gebracht wurde und bei Kindern unter einem Jahr das Risiko des plötzlichen Kindstodes bei einem kuscheligen Gefährten zu groß ist.
Bei unserer Kleinen war das anders. Ausgesucht hat sie sich ihren Teddy nicht. Wir haben ihn ausgesucht und ihr gegeben.
Es ist ein kleiner „Winnie-the-Pooh“ Bär. Anfangs hatte sie ihn nicht so sehr beachtet, aber als wir ihn dann auch nachts mitgegeben hatten, wuchs er ihr ans Herz. Da waren wir dann auch froh darüber, das eine gute Freundin aufgrund des Blog-Artikels „?PIP?“ einen weiteren völlig identischen Teddy mitbrachte. Denn damit hatten wir dann ihr Lieblingskuscheltier auch für den Kindergarten zur Verfügung.
Es gab mal im Supermarkt die Figuren aus dem Winnie Universum als Kuscheltiere im Angebot. Der Pooh-Bär war etwas größer und flauschiger als den, den Xenia bisher hat. So kaufte meine Frau einen für unsere Prinzessin.
Es war klar dass dieser den Rang dem kleinen Teddy nicht abringen konnte. Aber er hat dennoch einen Platz in ihrem Herz bekommen. Immer dann, wenn wir mit ihr das Haus verlassen (besonders bei Autofahrten), dann legt Xenia den kleinen Teddy auf ihrem Spielteppich ab und verlangt den Großen. Sind wir zu Hause und sie braucht ihren Teddy, dann darf es nur der Kleine sein. Der Große ist also zu ihrem Reiseteddy mutiert und der Kleine ihr Haus- und Schlafteddy.
Ist das bei Euren Kindern auch so?
Ich finde das schon irgendwie spannend. Klar haben wir sicher dazu beigetragen, in dem wir Unterwegs eben nur ihren großen Teddy bei hatten, aber sie hat es auch ohne Probleme angenommen. Für sie gibt es da ganz klar eine Trennung. Also kann man nicht unbedingt davon reden das sie „ein“ Lieblingskuscheltier hat.

blogOscoop Profil
Technorati Profil