Tagebuch Dänemarkurlaub

Zwecks Konservierung der soeben gefundenen handgeschriebenen Zettel, möchte ich mal Off-Topic einen anderen Artikel veröffentlichen.

Vor etlichen Jahren (ich kann mich leider nicht mehr genau an das Jahr erinnern), sind wir (ein paar Freunde, meine jetzt Frau und ich) zusammen zu einem Dänemark-Urlaub aufgebrochen. 3 Mädels, 3 Jungs.

Das war insgesamt ein super cooler Urlaub. Wir hatten natürlich, wie dort üblich, ein Ferienhäuschen angemietet. Das Haus lag mitten im nirgendwo. Die Nachbarn waren ein paar Meter weit weg. Nur ein Feldpfad führt zum Haus … Straßenbeleuchtung gab es nicht. Entsprechend ruhig und für einen Stadtmenschen ungewöhnlich dunkel war es dann dort auch.

Am Ende haben wir noch im Gästebuch des Hauses ein paar Zeilen hinterlassen. Wir fanden den Text damals Lustig. Ob es Euch jetzt so viel bringt, weiß ich aber nicht. Ich übernehme ihn so, wie wir ihn damals verfasst hatten … also mit sämtlichen Rechtschreib-, Grammatik- und Ausdrucksfehlern:

1. Tag

Freudestrahlend kamen wir zu sechst das 1. Mal nach Dänemark hier zu unserem Ferienhaus. Der 1. Streit, wer kriegt welches Zimmer. 2 Stunden später und nach Leichen, hatten wir es raus.

2. Tag

2. Streit wer geht zuerst ins Bad – na das fängt ja gut an!
Nach 5 Stunden hatten wir unser 1. Ausflugsziel geklärt: Haifischaquarium.

3. Tag

Der Morgen lief relativ ruhig ab, nach dem Frühstück stellten wir fest, es ist bereits 16 Uhr.

3. Nacht

Unheimliche und unidentifizierbare Krähenkuhfroschgeräusche, wo waren wir nur gelandet, zu hoher Alkoholspiegel?

4. – 7. Tag

Ist es morgens immer so nebelig, oder sind es die Wespenleichen, die an den Fensterscheiben kleben?

8. Tag

Dunkle Gestalt schleicht ums Haus. Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Laute Geräusche wecken uns um 13 Uhr! War doch nur der Schornsteinfeger.

9. – 10. Tag

Alles ruhig – zu ruhig …
Bleibt es so, ist es die Ruhe vor dem Sturm? Wer weiß?

11. Tag

Haariges Morgenereignis, unser Mittag hoppelte durchs Wohnzimmer. Wer tut es und zieht ihm das Fell über die Ohren.
Nach 3 Stunden Streit stand fest wer es tun darf, oops, da war der Hase weg!

12. Tag

Schweiß stand uns auf der Stirn – wir sahen Screammasken, Mörder … und Helmut Kohl! Wo waren wir? Hatten wir alle einen Alptraum?
Nach einem Glas Wasser stellten wir fest, es waren nur die Wachsfiguren im Kabinett in Kopenhagen.

12. Nacht

Wir waren bei der Milchstraße und trafen die MIR. Sie war nicht sehr gesprächig.

13. + 14. Tag

Diese vielen Wespen, diese vielen Stiche an unseren Körpern. Wir können nur noch die Hälfte sehen und kaum laufen. Wie kommen wir nur nach Hause?

Ach wär das schön wenn wir noch bleiben könnten!! Super 14 Tage, schönes Haus. Haben viel erlebt und gesehen. Sind trotzdem noch Freunde und fahren wieder zu sechst nach Hause.

Vielleicht kommen wir ja nach dem Abheilen unserer Wunden mal wieder ins schöne Ebeltoft


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