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Archiv für die Kategorie ‘Familie & Co’

Kalter Entzug … oder, was man als Eltern falsch machen kann IV

2. August 2010 Schmidtie Keine Kommentare

Projekt 3 und auch Projekt 2 laufen … somit bleibt nur noch Projekt 1. Und wer die Überschrift richtig deutet, wird unter Umständen jetzt schon den Kopf schütteln.

Ich betonte ja schon im ersten Artikel, das wir nicht unbedingt vor hatten alles mit einem mal umzusetzen. Wir wollten Xenia auch nicht überfordern und gleich zu viel von ihr verlangen. Es ist aber alles anders gekommen … wie das meist so ist.

Inkonsequentes Handeln ist in der Erziehung eines Kindes eigentlich etwas, was man vermeiden sollte. Wobei es immer zu unterscheiden gibt, ab wann es inkonsequent ist und ab wann eher ein entgegenkommen und liebhaben.

Als Beispiel führe ich gerne das (auf Xenia noch nicht ganz passende Beispiel) mit dem geliebten Fernsehen an. Es ist schon ein Unterschied ob man dem Kind die schon längst überzogene halbe Stunde fernsehen als Ausnahme und Verwöhnen durchgehen lässt oder ob man androht, sollte noch mal die Vereinbahrung mit der besagten halbe Stunde gebrochen werden, das für eine gewisse Zeit gar kein TV geschaut werden kann, man es dann aber nicht durchsetzt (inkonsequentes Handeln eben).

Den heiß geliebten Nuckel zu Ostern gegen Geschenke tauschen und ihn dann eine Woche später wiederzugeben ohne die Geschenke wieder ein zu kassieren war und ist eine inkonsequente Handlung.

Xenia bekam mit der Abmachung, das sie ihn nur zu Hause und nur zum Schlafen bekommt, einen Nuckel wieder.

Und was passierte in den vielen Wochen zwischen Ostern und heute? Sie fing an uns zu belügen. Klingt jetzt vielleicht etwas hart und ihr ist sich sicher auch (noch) nicht des komplexe Konzept „Lüge“ bewusst, aber es drückt doch das Verhalten am Besten aus.

Unser Abendritual bis dahin: Abendbrot, duschen/baden, Sandmann gucken, Zähne putze, Gute-Nacht-Geschichte(n), ggf. noch ein wenig gesungen.

Bereits zu der Geschichte durfte sie sich ihren Nuckel nehmen.

Angefangen hat alles damit, das sie plötzlich keinen Sandmann mehr schauen wollte … weil sie ja soooo müde ist. Aber Geschichten lesen, das musste noch sein. Gerne auch 3 oder 4 oder 5 oder … Und wenn wir nicht mehr lesen wollten, weil es dann doch genug Geschichten waren, dann musste sie sich noch das Buch anschauen. Sooo müde konnte sie also gar nicht sein.

Es wurde dann immer schlimmer. Am Wochenende … vormittags … keine 2 Stunden wach … sie sei müde und wolle schlafen (hahaha). Genau so am frühen Abend. Immer schob sie die angebliche Müdigkeit vor, nur um den Nuckel endlich im Mund zu haben (um dann aber doch nicht vor halb zehn einzuschlafen).

Ich will hier jetzt nicht ausbreiten, was es noch alles für ähnliche Situationen gab. Nur so viel: Am Sonntag vor einer Woche hatte sie dann den Vogel abgeschossen, so dass wir uns nun gezwungen sahen zu handeln: Kalter Nuckel-Entzug. Auch auf die Gefahr hin, Projekt 2 & 3 durch Rückfälle zu gefährden.

Wir konnten sie noch am frühen Abend dazu bringen das sie den Nuckel selbständig in den Müll schmeißt, aber als dann Bettzeit war, war die Hölle los. Die unendlich vielen Tränen die da flossen, sind das eine, die fordernden Schreie „Will meinen Nuckel haben!!!“ das andere. Sie ließ sich nur extrem schwer beruhigen und man war als Elternteil immer kurz davor zum Mülleimer zu hechten und den Nuckel zu säubern.

Da als ausgeglichener Ruhepol ihr gegenüber zu stehen, war verdammt schwer. Ich habe unsere Kleine noch nie so ausrasten sehen.

Aber schon die folgenden 2 Tage waren deutlich ruhiger.

Am Montagmorgen hat sie gaaanz kurz nach ihrem Nuckel gejammert (nicht geweint) und auch am Abend wurde kurz etwas gejammert bevor sie akzeptiert hat, das sie selbst ihn ja weggeschmissen hatte.

Bereits am Dienstag erzählte sie uns, das sie ja keinen Nuckel braucht, weil sie schon ein großes Mädchen ist. Danach war das Thema gegessen.

Ganz niedlich war im übrigen auch eine Reaktion am Montagmorgen, nachdem sie gejammert hatte. Sie kam dann zu mir und sagte „Überraschung haben“. Das resultierte daher, das wir ihr natürlich eine Belohung/Überraschung versprochen haben, sollte sie eine Woche nicht nach ihrem Nuckel fragen und ohne Nuckel schlafen. Ein Belohungssystem gehört doch zu einer guten Erziehung dazu :D.

Jedenfalls meinte ich zu Ihr „die Überraschung bekommst Du, wenn Du bis Samstag nicht weiter nach dem Nuckel bettelst“. „Hab schon gebettelt :(“. „Naja, das vergesse ich jetzt einfach mal, ok?“

Tja, und am letzten Samstag waren wir dann bei SpieleMax shoppen :D

Nuckel … zur Zeit kein Thema mehr. Projekt abgeschlossen.

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Kalter Entzug … oder, was man als Eltern falsch machen kann III

28. Juli 2010 Schmidtie 3 Kommentare

Meine Frau fing schon vor einigen Wochen versuchsweise an … ganz zu meiner Freude! Ich kann nur wiederholen: Ich liebe meine Tochter und mache vieles was ein moderner Papa eben so macht. Aber alles rund um das Thema „Ausscheidungen“ ist absolut nicht meins.

Um so erfreuter war ich dann natürlich, wenn unsere Kleine meinte sich von mir eine Geschichte vorlesen zu lassen, ich mich dazu gemütlich an ihr großes Kuschelkissen kuschelte, sie auf meinen Schoß nahm … und es plötzlich so „schön“ warm auf meinem Schoß wurde.

Trocken werden … also die Windel weglassen und gezielt aufs Töpfchen bzw. die Toilette gehen … das ist auch so ein spezielles Thema über das man sich streiten kann. Von der einen Seite (Großeltern) kommen immer gerne Argumente a la „ihr wart doch auch schon früh trocken“ wenn es darum ging, die Windel einfach wegzulassen und das Kind mit voll gepuschter Hose herumlaufen zu lassen. Auf der anderen Seite (KiGa / Zeitschriften) gab es dann immer den heute pädagogischen (und mir sehr entgegenkommenden) Hinweis, dass das schon ganz von alleine kommt, das das Kind sagt, das es auf die Toilette muss und man es bloß nicht drängen darf.

Ach ja, die dritte Seite habe ich ja vergessen. War wohl in Ostdeutschland ganz beliebt. Zur festen Uhrzeit aufs Töpfchen setzen … auch nachts!

Meine Frau probierte ab und zu mal Methode 1 … ich war eben für Methode 2 … wobei ich auch zugeben muss, das ich schon manchmal Xenia versucht habe einzureden, das große Mädchen doch keine Windel mehr brauchen. Zu Hilfe kamen mir sogar manchmal Kinder aus ihrer Gruppe, die, wenn ich Xenia gewickelt habe, mich fragten, warum Xenia als großes Mädchen denn noch eine Windel trägt.

Xenia war das aber alles egal.

Und dennoch, ganz plötzlich fing sie an uns immer und immer öfter mitzuteilen, das sie auf Toilette muss. Wir haben eigentlich frühzeitig mit Toilette angefangen und das Töpfchen, bis auf wenige Außnahmen, übersprungen. Es gab ja zu ihrem zweiten Geburtstag auch schon die Toilettenleiter mit Sitz dran.

Und da das so wunderbar klappte und die Windel von heute auf morgen quasi trocken blieb, konnte das Experiment „windelfreier Tag“ erneut gestartet werden.

Ihr kennt doch sicher auch diese kurzen, an den Beinen extrabreiten, schlabrigen und sehr dünnen Hosen, die man als Erwachsener nur zu Hause trägt? So ähnlich wie extragroße Bermudashorts … nur leicht kürzer und ohne weiteres Innenleben.

Und was machen viele bei besonders heißen Tagen? Ziehen diese Hosen ohne Unterwäsche an … damit das wenige an Luft auch dort ankommt, wo normalerweise alles mehr als gut verpackt ist.

Diese Hosen gibt es auch für Kinder.

Lena war zu Besuch. Lena ist eine KiGa-Freundin von Xenia und nur knapp einen Monat jünger. Wir verstehen uns mit den Eltern sehr gut. Klar, das wir da auch mal ein gemeinsames Frühstück veranstaltet haben.

Die Kinder waren schon satt und sind spielen gegangen. Plötzlich blieben sie ganz stumm im Flur unserer Wohnung stehen. Den Flurteil kann man bei geöffneter Wohnzimmertür vom Eßtisch wunderbar sehen. Viel Licht fällt leider nicht in den Flur, und das was von den Zimmer dort ankommt, wird von den glänzenden Bodenfließen spiegelartig reflektiert.

Jedenfalls wunderten wir uns, warum die Kiddies so angewurzelt stehen blieben. Es gab ein „Daaa“ und ein Fingerzeig unserer Kleinen auf etwas, das die Silhouette ihres kleinen Winnie Poohs hatte.

Diese eben erwähnten lockeren Hosen eignen sich wunderbar zum durchscheißen! Der „Minni-Winnie-Pooh“ war nichts anderes als eine von Xenia hinterlassene und durch die offenen Hosenbeine herausplumste Riesenwurst mitten im Flur!

Man, ich konnte nicht mehr vor lachen … vor allem deshalb, da auch die Kiddies anfingen sich köstlich über den Scheißhaufen zu amüsieren.

Wegmachen durfte ihn im übrigen meine Frau :D

Von da an wurde es mit dem Toilettengang, auch bei größeren Geschäften, immer besser. Innerhalb von 1-2 Wochen war Xenia soweit, das sie nur noch Nachts eine Windel benötigt … und selbst die ist morgens häufig trocken.

Wunderbar. Projekt 2 damit fast abgeschlossen. Wenn das Nachts auch nach klappt, dann sind wir die Windeln endlich los. Das es immer noch Mißgeschicke geben oder sogar Rückfälle geben kann, ist klar, aber der große Anfang ist geschafft.

(Aufgrund der Länge in mehrere Artikel gegliedert)

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Kalter Entzug … oder, was man als Eltern falsch machen kann II

27. Juli 2010 Schmidtie 1 Kommentar

Die Fußball WM begann … das erste Deutschland-Spiel stand vor der Tür … und wir überlegten, wie wir es an diesem Tage mit dem Schlafen gehen von Xenia handhaben wollen.

Am 17.05. berichtete ich von Einschlafproblemen. Es gab eine kleine Diskussion mit Antje von famlog.de in den Kommentaren. Und, liebe Antje, ob Du es glaubst oder nicht … auch den von Dir vorgeschlagenen Weg haben wir versucht. Bis heute keine Besserung. Tatsächlich glaube ich sogar, dass es eine bestimmte Ursache hat, warum es diese Probleme gibt. Aber dazu will ich mich hier erst mal nicht auslassen.

Jedenfalls, diese Überlegungen bezüglich des „wie“ gab es weniger, weil einer von uns befürchtete das Spiel gerade wegen der Einschlafprobleme zu verpassen, sondern mehr, weil wir wussten, dass es durch Böller, Feuerwerk und Tröten bei den Toren hier recht laut werden kann.

Normalerweise versuchen wir solche Dinge für uns zu besprechen und Xenia nur noch das Ergebnis mitzuteilen. Diesmal jedoch nicht. Wir sprachen im Beisein von Xenia darüber und das auch noch, während wir in ihrem Kinderzimmer waren.

Und während wir noch darüber diskutierten meinte Xenia plötzlich „Will hier schlafen!“. Wir schauten sie fragend an. „Hier in Deinem Zimmer?“, „Die ganze Nacht?“, „Ganz allein?“.

Alle Fragen beantwortete sie mit „Ja!“. Ob sie sich im Klaren war, was das bedeutete? Wir erklärten ihr natürlich dann auch das, wenn wir ihr Bett rüber tragen, das dann auch in ihrem Zimmer stehen bleiben würde. Sie wollte es so … also wurde das Bett rüber getragen. Xenia ist anschließend sogar noch ins Schlafzimmer und hat sich all ihre noch auf unserem Bett liegenden Kuscheltiere geschnappt und in ihr Bett gelegt.

Und was soll ich sagen: Unabhängig der Einschlafprobleme schlief sie dann tatsächlich in ihrem Zimmer! Von eben auf gleich!. Wow.

Das war und ist was Positives. Nur ICH brauchte wieder eine Weile um darüber hinweg zu kommen das sie uns quasi verlassen hat :D

Das sie die letzten Tage dennoch häufig in unserer Bettmitte landete und bei uns schlief, hatte einfach den Grund, das es bei ihr deutlich wärmer war bzw. ist und es sich da nicht wirklich gut schlafen lässt.

Damit war Projekt 3 schon mal angefangen. Abgeschlossen kann man erst sagen, wenn sie wirklich nur noch in ihrem Bett schläft und das bei uns eher die Ausnahme ist. Wir denken, das der Herbst, wenn es wieder kälter und früher dunkel ist, durchaus hilfreich sein wird.

(Aufgrund der Länge in mehrere Artikel gegliedert)

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Kalter Entzug … oder, was man als Eltern falsch machen kann I

26. Juli 2010 Schmidtie Keine Kommentare

Ich will mal wieder von unserer Kleinen berichten. Es gibt nämlich durchaus ein paar schöne, leider aber auch ein paar unschöne Entwicklungen.

Zeitlich kann ich alles nicht mehr so genau benennen, ist aber auch nicht ganz so wichtig. Nur die Tatsachen als solches sind spannend.

Kurz zusammengefasst: Aus ganz praktischen Gründen hat Xenia immer noch in unserem Schlafzimmer genächtigt. Einerseits war dadurch etwas mehr Platz in ihrem Kinderzimmer und andererseits brauchten wir nicht nächtens durch die Wohnung zu schlurfen, nur weil Madam ihren heißgeliebten Nuckel nicht finden konnte.

Den Nuckel hatten wir ja Ostern versucht zu tauschen … um ihr den eine Woche später wieder zu geben. Das heißt, nicht wir, sondern der Osterhase hat das gemacht. Warum und wieso kann hier und auch hier nachgelesen werden.

Bedingung war halt: Nur den einen gab es nur für zu Hause und nur zum Schlafen zurück. Damit war sie einverstanden und es funktionierte auch alles super … anfänglich.

Soweit zur Zusammenfassung.

Insgesamt 3 größere Projekte hatten wir dieses Jahr mit Xenia vor:

  1. erneute Nuckelentwöhnung … spätestens mit 3 Jahren
  2. Trocken werden
  3. Umzug in ihr eigenes Zimmer zum Schlafen.

Klar war uns, das wir nicht alles zusammen machen können und sollten. Schritt für Schritt. Wir wollen sie ja auch nicht überfordern.

(Aufgrund der Länge in mehrere Artikel gegliedert)

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Bücherwurm

Dass wir eine große Bibliothek daheim haben kann ich nicht gerade behaupten. Liegt wahrscheinlich daran, dass wir eher selten (bzw. gar nicht) lesen (außer natürlich diverse Blogs auf elektronischem Wege).

Eigentlich ist es traurig. Ich persönlich habe früher gerne gelesen und einige interessante Bücher kennen gelernt. Aber das hat sich in den letzten Jahren auf nahezu 0 reduziert.

Es ist einfach so dass die einzige freie Zeit abends eben anders genutzt werden. Und eine lange Bahnfahrt zu und von der Arbeit habe ich nicht.

Umso mehr freuen wir uns, das Xenia Bücher sehr gerne hat. Sie hat demzufolge auch schon einige. Wenn ich mal zählen würde, wären es bei ihr sicher mehr, als die, die wir als Eltern haben.

Sie geht auch manchmal in ihr Zimmer und schaut sich dann ein paar Bücher an. Oder fordert uns auf ihr eines vorzulesen. Und abends, wenn es ins Bett geht, gibt es natürlich auch noch ein paar Gute-Nacht-Geschichten … und sie darf sich die Bücher dazu aussuchen.

Momentan ist es das Buch „Erste Geschichten von Berti Bär“. Nicht wirklich viele Bilder, aber dafür umso niedlichere kleine Kurzgeschichten rund um das Leben als kleiner Bär :)

Im Keller haben wir noch einiges an Kinder- und Jugendbüchern aus eigener Kindheit. Wenn wir die erst mal hoch holen können, dann brauchen wir ein Extra-Zimmer als Bibliothek :D

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„Zu Ostern nur kleine Geschenke“

7. April 2010 Schmidtie 1 Kommentar

„Zu Ostern nur kleine Geschenke“

So kenne ich das noch. Ostern ist ein „kleines“ Fest, bei dem es eben nur kleine Geschenke vom Osterhasen gibt … ein Buch / eine CD / ein kleines Spiel und ein paar Süßigkeiten.

Xenia hat letztes Jahr zu Ostern ein, für ihr Alter entsprechendes, Dreirad bekommen.

Dieses Jahr eine Baby Born Puppe, dazu ein Puppenwagen, ein Laufrad, 2 CDs, ein kleines Puzzle und auch Süßigkeiten. Also jede Menge und weit weg von „kleines“ Geschenk.

Warum? Man könnte jetzt sagen: „Weil sie so viele spendable Verwandte hat“ … das wäre aber etwas zu einfach, denn Spendabel hin und her, wir Eltern hätten dem ja ein Riegel vor schieben können.

Tatsächlich ist es sogar so, dass wir das forciert haben, dass unsere Kleine diese Dinge bekommt.

Es liegt einfach an ihrem Alter, ihrer Entwicklung, der Tatsache dass sie Mitte November Geburtstag hat und ca. einen Monat später schon Weihnachten ist und danach erst mal nichts kommt.

Durch ihre fortwährende Entwicklung ist im Herbst noch nicht absehbar, für was sie sich im Frühling und Sommer interessieren wird. Im Herbst hatte sie Spaß an größeren zweiteiligen Puzzeln … jetzt kann sie schon deutlich mehr teile „vertragen“.

Erst nach dem letzten Weihnachtsfest war auch klar: Sie interessiert sich für Pupen und braucht eine Ablösung des Dreirades. Zwischendurch soll es solche Geschenke aber möglichst nicht geben, aber den ganzen Sommer deshalb auf so was verzichten um bis zu ihrem nächsten Geburtstag zu warten?

Nö, das ist nicht akzeptabel. Ostern ist prädestiniert für alle Herbstkinder für solche Geschenke.

Außerdem hat sie sich zu Ostern von ihren letzten beiden Nuckeln getrennt und dafür auch eine extra große Belohnung verdient :D

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Erholungsheim III

17. Juli 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Irgendwie schaffe ich es wieder mal nicht jeden Tag einen Blogartikel zu schreiben. Das führt dann dazu, das ich auch einige Serien einfach nicht zu Ende bekommen … so wie diese hier.

Da der Urlaub ohnehin schon ne Weile her ist und ich mich nicht mehr an alles erinnern kann, werde ich versuchen diese Serie nun endlich fertig zu bekommen.

Tag 2 – ein Samstag und Feiertag

Nein, es war kein gesetzlicher oder kirchlicher Feiertag … es war nur ein Tag den meine Frau und ich feiern wollten … denn wir sind von diesem Tag an 10 Jahre ein Paar. Wir haben übrigens 7 verflixte Jahre gebraucht um zu heiraten.

10 Jahre … man(n)-oh-man(n).

Richtig gefeiert mit Essen gehen etc. war aber nicht möglich. Aber grillen wollten wir wenigstens. Man muss ja die Möglichkeit ausnutzen mit einem Holzkohlegrill grillen zu können.

An sich war der Tag nicht so ereignisreich … vormittags waren wir noch was einkaufen und nachmittags hatte ich auf dem Netbook ein paar Blogeinträge vorgeschrieben, während meine Kleine meine Frau im Garten beschäftigte.

Es gab aber wenigstens eine witzige Aufklärung der Ereignisse des vorangegangenen Tages.

Könnt ihr Euch noch erinnern? Meine Frau konnte mit ihrer EC-Karte nicht bezahlen und schlussendlich wurde die Karte gnadenlos von einem Automaten eingezogen. Was, wenn ich Euch erzähle, das sie schon am Samstag wieder mit ihrer EC-Karte den Einkauf bezahlt hat?

Nein, es war keine andere Karte einer anderen Bank … so viele Konten haben wir nicht. Es handelte sich um ein und dasselbe Konto.

Die Lösung ist ganz einfach: Wenn man eine neue Karte bekommt, aber aus bestimmten Gründen die alte nicht vernichtet sondern sie im Portemonnaie lässt, monatelang immer die neue Karte zum Zahlen nutzt, dann aber plötzlich die alte Karte greift, kommen solche Situationen zustande.

Blöd, ist aber genau so passiert. Das war für meine Frau natürlich eine Erleichterung, denn sie konnte sich die Vorkommnisse ja nicht erklären.

Zum Abend hin wollten wir dann grillen … zum Abend hin fing es aber auch an kräftig zu regnen. Blöd.

Meine Frau wollte das Grillen verschieben … ich nicht. Ich WILL, ich WILL, ich WILL … das war meine Einstellung zu der Sache. Und wie sagt man so schön: Einen echten Grillmeister macht das Wetter nichts aus … also habe ich unter einem Schirm gegrillt.

Ging auch und das Essen hat geschmeckt. Für Xenia hatten wir noch Knoblauch und Kräuterbrot aufgebacken … das isst sie ganz gerne.

Irgendwann war dann auch Bettzeit.

Tag 3 – 7

Einkaufen, Regen, zum Teil starke Windböen und Wassermelone … das sind die Begriffe die unsere Urlaubstage am besten umschreiben.

Xenia mag Wassermelone gerne und bekommt davon nicht genug … das führte dazu das wir fast täglich Wassermelone kaufen waren. Außer dem Sonntag kann man ungelogen sagen, dass wir vormittags immer zu irgendeinem Supermarkt unterwegs waren. Das war schon seltsam … denn obwohl wir uns bemühten auch mal für ein paar Tage im Voraus einzukaufen, fielen uns immer wieder Dinge ein die wir noch brauchten. So unkoordiniert machen wir das sonst nie.

Waren wir dann doch auf dem Grundstück, dann hatten wir meistens schlechtes Wetter. Das hat uns ganz besonders geärgert, denn immerhin hatten wir extra ein Planschbecken für unsere Kleine mitgenommen. Es gab zwar zwischendurch auch sonnige Momente wo man draußen mit T-Shirt rum rennen konnte … aber der stetig frische Wind machte es einfach unmöglich das Becken mal aufzubauen.

Am Tag 7, einem Donnerstag, kamen meine Eltern zu Besuch … der allwöchentlich stattfindende Oma-Tag sollte doch nicht ausfallen. Auch da hatte ich am Abend grillen geplant.

Und es kam wie es kommen musste … das Wetter wurde wieder richtig schlecht. Es hatte nicht nur wieder geregnet, es war auch extrem windig … und seitens der Unwetterzentrale gab es sogar eine Unwetterwarnung.

Wurst … und Grillfleisch sollte es dennoch geben. Also habe ich nicht nur wieder unterm Schirm gegrillt, sondern hatte auch in der Anfangsphase stark damit zu kämpfen, dass der Wind die Flammen nicht ständig ausbläst. Das war wirklich eine Herausforderung. Mir blieb leider nichts anderes übrig als mehrfach diesen flüssigen Grillanzünder rüber zu gießen und die Kohle erneut anzuzünden. Und das war eine sehr krebserregende Aktion … denn flüssiger Grillanzünder auf leicht glühende Stellen lässt arg viel Rauch entwickeln.

Letztendlich ist aber dennoch was draus geworden. Man muss sich immer nur sagen „Alles wird gut“ :D

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Fünf-Cent Türöffner

2. Juli 2009 Schmidtie 1 Kommentar

Wir haben jetzt Fünf-Cent Türöffner! Brauchen wir jetzt auch. Ohne 5 Cent in der Tasche bekommen wir die Türen nicht mehr auf!

Neulich waren wir bei meiner Schwester zum Geburtstagsfrühstück. 40 Jahre alt ist sie geworden. Schwesterherz, falls Du mitliest: 40! Ich wollte es Dir noch mal gesagt haben. Ich hoffe Du hast Du Dir mal die Zahl durch den Kopf gehen lassen?

Als ich mit ihr an ihrem eigentlichen Geburtstag telefonierte, sagte sie zu mir, dass eine ihrer Kolleginnen den 50ten furchtbar findet. Warum den 50ten? Ich kann es mir schon denken. Viele assoziieren 50 (da die Hälfte von 100) mit „ich habe die Hälfte meines Lebens hinter mir“ oder „ich habe nur noch die Hälfte vor mir“.

Klar gibt es Menschen die durchaus 100 Jahre und Älter werden, aber die Regel ist das nicht. Insofern hat man mit 50 doch sogar schon mehr als die Hälfte hinter sich gebracht! Da darf man bei 40 durchaus schon mal deprimiert sein.

Wie auch immer, dieses Geburtstagsfrühstück fand auf dem Gelände der „Gärten der Welt“ in Berlin statt. Ein dort ansässiges Cafe (hatte irgendwie einen französischen Namen) hatte dort das Catering arrangiert und extra für uns alle einen Bereich auf einer großen Wiese abgetrennt. War super schön.

Schön war auch Xenia zu beobachten, denn sie lief dort ganz Neugierig und Stolz alleine herum um sich alles genau anzuschauen. Natürlich hatten wir sie dabei immer beobachtet um im Falle des Falles schnell hinlaufen zu können. Ich denke aber, das sie es mal genossen hat ohne Eltern herumspazieren zu können.

Meine Schwester meinte dann später, das Xenia irgendwie erwachsener wirkt. Sie sieht nun endlich aus wie ein kleiner Mensch (für mich sah sie schon immer wie ein Mensch aus). Groß sei sie geworden.

Und hier habe ich nun endlich, nach einer langen Einleitung, das Stichwort gefunden. Groß!

Ja, größer ist sie geworden … und selbständiger. Ich bin manchmal ganz erstaunt wie selbständig sie mit ihren 19 Monaten schon ist. Sie will das meiste alleine machen, überall helfen und spielt auch schon mal ein paar Minuten für sich selbst. Vor allem spielt sie natürlich mit Dingen, die nicht unbedingt ein Spielzeug sind.

Und da kommt ihre Größe wieder ins Spiel: Denn sie ist nun bereits so groß geworden, das sie an die Türklinken kommt und die Türen aufmacht. Da kann es schon mal passieren dass sie einfach in die Küche trabt und den Herd anstellt. Oder sie geht in das Arbeitszimmer und räumt alle Schubfächer aus. Gerne geht es auch in das Gäste-WC um alleine auf ihrem Tritt die Hände zu waschen. Oder aber sie geht in das große Bad und spielt mit der Waschmaschine, dem Toilettenpapierhalter, der Spülung und der WC-Bürste. Bei uns ganz besonders beliebt: mit gebrauchten und ursprünglich weggeworfenen Ohrenstäbchen herumlaufen … lecker.

Was bleibt uns also erst mal anders übrig als die Türen abzuschließen damit sie in die Räume nur unter Aufsicht rein kann? Insbesondere dann, wenn das obligatorische „Nein“ und die Erklärungen sie einfach nicht interessieren. Sie grinst dann nur ganz frech, ruft laut „Nein Nein“ und probiert es erneut (und da soll man selbst ernst bleiben?).

Und bei den beiden WC-Türen geht das eben nur mit einen 5 Eurocent Stück, denn beide Türen sind mit speziellen WC-Garnituren ausgestattet, die von Innen nur noch einen Drehknauf haben. Von außen lässt sich dieser Drehknauf über den Schlitz nur mit einem 5-Cent dünnen Plättchen bedienen.

Also haben wir im Flur fortan griffbereit ein 5-Cent Stück und die Schlüssel der anderen Türen liegen.

Blöd ist das irgendwie. Man denkt nicht immer dran und läuft regelmäßig gegen die verschlossene Tür. Besonders doof, wenn man gerade schön viel Schwung drauf hatte :D

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Erholungsheim II

25. Juni 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Tag 1 – Freitag, der Anreisetag

Der erste Tag war Stress pur. Es war ein Freitag. Xenia hatten wir noch zu 8 Uhr in den Kindergarten geschickt, wollten sie aber zu 14 Uhr mit voll beladenem Auto abholen und los fahren.

Nach einem gemütlichen Frühstück (zwischen 8 und 14 Uhr lagen ja noch etliche Stunden) fingen wir dann mit dem Packen an. Das heißt, meine Frau fing damit an … ich habe mich noch ein wenig um die Technik (Netbook, Digicam etc.) gekümmert.

Irgendwann rief mir meine Frau zu, ich solle doch endlich die Klamotten raussuchen, die ich mitnehmen möchte. Immer diese Hecktick!
Letztendlich gibt es bei mir aber auch nicht viel rauszusuchen. Wir hatten uns ohnehin darauf geeinigt Klamotten für maximal 7 Tage mitzunehmen, da wir ja da eine Waschmaschine zur Verfügung hatten.

Generell schienen die Dinge, die wir mitnehmen wollten, sehr überschaubar zu sein. Nebst den Klamotten waren da für jeden ein Satz Bettwäsche, ein paar Badutensilien, Xenias Spielzeug, die Wickeltasche, die Technik und die paar Lebensmittel, die uns sonst verderben würden. Alles andere könnten wir je nach Bedarf aus dem Supermarkt besorgen.

Ich war schon leicht geschockt als ich meine Sachen zum Packen in unser Wohnzimmer gebracht habe. Der nicht mal so kleine Koffer war schon gut zur Hälfte mit den Sachen von Xenia gefüllt. Unsere waren da noch nicht drin. Tja, und kaum waren meine Dinge eingepackt, war der Koffer voll … von meiner Frau war nicht mal ein Slip drin.
Fand ich aber nicht so schlimm … wegen meiner hätte sie ohnehin den ganze Tag nackig durch die Gegend laufen können :D

Leider fand sie die Idee aber nicht so gut. Also musste noch eine Reistasche her.

Und mit jeder Stunde wurden die Taschen und Beutel immer mehr. Letztendlich sah es zum Schluss so aus, als würden wir für einen Monat ausziehen. Nebst Koffer hatten wir 2 mittlere und 1 große Reisetasche. Xenias Stuhl, einen riesigen Beutel, 2 normale Beutel, einen großen Sack mit Spielzeug, eine große Tüte mit Bettsachen, einen großen Rucksack mit dem ganzen Technikspielzeug, ein Reisebett, ihren Buggy und die Wickeltasche. Hab ich auch nichts vergessen? Glaube nicht.

Ich bin so gefühlte 20-mal vom 5. Stock in die Tiefgarage gelaufen um das Auto zu beladen und hatte meine Mühe alles in unser eigentlich gar nicht so kleines Auto einzuladen. Hier waren mal gute Packkünste gefragt. Zwischenzeitlich hatte ich schon gedacht dass selbst der, der letztendlich fahren würde, einen Beutel zwischen seine Beine nehmen müsste damit wir alles in das Auto rein bekommen würden.

So kurz nach 13:00 Uhr waren wir dann aber endlich fertig so dass wir unser Vorhaben mit 14:00 Uhr und KiGa einhalten konnten.

Das Auto fuhr erstaunlich gut, trotz der Last die es zu bewegen hatte. So ein 177PS starker Turbodiesel ist eben doch was Feines. Leider benötigt so ein Motor auch ordentlich Futter, also haben wir noch mal schnell an einer Tankstelle gehalten. Meine Frau wollte zahlen, bekam aber nur angesagt „Karte nicht gültig“. Nanu, was da passiert? Egal, hab ja auch noch eine. Also erst mal weiter Richtung Grundstück.
Gefahren sind wir so ca. 1 Stunde.

Am Ziel angekommen haben wir erst mal das Auto entladen und angefangen das Wohnzimmer des Hauses umzuräumen.

Das Haus ist logischerweise nicht unbedingt kindgerecht eingerichtet. Da wir Xenia aber auch ein paar Freiheiten lassen wollten und nicht ständig mit der Angst, sie könnte was kaputt machen, hinter ihr her hecheln wollten, haben wir erst mal etliches an „Kitsch & Co“ aus dem Weg geräumt … und das war einiges! Wie haben es Freunde, die uns besuchten, so schön formuliert: Hier möchte ich nicht Staub wischen müssen :wink: .

Obwohl bisher nicht wirklich viel passierte, waren wir irgendwie fertig.

Aber es stand noch ein Einkauf an. Vorher wollte meine Frau aber noch schnell Geld am Automaten abholen.
Dank iPhone und GoogleMaps konnte ich schnell die nächste Bank lokalisieren die auf dem Weg zum Supermarkt lag. Der Parkplatz in der Nähe dieser Bank war aber leider ein Gebührenpflichtiger. Auch wenn meine Frau ja nur „kurz“ weg war und ich und Xenia ja noch im Auto sitzen, wollte sie vorsorglich ein Ticket für 15 Minuten ziehen. Leider hatte sie nicht darauf geachtet das die Gebührenpflicht abends endet. Und dieses Ende hatten wir schon überschritten. Der Automat war aber nicht so kulant und hat sie darauf aufmerksam gemacht, sondern nahm ganz munter das Geld und druckte einen Parkschein aus … für Samstag bis 09:15 Uhr.

Egal, wir wollten schnell weiter, also ging es schnell zur Bank … und genau so schnell war die Karte meiner Frau vom Automaten eingezogen worden. Ungültig sei die Karte laut Automat. Ganz toll. Freitagabend, die Bank war schon geschlossen und die Geldkarte weg. Zudem stand das Wochenende vor der Tür und da ist sowieso niemand mehr zu erreichen. Aber selbst wenn man am Montag telefonisch hätte klären können, was da passiert ist, käme man frühestens Ende der Woche wieder an die Karte ran, denn aus früheren Erfahrungen wusste ich, dass die Karte erst zur kontoführenden Filiale gesandt werden wird … und die lag am anderen Ende der Stadt.

Der Einkauf war aber noch nicht erledigt und wir hatten keine Ahnung warum das überhaupt passiert ist. Aber, wie war das beim Tanken: Ich hab ja auch noch eine Karte, also nichts wie hin zum Supermarkt.

Der Einkauf stellte sich als sehr anstrengend heraus. Xenia hatte wieder eine große Schmerzattacke wegen ihrer Zähne und weinte in einer Tour. Ich war also damit beschäftigt sie irgendwie zu beruhigen während meine Frau schnell den Korb voll geladen hat.
An der Kasse lief es dann aber etwas schleppend. Die Onlineverbindung zur Prüfung der Karten war gestört. Das gesamte Kassensystem hat aber bei jedem Versuch einer Kartenzahlung versucht die Karte online zu verifizieren und hat den Vorgang erst nach ca. 1 Minute abgebrochen. Da hieß es also bei jedem Kunden warten bis sich die Technik ausgekäst hatte.

Irgendwann war es geschafft, wir fuhren in unser Urlaubsdomizil, konnten ein wenig zu Abend essen und sind schlafen gegangen.

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Erholungsheim I

22. Juni 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Kennt ihr solche „Belehrungen“ auch? Auf Arbeit wurde mir mal vor etliche Jahren gesagt, dass ich am Telefon nicht erwähnen dürfte das Kollegen, die sich im Urlaub befinden, eben im Urlaub sind. „Nicht im Dienst“ ist der maximale Ausspruch der fallen durfte. Das wurde dann so erklärt: Urlaub bedeutet ja in den meisten Fällen nicht nur, das die Person nicht auf Arbeit ist, sondern auch, dass das heimische Domizil unbewacht ist. Es soll da Einbrecher geben, die gezielt solche Urlaubsleerstände von Wohnungen und Häusern ausnutzen.

Ich habe zwar nie gehört, das so was schon mal vorgekommen ist (also, das gezielt aufgrund einer telefonischen Information über einen Urlaub ein Einbruch statt fand), aber möglich ist es ja.

Also habe ich für mich persönlich festgelegt möglichst im Blog nicht zu schreiben wann und wie wir im Urlaub sind. Über das Impressum ist nämlich die Adresse schnell zu finden.

Daher gibt es die Berichterstattung jetzt im Nachhinein.

Wir hatten jetzt im Juni unseren Jahresurlaub. Weggeflogen sind wir nicht (wenn man mal von der einen Sturmwarnung absieht). Brauchten wir auch nicht, denn wir hatten ein super Angebot von meinen Schwiegereltern bekommen: Während sie selbst im Urlaub sind, konnten wir das Häuschen hüten.

Diese Gelegenheit wollten wir uns als Dauermieter in einem Mehrfamilienhaus natürlich nicht entgehen lassen. Schon deshalb nicht, weil ich da endlich mal wieder mit einem ordentlichen Grill hantieren konnte.

Dementsprechend war auch die Übergabe: Während die Schwiegereltern auf die Besonder- und Eigenheiten des Hauses hinweisen wollte, interessierte mich nur, wo die Sitzauflagen für die Gartenstühle sind, wo der Grill steht und wo ich die Asche entsorgen konnte :D  .

Viele Vorbereitungen für diesen Urlaub gab es ja nicht … eine aber schon: die technische Vorbereitung.

Ich wollte auch auf dem Grundstück mal hier und da einen Blogartikel schreiben oder im Internet surfen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich auch mal daheim am VDR werkeln wollte.

Mein Schwiegervater hat zwar einen PC bei sich im Büro stehen, aber mal davon abgesehen das ich an diesem nicht rumfummeln wollte, stand bzgl. Internet auch nur eine ISDN Leitung zur Verfügung … hier hat leider noch kein Breitbandanschluss seinen Weg her gefunden.

Mit meinem iPhone kann ich zwar schon einiges machen (eMails, chatten etc.) aber nicht alles, zumal die virtuelle Tastatur und das dann doch kleine Display nicht zum Tippen von längeren Texten geeignet sind.

Ich hatte mir ein Netbook ausgeliehen … das schien mir die beste Wahl. Nicht so groß und schwer wie ein normales Notebook aber noch groß genug um ordentlich was tippen und sehen zu können. Zumal ich mich damit dann auch bequem auf dem Sofa fletzen und einen mitgebrachten Film gucken konnte.

Das nächste Thema war der mobile Onlinezugang. Ein USB-UMTS Stick war schnell besorgt. Und da ich einerseits nicht täglich online sein würde und andererseits aber nicht so auf die übertragenen KBs achten wollte, hatte ich mich für eine Tagesflatrate entschieden. So habe ich nur dann für den ganzen Tag bezahlt, wenn ich auch online war.

Nun stand noch die Hürde mit dem Zugriff auf meinen VDR aus der Ferne. Meinen Rootserver mit dem VPN hatte ich nicht mehr und meine Fritzbox als Telefonanlage arbeitet noch ohne Modifikation. Also war modden angesagt. Dank Freetz ging das auch super gut, stabil und schnell von statten und meine Fritzbox arbeitet nun als VPN Server. Und dank WOL kann ich sowohl den VDR als auch meinen Hauptrechner ggf. aufwecken und darauf arbeiten.

Damit waren die technischen Vorraussetzungen geschaffen und der Urlaub konnte losgehen.

to be continued…

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