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Archiv für die Kategorie ‘Unterwegs’

Brunch != Brunch

27. April 2010 Schmidtie Keine Kommentare

Wir waren am Samstag zu einem Geburtstagsbrunch geladen … in einer interessanten Berliner Lokalität.

Wir mögen Brunchbuffets sehr gerne. Ein mehr oder weniger große Auswahl an Speisen zu einem kleinen Preis (finanzieren tut sich dann das Ganze über die Getränke :) ). Daher kennen wir auch einige Lokalitäten (nicht viele, aber eben einige).

Am Samstag wurden wir aber mal richtig überrascht. Die Auswahl an Speisen war sehr groß (was jetzt kein Alleinstellungsmerkmal ist), der Service (und das war das Besondere) war noch größer.

Während man in vielen Restaurants nach der ersten Getränkebestellung auf die völlig überforderte Kellnerin warten muss um eine weitere Getränkebestellung aufzugeben, kam hier „unsere“ Kellnerin wirklich oft vorbei und fragte, ob wir noch einen Wunsch hätten.

Noch schöner war aber der Chefkoch, der quasi immer um das Buffet herumlief, den Gästen einen guten Appetit wünschte, fragen zu den Speisen beantwortete (obwohl das meiste gut ausgeschildert war) und dafür sorgte, das alles einfach rund lief.

Und das tat er vor allem dadurch, das er sämtliche Platten, Schüsseln und Warmhaltebehälter austauschen lies, noch bevor sie überhaupt richtig alle waren.

Ich habe da regelmäßig seine Hilfsjungs mit halb geleerten Lachsplatten, Obstsalatschüsseln, Brötchenkörben und Tagliatellebottichen rumlaufen sehen, die kurz zuvor gegen volle Exemplare ausgetauscht wurden.

Du standest als Gast also niemals vor leeren Gefäßen. Daumen hoch.

Ach ja, bevor ich es vergesse: Es geht hier im das „Alberts“ in Berlin-Mitte. Sehr zu empfehlen!

Und eine Spielecke für unsere Kleine hatten sie auch! Das haben wir nun wirklich noch nicht oft gesehen.

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Fotografieren lernen … ein langer Prozess.

26. April 2010 Schmidtie Keine Kommentare

Auf dem Blog von Martin Gommel habe ich mal (so sinngemäß) gelesen das, wer Fotografie-Anfänger ist, ca. 1 Jahr und 10.000 Bilder braucht, bis er so halbwegs ordentliche Fotos macht.

Aus heutiger Sicht (1/2 Jahr nach Kamerakauf) kann ich dazu nur sagen: Hoffentlich reicht das eine Jahr :D

Im Ernst, zufrieden bin ich bei vielen Fotos noch lange nicht. Ich verbrauche viel zu viel Zeit mit der Nachbearbeitung (Farbtemperatur, Belichtung, Histogramm, Sättigung, Zuschneiden). Und selbst nach der Nachbearbeitung bin ich noch nicht wirklich zufrieden … allerdings reicht mein Wissen dann auch nicht mehr aus, ob und wie man da durch eben diese Nachbearbeitung aus dem Bild „noch was rausholen“ kann.

Die größte Herausforderung, gleich nach der Motivwahl, ist ja eben die Kombination des Wissens um die technischen Möglichkeiten der Kamera, das Wissen wie ein Foto entsteht und letztendlich die Phantasie dieses Wissen vor Ort, auch abhängig vom Motiv und dem gewollten Endergebnis, umzusetzen.

Wie viele tausende Fotos es jetzt schon geworden sind, weiß ich gar nicht so genau (hatte die Kamera nicht einen internen Bilderzähler?). Ich könnte maximal zählen wie viele davon in meiner Datenbank geblieben sind (denn ich habe auch etliche entsorgt).

Das schlimmste an diesem Hobby ist allerdings das mögliche Zubehör, welches man erwerben kann.

Wann immer ich mit dem Endergebnis eines Bildes nicht zufrieden bin, mache ich mich noch mal schlau, was die Ursache dieser Unzufriedenheit ist und stoße dabei immer wieder auf Kamerazubehör, welches das Bild eher in die Richtung bringen könnte, die ich mir vorstelle.

Beispiel:

Mein erstes Zubehör, welches ich mir zugelegt hatte, war ein Aufsteckblitz.

Weihnachten stand vor der Tür und ich wollte „atmosphärische“ Aufnahmen machen. Also Bilder knipsen, die so wirken, wie ich sie mit dem Auge wahrnehme.

Zugegeben, ein Blitz ist sicher das am wenigsten geeignete Zubehör dafür, aber ich wollte gerne mit kleiner ISO u.a. auch Personen fotografieren. Hier kann ich keine blitzlose Langzeitbelichtung durchführen. Und für kurze Belichtungszeiten war es eben einfach zu dunkel.

Über ein Forum kam ich zum Thema „indirektes blitzen“ … also Blitzen gegen bspw. die Zimmerdecke.

Die Bilder sind leider nicht so geworden wie ich es mir vorgestellt hatte. Das künstliche helle Licht des Bildes sah man, trotz indirektem Blitzen, in den Gesichtern und allgemein in den Farben. Sie wirkten künstlich.

Daraufhin kam ein Diffusor hinzu. Dieser soll das Licht des Blitzes gleichmäßig verteilen und weicher machen. Machte er auch … allerdings wurden die Bilder daraufhin zu hell, selbst, als ich die Leistung reduziert hatte. Es wirkte immer noch alles sehr künstlich.

Die Helligkeit lässt sich zwar in Grenzen ein wenig durch bestimmte Aufnahmeeinstellungen an der Kamera regulieren … alles geht aber nicht und das Weiß des Blitzlichtes wird dadurch auch nicht verändert.

Also sind Farbfilterfolien der Firma LEE hinzugekommen … die die Farbtemperatur (und ggf. auch die Helligkeit) des Blitzes verändern. Ich kann das Blitzlicht von der Farbtemperatur also dem Umgebungslicht anpassen. Das war dann der Punkt, wo ich mich erstmalig so richtig intensive mit dem Thema Farbtemperatur und Weißabgleich beschäftigt hatte.

Die nächsten (Indoor-) Fotos die entstanden sind, sind zu 2/3 schon recht ordentlich geworden … das restliche 1/3 war zu gelb. Warum? Nun, ich habe in einer Umgebung fotografiert, wo die Räume zum größten Teil mit Tageslicht (durch die Fenster) durchflutet waren. Also habe ich, da ich auch viele Gegenlichtaufnahmen machen musste, meinem Blitz eine entsprechende LEE Folie verpasst, den Diffusor aufgesteckt und bin knipsen gegangen.

Ein kleiner (hinterer) Teil des Raumes wurde aber, da hier nicht genug Tageslicht ankam, mit einer weißen Leuchtstoffröhre beleuchtet. Diese Bilder sind dann, da andere Farbtemperatur, zu gelb geworden.

Jetzt würden theoretisch Farbfilter für die Optik helfen, die bspw. dieses künstliche Licht herausfiltern können.

Und so geht das immer weiter. Neue Erkenntnisse, weitere Fotoexperimente, weiteres Zubehör … soweit zumindest der Geldbeutel das zulässt.

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(Hyper)Aktiv

21. April 2010 Schmidtie Keine Kommentare

(c) RainerSturm / pixelio.de

Was war das für ein geniales Wetter letztes Wochenende. Wenn man dagegen heute aus dem Fenster schaut … nun ja.

Und wie sollte es anders sein, bei solch schönen Wetter fährt man selbstverständlich in … einen Indoor-Spielplatz :o .

War einfach zu heiß draußen :D . Ne, im Ernst. Am Sonntag waren wir wirklich da … aber auch nur, weil unsere Kleine sich das gewünscht hatte. Die Woche davor fing sie immer schon mit „Trampolin“ und „große Rutsche“ (ihre Favoriten) an. Und, auch wenn wir lieber zu einem Zoo gefahren wären, Indoor-Spielplatz blieb ihr Wunsch.

Und es lohnte sich auch … es war noch nie leerer :lol: . Klar, die meisten Kinder haben irgendwo draußen die Gegend unsicher gemacht. Da konnte sich Xenia mal ausgiebig überall austoben und auch die Lautstärke hielt sich in der großen Halle in Grenzen.

Wir waren aber nicht alleine da. Mitgekommen ist Laura aus ihrem Kindergarten … samt Mama, aber ohne Papa.

Das war ziemlich … stressig … wie immer. Xenia ist ja schon so ein recht lebhaftes Kind … aber in dem Indoor-Spielplatz gibt es kein Halt und alles muss am besten gleichzeitig ausprobiert werden. Also hastet man ihr im Minutentakt von Spielburg zu Spielburg, von Rutsche zum Trampolin, von der Dreiradbahn zum Klettergerüst hinterher und dann wieder zurück. Hinzu kommt, dass Laura ein ebenso lebhaftes Mädchen ist wie Xenia.

Wir Eltern hatten hier NICHTS zu sagen … einfach nur hinterherlaufen wenn es zu der nächsten Station geht.

Soweit nicht schlimm … so lange alle Elternteile immer mit dabei waren.

Doch dann rächte es sich wiederholt, dass ich kein Kaffeetrinker bin. Denn nach einer kurzen Snackpause meinten die Kiddies sofort weiter spielen zu wollen, die Mamas aber wollten noch einen Kaffee trinken. Und wer durfte dann also mitgehen? Wer? Richtig, ich! Und dann stand ich da … mit zwei übereifrigen Kindern, die natürlich immer in entgegengesetzten Richtungen liefen, aber nicht nur meine Aufmerksamkeit wollten, sondern auch bedurften.

Man, was bin ich froh keine Zwillinge zu haben! Nur am hin und her rennen. Auf Rufe á la „Bleib bitte hier“ oder Bitten á la „Ihr bleibt aber bitte zusammen“ gab es nur Ignoranz als Reaktion.

Das zahle ich den Mama’s mal heim … :bandit:

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Sichtweise

15. März 2010 Schmidtie Keine Kommentare

Wow, es gibt mal wieder einen Artikel auf meinem Blog ;)

Kennt ihr das auch? Diese PKW-Schleicher auf der Autobahn … die manchmal sogar punktgenau nur 100 km/h fahren? Das sind dann die, die auf einer zweispurigen Autobahn mit 101 km/h einen Truck versuchen zu überholen. Man, die nerven vielleicht!

Aber das ich mal mit 90 – 100 km/h auf der Mittelspur einer dreispurigen Autobahn fahrend fast alle anderen Verkehrsteilnehmer überhole und auf der linken Spur gar kein Auto fährt, das war gestern Abend ungewöhnlich.

Allerdings gab es auch einen recht plausiblen Grund: Ein Schneesturm in der Nacht. Die gesamte Autobahn war irgendwie zugeschneit und der Wind schob den dichten Schneeregen so gegen Deine Frontscheibe, dass Du quasi nichts gesehen hast. Dichter Nebel ist auch nicht schlimmer. So was habe ich ja schon lange nicht mehr live erlebt.

Du sitzt am Steuer und verkrampfst Dich total, weil Du versuchst die Spurmarkierungen zu erkennen. In Teilabschnitten war ich auch in Gänze alleine und habe kaum erkannt, ob die Autobahn hier noch geradeaus verläuft, oder gerade eine Kurve kommt. Da bin ich dann auch nur maximal 80 km/h gefahren. Ging einfach nicht anders.

Komisch war auch die Situation, in der ich mich wunderte, dass die Autobahn plötzlich nur noch zweispurig war und ich das nicht mitbekommen hatte. Konnte ich auch nicht. Sie war immer noch dreispurig. Nur dadurch, das auf der linken Spur wirklich niemand gefahren ist und diese dann richtig einschneien konnte, andererseits es aber eben stock finster war und der Schneeregen ziemlich dicht, konnte man den genauen linken Rand der gesamten Autobahn nur sehr schwer erkennen.

Egal, wir sind unfallfrei nach Hause gekommen. Spektakuläres gab es im Grunde nicht, außer das mir der Gedanke kam „na hier möchtest jetzt aber keine Panne haben“ und just nächsten Augenblick auf dem Standstreifen ein Polizeiwagen mit scheinbar einer Panne stand.

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Zombie Flashmob … wir waren da

1. September 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Ein TV-Bericht von vor ein paar Jahren hatte mich auf „Flashmobs“ aufmerksam und neugierig gemacht. Die vielen im Internet existierenden Videoschnipsel haben richtiges Interesse hervorgerufen. Die zum Teil genialen Ideen finde ich einfach super.

Solch einen Flashmob wollte ich gerne mal live erleben. Da kam der Zombie Flashmob, letzten Samstag in Berlin am Potsdamer Platz, ganz gelegen.
In meinem Kopf formierte sich eine entsprechende Vorstellung, wie dieser Mob aussehen würde … und genau mit diesen Vorstellungen bin ich dann am Samstag auch dahin.

So einen Flashmob über das Internet zu organisieren ist sicher nicht einfach. Den Aufruf ins Netz zu stellen zwar schon, aber das entsprechend Public zu machen um eine große Anzahl ein potentiellen Teilnehmern zu erreichen ist schon eine eher schwierige Aufgabe.
Dann noch eine Choreographie einzustudieren, stelle ich mir auch nicht einfach vor.
Eine Firma zu finden, die mit Materialien (hier Blutkapseln) das Event unterstützt, muss auch erst mal gefunden werden.

Insofern habe ich vor den „Machern“ und Teilnehmern großen Respekt.

Dennoch bin ich mit dem Gedanken „dafür bin ich jetzt hier her gefahren?“ wieder gegangen. Im Internet liest man durchaus Artikel von begeisterten Mitmenschen und Applaus gab es letztendlich von vielen ja auch, ich war aber enttäuscht.

Wie gesagt, ich habe Respekt vor den Teilnehmern und möchte hiermit keinem auf den Schlips treten … das sind allein meine Empfindungen.

Ich kann ja mal ein wenig beschreiben wie der gesamte Nachmittag so war:

Da ich ungern alleine unterwegs bin habe ich meine Frau und meine Kleine mitgeschleppt.
Gerade in Bezug auf Xenia wollte ich das aufgrund der Thematik ursprünglich ja nicht, allerdings gab es im Vorfeld Überlegungen die uns dann doch dazu brachten sie mitzunehmen:
Zum einen fand dieser Flashmob am helllichten Tage auf einem öffentlichen Platz statt. Die Wahrscheinlichkeit das dort auch andere kleine Kinder da sind, war groß. Zudem würden die Darsteller ja nicht Zombietypisch irgendjemanden in den Arm oder ins Bein beißen und Fleisch herausreißen.
Einzig das schreiende Mädchen, welches Bestandteil des Flashmobs sein sollte, hätte etwas Angst machen können … aber da hätte meine Frau mit unserer Kleinen auch schnell verschwinden können … das Gelände des Potsdamer Platzes bietet hier ja genug Möglichkeiten.

Also sind wir hingefahren.

15:30 Uhr war Treff der Teilnehmer, 16:00 Uhr sollte es losgehen. Knapp 15:45 sind wir angekommen … und mussten schon grinsen als wir die Meute an ihrem Treffpunkt gesehen hatten.

Ich wollte das Event filmen und hatte extra die Kamera dabei. Aber was passierte frei nach Murphy? Richtig! Die Kamera meinte nicht filmen zu wollen.
Display aufgeklappt, Kamera eingeschaltet, kurz ein Bild gesehen und dann stand da etwas von (in Englisch) „Drücke bitte den RESET Knopf“.

Öhmm … wo ist denn bitte hier der RESET Knopf? Hier geschaut, da geschaut, diverse Klappen und Blenden, die normalerweise die Anschlüsse schützen sollten, abgemacht … es war aber kein RESET Knopf zu finden.

OK, Kamera aus und wieder an … selbes Spiel … RESET Knopf soll gedrückt werden.
Noch mal nachgeschaut … und RESET Knopf endlich entdeckt … wobei das kein Knopf war, sondern mehr ein Loch, in dem man einen spitzen Gegenstand stecken muß. Hatten wir aber nichts dergleichen bei.
Also ein paar Touristen angesprochen … und tatsächlich, man konnte uns helfen! RESET betätigt, Kamera geht aus … geht an … zeigt ein Bild … und wieder die „RESET Knopf drücken“ Meldung.

Kamera aus … ein … nochmaliger Versuch … selbes Ergebnis.

Half alles nichts, die Kamera wollte einfach nicht. Selbst ein Akkuwechsel brachte nichts. Und die Kassette (wir haben eine MiniDV Kamera) lies sich gar nicht erst wechseln. Die Auswurfmechanik summte nur vor sich hin, machte aber nichts weiter. Vermutlich stimmte mit dieser Mechanik was nicht, weshalb die Kamera vermutlich auch die Aufnahme verweigerte.

Also ohne filmen.

Auf dem Potsdamer Platz standen 2 große Musikboxen und ein paar Zombies daneben … das versprach eine ordentliche Musikuntermahlung, die es ja ohnehin dazu geben sollte. Geplant war zudem eine Choreographie zu Michael Jacksons „Thriller“.

Wir hatten uns auf dem Platz positioniert und warteten. In knapp 10 Minuten sollte es losgehen.
Die Grünen hatten an dem Tag auf dem Platz auch noch eine kleine Bühne aufgebaut und versuchten ein wenig Wahlwerbung zu machen. Hat aber keinen Interessiert. Man sah schon dass etliche Leute nur wegen der Show da waren und warteten.

Ich hatte gerade getwittert dass es in 8 Minuten losgehen würde, als sich die ersten Zombies auf dem Platz hinlegten. Mein erster Gedanke „Oh, die wollen da 8 Minuten auf dem kalten Platz liegen. Nierenentzündung Hallo!“.

Sie lagen aber keinesfalls so lange, denn ein paar Sekunden später standen sie plötzlich auf und torkelten zu einem Ort. Vermutlich dem Ort, wo das Mädchen warten und dann los schreien sollte. Und tatsächlich … ein Aufschrei halte über den Platz. Und dann konnten wir das „Mädchen“ sehen.

Nun, es gibt ja (ältere) Mitmenschen, die junge Frauen durchaus auch noch als „Mädchen“ bezeichnen. Das war damit wohl gemeint, denn die Darstellerin war alles andere als ein Mädchen. Jung ja, Mädchen nein. War aber jetzt auch nicht tragisch … ein wirklich kleines Mädchen dazu zu bewegen mitzumachen wäre sicher eine schwierige Aufgabe gewesen.

Komisch war nur, dass die grusselige Musik fehlte. Probelauf? Nicht bei einem Flashmob!

Knapp eine Minute nach Beginn sah ich hinter der Zombiemeute Hände hoch gehen … und das sogar relativ rhythmisch. Wurde da etwa bereits die Choreographie aufgeführt?

Schnell mal hin: Tatsächlich, da tanzten ein paar Zombies … und mit ganz viel Konzentration konnte man auch ein Geräusch ausmachen, was hätte durchaus Musik sein können. Es war aber absolut nicht heraus zu hören ob es tatsächlich „Thriller“ von Michael Jackson war. Jedes neuere Handy hätte mehr krach gemacht.

Keine weitere Minute war dann das Spektakel auch schon vorbei … es war immer noch nicht 16:00 Uhr.

Das war enttäuschend. Keine Musik zu hören, die Choreographie war von unserem Standort schlecht zu erkennen da die restlichen Zombies einfach mal im Weg waren und zu kurz war das ganze Spektakel auch.

Und dann war da noch die Tatsache, dass es noch nicht 16:00 Uhr war.

Ihr fragt Euch sicher warum ich darauf so herumreite? Ganz einfach: Gerade als wir im Gehen begriffen waren tauchten noch andere Zombies auf, die dort mitmachen wollten. Alle hatten angenommen dass es, wie angekündigt, erst 16:00 Uhr losgeht. Noch mehr Leute wären sicher witziger gewesen … aber diese Zombies hatten einfach keine Chance bekommen mitzuwirken.

Letztendlich war es aber auch egal. Wo wir schon mal am Potsdamer Platz waren, waren wir auch gleich in einem italienischen Eiskaffee und haben lecker Eis gegessen. So was habe ich schon lange nicht mehr gehabt: nicht nur das Eis war lecker, auch die zu Blüten geschnitzten und in Massen vorgekommenen Früchte waren super lecker :lol:

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Zombie Flashmob

27. August 2009 Schmidtie 3 Kommentare

Was ein Flashmob ist, werden die meisten sicher wissen, für die wenigen die diesen Begriff noch nicht kennen, zitiere ich mal die ein paar Sätze aus der Wikipedia:

Der Begriff Flashmob (flash – Blitz; mob – von mobilis – beweglich), auch Blitzauflauf, bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer üblicherweise persönlich nicht kennen. Flashmobs werden über Online-Communitys, Weblogs, Newsgroups, E-Mail-Kettenbriefe oder per Mobiltelefon organisiert

Einem Aufruf aus dem Internet folgend treffen sich die Teilnehmer an einem Ort, an dem sie weitere Instruktionen über den eigentlichen Aktionsort und Ablauf des Flashmobs bekommen. Typisch für Flashmobs sind die blitzartige Bildung des Mobs aus dem Nichts, das identische Handeln im Mob (z. B. applaudieren, telefonieren mit gleichen inhaltlichen Texten), und die abrupte Auflösung nach wenigen Minuten.

Im Internet findet man auch super witzige und coole Videos dazu, wie bspw.:

Heute lese ich im Blog von Tanis, das solch ein Event diesen Samstag am in Berlin am Potsdamer Platz und vorm Reichstag geplant ist. Und dazu ein besonderer: Ein ZOMBIE FLASHMOB.

Inhalt (direkt nachzulesen auf berlincitymobber.npage.de)

Es gibt 2 Gruppen von Zombies:

- Choreozombies (15 Leute, sind festgelegt)
- normale Zombies (so viele wie möglich, kann jeder mitmachen^^)

Wann? Samstag, 29.8.09, 16 Uhr
Wo? Potsdamer Platz und Reichstag

Also wir treffen uns zunächst alle gemeinsam etwa 15.30 Uhr am S-Bahnhof Potsdamer Platz (siehe Bild).
Dort können nochmal alle Unklarheiten beseitigt werden und wir können uns als Zombies zurechtmachen (Blutkapseln werden von Maskworld.com gestellt, sowie n paar Wunden etc, alles andere bitte selber mitbringen z.B. altes Shirt, Haarspray etc).
Dann verteilen wir uns am Potsdamer Platz.
„Das schreiende Mädchen“ positioniert sich zentral auf dem Platz.
Es folgt ein Pfiff, alle Leute sterben.
Die Musik geht an (ne schaurige Zombiemusik, siehe Soundtrack) und alle erwachen als Zombies wieder.
Taumelt zum Zentrum des Platzes immer in Richtung des Mädchens. Dieses wird anfangen zu kreischen sobald der erste Zombie sie berührt, wird panisch und läuft weg.
Zum Ende der Schauermusik bewegen sich nur die Choreozombies auf einen Punkt zu (vorher markiert) und bilden ihre Formation. „Thriller“ von Michael Jackson setzt ein und sie ziehen ihre Choreo durch, während DIE NORMALEN ZOMBIES WEITER DAS MÄDCHEN VERFOLGEN.
Mit Ende des Thrillerliedes sinken alle Zombies (sowohl Choreozombies als auch normale Zombies) zu Boden und das Mädchen rennt (unter Erklingen einer diabolischen Lache) schreiend davon.
Ist das Mädchen weg stehen alle ganz normal auf und gehen weg.

Ist die Aktion vorbei, laufen wir zum Reichstag (10min) und verteilen uns dort vor dem Reichstagsgebäude. Das Mädchen setzt sich auf die Stufen des Reichstags.
Es erfolgt wieder ein Pfiff und alle sterben. Die Musik geht an, alle erwachen als Zombies wieder…(siehe Ablauf vorher)

Ich überlege ganz stark da mal aufzutauchen. Ob als Zombie oder nur als Beobachter weiß ich aber noch nicht. Vor allem würde ich meine Frau ja gerne mitnehmen wollen … nur unsere Kleine sollte das nicht sehen und einen Babysitter haben wir gerade nicht parat. Mmmhh.

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Erholungsheim III

17. Juli 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Irgendwie schaffe ich es wieder mal nicht jeden Tag einen Blogartikel zu schreiben. Das führt dann dazu, das ich auch einige Serien einfach nicht zu Ende bekommen … so wie diese hier.

Da der Urlaub ohnehin schon ne Weile her ist und ich mich nicht mehr an alles erinnern kann, werde ich versuchen diese Serie nun endlich fertig zu bekommen.

Tag 2 – ein Samstag und Feiertag

Nein, es war kein gesetzlicher oder kirchlicher Feiertag … es war nur ein Tag den meine Frau und ich feiern wollten … denn wir sind von diesem Tag an 10 Jahre ein Paar. Wir haben übrigens 7 verflixte Jahre gebraucht um zu heiraten.

10 Jahre … man(n)-oh-man(n).

Richtig gefeiert mit Essen gehen etc. war aber nicht möglich. Aber grillen wollten wir wenigstens. Man muss ja die Möglichkeit ausnutzen mit einem Holzkohlegrill grillen zu können.

An sich war der Tag nicht so ereignisreich … vormittags waren wir noch was einkaufen und nachmittags hatte ich auf dem Netbook ein paar Blogeinträge vorgeschrieben, während meine Kleine meine Frau im Garten beschäftigte.

Es gab aber wenigstens eine witzige Aufklärung der Ereignisse des vorangegangenen Tages.

Könnt ihr Euch noch erinnern? Meine Frau konnte mit ihrer EC-Karte nicht bezahlen und schlussendlich wurde die Karte gnadenlos von einem Automaten eingezogen. Was, wenn ich Euch erzähle, das sie schon am Samstag wieder mit ihrer EC-Karte den Einkauf bezahlt hat?

Nein, es war keine andere Karte einer anderen Bank … so viele Konten haben wir nicht. Es handelte sich um ein und dasselbe Konto.

Die Lösung ist ganz einfach: Wenn man eine neue Karte bekommt, aber aus bestimmten Gründen die alte nicht vernichtet sondern sie im Portemonnaie lässt, monatelang immer die neue Karte zum Zahlen nutzt, dann aber plötzlich die alte Karte greift, kommen solche Situationen zustande.

Blöd, ist aber genau so passiert. Das war für meine Frau natürlich eine Erleichterung, denn sie konnte sich die Vorkommnisse ja nicht erklären.

Zum Abend hin wollten wir dann grillen … zum Abend hin fing es aber auch an kräftig zu regnen. Blöd.

Meine Frau wollte das Grillen verschieben … ich nicht. Ich WILL, ich WILL, ich WILL … das war meine Einstellung zu der Sache. Und wie sagt man so schön: Einen echten Grillmeister macht das Wetter nichts aus … also habe ich unter einem Schirm gegrillt.

Ging auch und das Essen hat geschmeckt. Für Xenia hatten wir noch Knoblauch und Kräuterbrot aufgebacken … das isst sie ganz gerne.

Irgendwann war dann auch Bettzeit.

Tag 3 – 7

Einkaufen, Regen, zum Teil starke Windböen und Wassermelone … das sind die Begriffe die unsere Urlaubstage am besten umschreiben.

Xenia mag Wassermelone gerne und bekommt davon nicht genug … das führte dazu das wir fast täglich Wassermelone kaufen waren. Außer dem Sonntag kann man ungelogen sagen, dass wir vormittags immer zu irgendeinem Supermarkt unterwegs waren. Das war schon seltsam … denn obwohl wir uns bemühten auch mal für ein paar Tage im Voraus einzukaufen, fielen uns immer wieder Dinge ein die wir noch brauchten. So unkoordiniert machen wir das sonst nie.

Waren wir dann doch auf dem Grundstück, dann hatten wir meistens schlechtes Wetter. Das hat uns ganz besonders geärgert, denn immerhin hatten wir extra ein Planschbecken für unsere Kleine mitgenommen. Es gab zwar zwischendurch auch sonnige Momente wo man draußen mit T-Shirt rum rennen konnte … aber der stetig frische Wind machte es einfach unmöglich das Becken mal aufzubauen.

Am Tag 7, einem Donnerstag, kamen meine Eltern zu Besuch … der allwöchentlich stattfindende Oma-Tag sollte doch nicht ausfallen. Auch da hatte ich am Abend grillen geplant.

Und es kam wie es kommen musste … das Wetter wurde wieder richtig schlecht. Es hatte nicht nur wieder geregnet, es war auch extrem windig … und seitens der Unwetterzentrale gab es sogar eine Unwetterwarnung.

Wurst … und Grillfleisch sollte es dennoch geben. Also habe ich nicht nur wieder unterm Schirm gegrillt, sondern hatte auch in der Anfangsphase stark damit zu kämpfen, dass der Wind die Flammen nicht ständig ausbläst. Das war wirklich eine Herausforderung. Mir blieb leider nichts anderes übrig als mehrfach diesen flüssigen Grillanzünder rüber zu gießen und die Kohle erneut anzuzünden. Und das war eine sehr krebserregende Aktion … denn flüssiger Grillanzünder auf leicht glühende Stellen lässt arg viel Rauch entwickeln.

Letztendlich ist aber dennoch was draus geworden. Man muss sich immer nur sagen „Alles wird gut“ :D

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Erholungsheim II

25. Juni 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Tag 1 – Freitag, der Anreisetag

Der erste Tag war Stress pur. Es war ein Freitag. Xenia hatten wir noch zu 8 Uhr in den Kindergarten geschickt, wollten sie aber zu 14 Uhr mit voll beladenem Auto abholen und los fahren.

Nach einem gemütlichen Frühstück (zwischen 8 und 14 Uhr lagen ja noch etliche Stunden) fingen wir dann mit dem Packen an. Das heißt, meine Frau fing damit an … ich habe mich noch ein wenig um die Technik (Netbook, Digicam etc.) gekümmert.

Irgendwann rief mir meine Frau zu, ich solle doch endlich die Klamotten raussuchen, die ich mitnehmen möchte. Immer diese Hecktick!
Letztendlich gibt es bei mir aber auch nicht viel rauszusuchen. Wir hatten uns ohnehin darauf geeinigt Klamotten für maximal 7 Tage mitzunehmen, da wir ja da eine Waschmaschine zur Verfügung hatten.

Generell schienen die Dinge, die wir mitnehmen wollten, sehr überschaubar zu sein. Nebst den Klamotten waren da für jeden ein Satz Bettwäsche, ein paar Badutensilien, Xenias Spielzeug, die Wickeltasche, die Technik und die paar Lebensmittel, die uns sonst verderben würden. Alles andere könnten wir je nach Bedarf aus dem Supermarkt besorgen.

Ich war schon leicht geschockt als ich meine Sachen zum Packen in unser Wohnzimmer gebracht habe. Der nicht mal so kleine Koffer war schon gut zur Hälfte mit den Sachen von Xenia gefüllt. Unsere waren da noch nicht drin. Tja, und kaum waren meine Dinge eingepackt, war der Koffer voll … von meiner Frau war nicht mal ein Slip drin.
Fand ich aber nicht so schlimm … wegen meiner hätte sie ohnehin den ganze Tag nackig durch die Gegend laufen können :D

Leider fand sie die Idee aber nicht so gut. Also musste noch eine Reistasche her.

Und mit jeder Stunde wurden die Taschen und Beutel immer mehr. Letztendlich sah es zum Schluss so aus, als würden wir für einen Monat ausziehen. Nebst Koffer hatten wir 2 mittlere und 1 große Reisetasche. Xenias Stuhl, einen riesigen Beutel, 2 normale Beutel, einen großen Sack mit Spielzeug, eine große Tüte mit Bettsachen, einen großen Rucksack mit dem ganzen Technikspielzeug, ein Reisebett, ihren Buggy und die Wickeltasche. Hab ich auch nichts vergessen? Glaube nicht.

Ich bin so gefühlte 20-mal vom 5. Stock in die Tiefgarage gelaufen um das Auto zu beladen und hatte meine Mühe alles in unser eigentlich gar nicht so kleines Auto einzuladen. Hier waren mal gute Packkünste gefragt. Zwischenzeitlich hatte ich schon gedacht dass selbst der, der letztendlich fahren würde, einen Beutel zwischen seine Beine nehmen müsste damit wir alles in das Auto rein bekommen würden.

So kurz nach 13:00 Uhr waren wir dann aber endlich fertig so dass wir unser Vorhaben mit 14:00 Uhr und KiGa einhalten konnten.

Das Auto fuhr erstaunlich gut, trotz der Last die es zu bewegen hatte. So ein 177PS starker Turbodiesel ist eben doch was Feines. Leider benötigt so ein Motor auch ordentlich Futter, also haben wir noch mal schnell an einer Tankstelle gehalten. Meine Frau wollte zahlen, bekam aber nur angesagt „Karte nicht gültig“. Nanu, was da passiert? Egal, hab ja auch noch eine. Also erst mal weiter Richtung Grundstück.
Gefahren sind wir so ca. 1 Stunde.

Am Ziel angekommen haben wir erst mal das Auto entladen und angefangen das Wohnzimmer des Hauses umzuräumen.

Das Haus ist logischerweise nicht unbedingt kindgerecht eingerichtet. Da wir Xenia aber auch ein paar Freiheiten lassen wollten und nicht ständig mit der Angst, sie könnte was kaputt machen, hinter ihr her hecheln wollten, haben wir erst mal etliches an „Kitsch & Co“ aus dem Weg geräumt … und das war einiges! Wie haben es Freunde, die uns besuchten, so schön formuliert: Hier möchte ich nicht Staub wischen müssen :wink: .

Obwohl bisher nicht wirklich viel passierte, waren wir irgendwie fertig.

Aber es stand noch ein Einkauf an. Vorher wollte meine Frau aber noch schnell Geld am Automaten abholen.
Dank iPhone und GoogleMaps konnte ich schnell die nächste Bank lokalisieren die auf dem Weg zum Supermarkt lag. Der Parkplatz in der Nähe dieser Bank war aber leider ein Gebührenpflichtiger. Auch wenn meine Frau ja nur „kurz“ weg war und ich und Xenia ja noch im Auto sitzen, wollte sie vorsorglich ein Ticket für 15 Minuten ziehen. Leider hatte sie nicht darauf geachtet das die Gebührenpflicht abends endet. Und dieses Ende hatten wir schon überschritten. Der Automat war aber nicht so kulant und hat sie darauf aufmerksam gemacht, sondern nahm ganz munter das Geld und druckte einen Parkschein aus … für Samstag bis 09:15 Uhr.

Egal, wir wollten schnell weiter, also ging es schnell zur Bank … und genau so schnell war die Karte meiner Frau vom Automaten eingezogen worden. Ungültig sei die Karte laut Automat. Ganz toll. Freitagabend, die Bank war schon geschlossen und die Geldkarte weg. Zudem stand das Wochenende vor der Tür und da ist sowieso niemand mehr zu erreichen. Aber selbst wenn man am Montag telefonisch hätte klären können, was da passiert ist, käme man frühestens Ende der Woche wieder an die Karte ran, denn aus früheren Erfahrungen wusste ich, dass die Karte erst zur kontoführenden Filiale gesandt werden wird … und die lag am anderen Ende der Stadt.

Der Einkauf war aber noch nicht erledigt und wir hatten keine Ahnung warum das überhaupt passiert ist. Aber, wie war das beim Tanken: Ich hab ja auch noch eine Karte, also nichts wie hin zum Supermarkt.

Der Einkauf stellte sich als sehr anstrengend heraus. Xenia hatte wieder eine große Schmerzattacke wegen ihrer Zähne und weinte in einer Tour. Ich war also damit beschäftigt sie irgendwie zu beruhigen während meine Frau schnell den Korb voll geladen hat.
An der Kasse lief es dann aber etwas schleppend. Die Onlineverbindung zur Prüfung der Karten war gestört. Das gesamte Kassensystem hat aber bei jedem Versuch einer Kartenzahlung versucht die Karte online zu verifizieren und hat den Vorgang erst nach ca. 1 Minute abgebrochen. Da hieß es also bei jedem Kunden warten bis sich die Technik ausgekäst hatte.

Irgendwann war es geschafft, wir fuhren in unser Urlaubsdomizil, konnten ein wenig zu Abend essen und sind schlafen gegangen.

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Erholungsheim I

22. Juni 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Kennt ihr solche „Belehrungen“ auch? Auf Arbeit wurde mir mal vor etliche Jahren gesagt, dass ich am Telefon nicht erwähnen dürfte das Kollegen, die sich im Urlaub befinden, eben im Urlaub sind. „Nicht im Dienst“ ist der maximale Ausspruch der fallen durfte. Das wurde dann so erklärt: Urlaub bedeutet ja in den meisten Fällen nicht nur, das die Person nicht auf Arbeit ist, sondern auch, dass das heimische Domizil unbewacht ist. Es soll da Einbrecher geben, die gezielt solche Urlaubsleerstände von Wohnungen und Häusern ausnutzen.

Ich habe zwar nie gehört, das so was schon mal vorgekommen ist (also, das gezielt aufgrund einer telefonischen Information über einen Urlaub ein Einbruch statt fand), aber möglich ist es ja.

Also habe ich für mich persönlich festgelegt möglichst im Blog nicht zu schreiben wann und wie wir im Urlaub sind. Über das Impressum ist nämlich die Adresse schnell zu finden.

Daher gibt es die Berichterstattung jetzt im Nachhinein.

Wir hatten jetzt im Juni unseren Jahresurlaub. Weggeflogen sind wir nicht (wenn man mal von der einen Sturmwarnung absieht). Brauchten wir auch nicht, denn wir hatten ein super Angebot von meinen Schwiegereltern bekommen: Während sie selbst im Urlaub sind, konnten wir das Häuschen hüten.

Diese Gelegenheit wollten wir uns als Dauermieter in einem Mehrfamilienhaus natürlich nicht entgehen lassen. Schon deshalb nicht, weil ich da endlich mal wieder mit einem ordentlichen Grill hantieren konnte.

Dementsprechend war auch die Übergabe: Während die Schwiegereltern auf die Besonder- und Eigenheiten des Hauses hinweisen wollte, interessierte mich nur, wo die Sitzauflagen für die Gartenstühle sind, wo der Grill steht und wo ich die Asche entsorgen konnte :D  .

Viele Vorbereitungen für diesen Urlaub gab es ja nicht … eine aber schon: die technische Vorbereitung.

Ich wollte auch auf dem Grundstück mal hier und da einen Blogartikel schreiben oder im Internet surfen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich auch mal daheim am VDR werkeln wollte.

Mein Schwiegervater hat zwar einen PC bei sich im Büro stehen, aber mal davon abgesehen das ich an diesem nicht rumfummeln wollte, stand bzgl. Internet auch nur eine ISDN Leitung zur Verfügung … hier hat leider noch kein Breitbandanschluss seinen Weg her gefunden.

Mit meinem iPhone kann ich zwar schon einiges machen (eMails, chatten etc.) aber nicht alles, zumal die virtuelle Tastatur und das dann doch kleine Display nicht zum Tippen von längeren Texten geeignet sind.

Ich hatte mir ein Netbook ausgeliehen … das schien mir die beste Wahl. Nicht so groß und schwer wie ein normales Notebook aber noch groß genug um ordentlich was tippen und sehen zu können. Zumal ich mich damit dann auch bequem auf dem Sofa fletzen und einen mitgebrachten Film gucken konnte.

Das nächste Thema war der mobile Onlinezugang. Ein USB-UMTS Stick war schnell besorgt. Und da ich einerseits nicht täglich online sein würde und andererseits aber nicht so auf die übertragenen KBs achten wollte, hatte ich mich für eine Tagesflatrate entschieden. So habe ich nur dann für den ganzen Tag bezahlt, wenn ich auch online war.

Nun stand noch die Hürde mit dem Zugriff auf meinen VDR aus der Ferne. Meinen Rootserver mit dem VPN hatte ich nicht mehr und meine Fritzbox als Telefonanlage arbeitet noch ohne Modifikation. Also war modden angesagt. Dank Freetz ging das auch super gut, stabil und schnell von statten und meine Fritzbox arbeitet nun als VPN Server. Und dank WOL kann ich sowohl den VDR als auch meinen Hauptrechner ggf. aufwecken und darauf arbeiten.

Damit waren die technischen Vorraussetzungen geschaffen und der Urlaub konnte losgehen.

to be continued…

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Durchgemacht

12. Mai 2009 Schmidtie 1 Kommentar

Na, hattet ihr auch einen schönen Muttertag? Also unserer war wirklich schön … vor allem, da wir mit dem Wetter so viel Glück hatten.

Bevor ich aber den Tag mal etwas beschreibe, will ich ein wenig Vorgeplänkel niederschreiben, damit der Artikel auch eine gewisse Länge bekommt :D .

Bevor meine Frau und ich uns kennenlernten gab es in beiden Familien so eine Art Ritual am Muttertag.

Meine Frau hatte mit ihrer Mama und Oma (mütterlicher Seite) diesen Tag zusammen verbracht. Natürlich waren Papa, Bruder und Opa mit dabei. Das passt auch ganz gut zu ihnen, da insbesondere die Damen alle sehr familiär veranlagt sind.

Bei mir war das so ähnlich. Den Muttertag habe ich immer mit meiner Schwester und eben unserer Mama zusammen verbracht. Gang und gebe war es eigentlich immer an diesem Tag einen Ausflug zu machen. Später, als meine Schwester selbst Mama wurde, änderte sich das. Sie wollte (verständlicherweise) in erster Linie mit ihrer eigene Familie diesen Tag verbringen.

Kompliziert wurde es erst, als meine Frau und ich uns kennen lernten. Denn ab da gab es immer die Überlegung, wie wir diesen Tag verbringen wollen. Mein größter Wunsch war von Anfang an, dass wir alle gemeinsam (also beide Familien) an diesem Tag etwas unternehmen. Leider haben meine Frau und ich das bisher nur 2 Mal geschafft, denn es gibt da einige Gründe bzgl. der Oma meiner Frau. Damals hieß es immer, dass sie große Menschenansammlungen nicht mag, später kam ihr schlechter gewordene Gesundheitszustand dazu.

Um es gleich zu erwähnen: Ich mag die Oma meiner Frau sehr. Ist eine liebe Person. Und ich bezweifle auch die Beweggründe nicht. Aber schade war und ist es dennoch, denn was blieb uns anderes übrig als den Muttertag getrennt voneinander zu verbringen.

Das hatte mir nie richtig gefallen.

Die Option abwechselnd gemeinsam immer nur zu einer unserer Mamas zu fahren war und ist nicht möglich, denn dann ist unter Garantie die jeweils andere schwer enttäuscht … und beide Mamas schaffen es nach wie vor mit ihrer Art und Weise uns in solch einer Situation ein schlechtes Gewissen einzureden. Keine von beiden würde je sagen „Ja, geht nicht anders, ist OK“ sondern beide würden mit einem entsprechenden traurigen Unterton sagen „Ist in Ordnung, finde ich aber sehr schade.“ Und gerade dieser Unterton ist es, bei dem man denkt „Jetzt hab ich sie enttäuscht“. Haben das alle Mütter drauf ihren auch schon erwachsenen Kindern immer mal wieder ein schlechtes (und meist nicht begründetes) Gewissen einzureden?

Seit meine Frau nun selbst Mama ist, sieht die Sache aber ganz anders aus. Jetzt zählt für uns in erster Linie die eigene kleine Familie. Um nicht die eigenen Mamas außen vor zu lassen, handhaben wir es ähnlich wie Weihnachten … wir geben Bescheid was wir vorhaben und alle haben die Möglichkeit mitzukommen. Kann also jeder für sich selbst entscheiden.

Dieses Jahr haben wir einen Ausflug zum Tier- und Freizeitpark Germendorf bei Oranienburg (bei Berlin) gemacht. Mit dabei waren meine Eltern. Es gab noch die Option dass meine Schwester mit meinem Neffen dazu kommt, aber sie haben sich dann morgens doch anders entschieden.

Insgesamt war es ein super Ausflug. Der Park ist schön gestaltet und ideal für einen Ganztagesausflug geeignet. Es gibt etliche Stellen an denen man sich mit Decke und Picknickkorb nieder lassen kann. Und wer grillen will, bucht vorher einen der dort vorhandenen Grillplätze.

Wir sind nach einem ausgiebigen Frühstück und einer Fahrzeit von ca. einer ¾ Stunde gegen 11:00 Uhr dort angekommen. Die Eintrittspreise sind sehr moderat. Ein Erwachsener zahlt 3,50 € für eine Tageskarte. Kinder unter 3 Jahren gar nix, ab 3 Jahren 50 Cent. Ausreichend Parkplätze sind vorhanden und mit ebenfalls 50 Cent auch nicht teuer. Das Schöne ist, das man mit der Tageskarte das Gelände zwischendurch mal verlassen kann, sofern der Bedarf besteht.

Die für mich Lustigsten und schönsten Erlebnisse waren an den beiden Stellen, an denen man Tiere auch mal streicheln durfte.

Relativ am Anfang kamen wir zu einem Ziegen-Streichelgehege. Ich bin mit Xenia natürlich da rein um ihr die Möglichkeit zu geben, die Tiere hautnah zu erleben. Am Anfang war sie etwas skeptisch, aber nie ängstlich. Immer wenn ich ihr sagte, dass sie die Tiere ruhig streicheln könne, hat sie auch ihre Hand ausgestreckt. Tja, und nach einer Weile und einigen gestreichelten Tieren taute sie richtig auf, denn dann rannte sie selbständig durch das Gehege und wollte mit einem ständigen „Ei“ auf den Lippen alle Tiere streicheln :) ) . Zum Teil sind die Ziegen auch weggelaufen … aber Xenia ist mit ausgestrecktem Arm und eben dem „Ei“ unbeirrt hinterher gelaufen.

Alle Tiere hat sie nicht geschafft … dafür hatte sie mehr als genug Ziegenkacke am Schuh, die ich dann, durch späteres tragen von Xenia, an meinem T-Shirt und meiner Hose hatte :lol: .

An einem anderen Gehege konnte man 3 Ponys streicheln. Auch bei diesen wollte sie „Ei“ machen und hat auch erst Ruhe gegeben, bis sie alle 3 einmal gestreichelt hatte. Erst dann durften wir weiter.

Was war noch? Ach ja, manchmal hatte ich das Gefühl, das wir besser einen Ausflug in einen japanischen Steingarten hätten machen sollen. Wo immer Wege mit Kieselsteinen auftauchten lies sich Xenia nicht mehr zum weitergehen bewegen. Sie beugte sich lieber nach Vorne um aus den Steinen die Besten der Besten herauszufischen und an uns zu verteilen. Sie scheint ein Steinnarr zu sein.

Zwischendurch (13:00 Uhr) waren wir mal im Dorfkern ein Mittag zu uns nehmen.

Verblüffend war, das Xenia die ganze Zeit durchgehalten hat. Obwohl wir ihren Kombi-Kinderwagen bei hatten, in dem sie hätte durchaus auch schlafen können, war sie einfach zu neugierig um mal ein Auge zu zumachen. Dafür war sie innerhalb weniger Sekunden bei der Abfahrt kurz nach 4 eingeschlafen. Wirklich! Sie hat ja kaum im Auto gesessen, als ihr schon die Augen zugefallen sind.

Bevor es aber erschöpft nach Hause ging, hatten wir noch einen ca. 1-stündigen Halt bei meiner Schwester eingelegt und uns ein bisschen unterhalten.

Dann war der Tag auch schon vorbei.

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