Sauertopf

Ist ja lustig. Wenn man mal nach Sauertopf googelt, findet man heraus, dass dieser Begriff ein Synonym für „Miesepeter“ ist. Wusste ich gar nicht.

Ist auch egal.

Unsere Kleine ist mittlerweile dabei angekommen, uns mit der berühmten „Warum-Fragekette“ in den Wahnsinn zu treiben.

Bei fast jeder Gelegenheit kommt das befürchtete „Warum denn?“. Egal was man dann antwortet, es folgt ein „Warum denn?“. Erklärt man ihr das dann, fragt sie einfach „Warum denn?“ … usw.

Selbst in Situationen, bei denen es eigentlich keine Fragen geben müsste, fängt sie mit „Warum denn?“ an. Man merkt genau … meistens fragt sie gar nicht, weil sie tatsächlich etwas erklärt haben will, sondern weil sie es spannend findet wie wir Eltern darauf reagieren … vor allem, wenn man immer und immer wieder fragt.

Wenn sie uns richtig unterhalten will, kommentiert sie diverse Begründungen auch gerne mal mit „Ja? Echt? Cool!“ … schmeißt aber ein „Warum denn?“ gleich hinterher.

Das kann ganz schön anstrengend sein.

Ich für mein Teil mache mir manchmal einen Spaß daraus und drehe den Spieß um. Wenn sie dann irgendwas erzählt oder macht (vor allem, wenn sie was macht, was sie eigentlich verboten bekommen hat), frage ich dann auch immer „Warum denn?“.

Die Warum-Fragen überforderten sie anfänglich etwas … selbst, wenn sie ernst gemeint waren:

„Warum bist Du mit Deinen Straßenschuhen ins Wohnzimmer gegangen?“
„Weil, weil, weil … Du eine Brille aufhast!“

???

„Warum schläfst Du denn nicht?“
„Weil, weil, weil … das Fenster auf ist!“

Nichts leichter als das es zu zumachen :D

Seit ein paar Tagen dreht sie aber wieder den Spieß um und gibt bei einer Warum-Frage unsererseits ganz schnell immer die selbe Antwort „Weil, kein Sauertopf ist alle“.

Die Antwort ergibt für Euch keinen Sinn? Für uns schon! Wir merken daran, das sie wohl doch zu oft Lauras Stern, den erste Kinofilm, geschaut hat.

In dem Film ist Laura mit ihren Eltern und ihrem Bruder gerade umgezogen und recht sauer deshalb. Laura ist so sauer, das sie lieber in ihrer selbstgebauten Karton-Rackete auf der Dachterasse übernachten will, als in ihrem neuen Zimmer. Tommy, ihr jüngerer Bruder, fragt nun, ob er auch in dieser Rakete schlafen kann. Lauras Antwort „Da gibt es nicht genug Sauerstoff“. Tommy geht daraufhin verärgert die Treppe hinunter ins Wohnzimmer (ist eine 2 Etagenwohnung) und geht dabei recht rabiat mit seinem Spielzeug „Beschützmichhund“ um. Als der Papa das sieht, fragt er nur „geht man denn so mit seinem allerbesten Freund um? Was ist denn los?“. Die Antwort von Tommy: „Der Sauertopf ist alle!“.

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Wiederholungstäter (Einmalig II)

Vor knapp 1 Jahrberichtete ich von meinem Experiment, mal mit einem Holzkohlegrill auf unserer Loggia zu grillen. Da wir in einem Mehrfamilienhaus wohnen war das ja problematisch, aber bei uns weder durch Gesetzgeber noch durch den Vermieter verboten. Zudem wohnen wir im Dachgeschoß.

Dieses Experiment ist aber schief gegangen. Kurz noch mal erklärt, wie wir wohnen:

Die Gebäude hier stehen in einer Art U-Form. Wir wohnen, steht man „unter“ dem U, in dem rechten Block des Gebäudes. Allerdings sehr nah an der unteren Seite des U’s. Die große Loggia, auf der ich zu grillen versucht habe, befindet sich an der Innenseite dieses U’s. Genau da habe ich versucht zu grillen … mit dem Resultat, das der anfänglich entstandene Rauch und Gestank genau in die Hausecke gezogen ist … dort, wo sich u.a. die Schlafzimmer unserer Nachbarn befinden.

Und, obwohl ich das Experiment umgehend abgebrochen hatte und ziemlich enttäuscht wieder mit unserem E-Grill hantieren musste, hat es mir keine Ruhe gelassen so dass ich es am letzten Sonntag noch mal probiert habe. Allerdings woanders.

An der Außenseite des U’s haben wir (von der Küche ausgehend) noch mal eine kleine Loggia. Es gibt da erst mal keine weiteren größeren Gebäude … wir haben freie Sicht auf eine kleine Einfamilienhaus Siedlung. Die Schlafzimmer (sowohl unseres als auch von den anderen Nachbarn) liegen ein ganzes Stück weit weg (auf der einen Seite ist sogar noch ein Hausflur) und, wie schon erwähnt, wohnen wir im Dachgeschoß … also nach oben hin keine weiteren Mieter.

Und was soll ich sagen: Es klappte sehr sehr gut! „Kontrollschnüffeln“ aus unserem Schlafzimmer, als auch aus dem Hausflurfenster, zeigte: Keine Geruchsbelästigung. Perfekt!

Leider hatten wir den Versuch mit einem zu einfachen Einweggrill probiert … die Kraft der viel zu wenig enthaltenen Holzkohle war nach einer halben Stunde so gering, das ich doch noch den E-Grill aktivieren musste.

Aber: Die Zeichen stehen nun gut, sich einen richtigen Holzkohlegrill zu besorgen und zukünftig auch daheim ordentlich grillen zu können :D .

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Stress am Morgen II

Artikel zur Serie " Stress am Morgen "

(c) Telemarco / pixelio.de

Ich will schon mal einen kleinen Zwischenbericht liefern, wie sich die Umsetzung meines hier angegebenen Schlachtplanes ausgewirkt hat (obwohl es ja bisher nur 2 Morgende waren.

Nun, ganz so harmonisch, wie noch vor etlichen Wochen, ist es immer noch nicht. Zum Schluss gab es dann doch noch etwas Gezanke, da wir ja los zum KiGa wollten, Madame aber immer anderes im Sinn hatte.

Die halbe Stunde eher hat aber schon etwas gebracht. Wenn ich sie dann wach mache, können wir ganz gemütlich kuscheln.

Und das komplette Wasch-, Anzieh- und Zähneputzprogramm nur noch im Bad zu machen (Windeln- und Klamotten anziehen hatten wir ja vorher immer in ihrem Kinderzimmer gemacht), funktioniert auch prima. Sie druckst zwar hier und da auch da rum, aber ist durch kein Spielzeug abgelenkt.

Mal schauen wie es sich auf Dauer bewährt.

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Stress am Morgen

Artikel zur Serie " Stress am Morgen "

(c) Telemarco / pixelio.de

Mein Spruch zum Thema Stress ist immer: „Stress hat man nicht, Stress macht man sich!“. Es hängt also immer davon ab, wie man gemütstechnisch gestrickt ist und mit bestimmten Situationen umgeht.

Mit der morgendlichen Situation, wenn ich dran bin unsere Kleine in den Kindergarten zu bringen, kann ich scheinbar nicht mehr gut umgehen … das ist mittlerweile der reinste Stress … für beide.

Ich weiß noch, dass ich vor einer Weile meiner Frau immer vorschwärmte, wie harmonisch es morgens immer war. Halb 7 sollte der Wecker klingen, Xenia ist aber meist gegen 6 Uhr aufgewacht. Da haben wir einfach noch 20 Minuten gekuschelt. Dann war schnell Umziehen und Haare kämmen von ihr angesagt, und während sie bereits ausgehfertig war und noch 2 Reiskekse genascht hat, konnte ich mich in aller Ruhe fertig machen.

Zähne putzen, Schuhe und Jacke anziehen und gemütlich zum KiGa spaziert. Zu 8 Uhr gibt es da immer Frühstück und zu diesem Zeitpunkt waren wir auch immer da.

Jetzt sieht das deutlich anders aus. Meistens schläft sie noch, wenn der Wecker klingelt … weil sie abends meinte nicht schlafen zu wollen. Nachdem ich mich dann zuerst fertig gemacht habe, ging es ans Wecken. Und das allein ist schon sehr Zeitintensiv. Bis Madame sich so aus dem Bett bequemt, vergehen schon mal locker 15 Minuten.

Im Kinderzimmer zum Umziehen angekommen, muss aber erst mal was zu Trinken her. Das ist Legitim. Während ich ihr aber einen Becher eingieße, entdeckt sie ihr Spielzeug. Trinken und gar Umziehen sind dann völlig uninteressant. Alle Erklärungsversuche prallen an ihr ab … alle Angebote, das sie nach dem Umziehen noch etwas spielen könnte, werden ignoriert … alle Androhungen, das Spielzeug wegzupacken, sind ihr egal. Lege ich das Spielzeug dann weg, wird es eigentlich noch schlimmer. Nicht nur, das sie dann zwangsläufig anfängt zu weinen … sie ist dann auch den restlichen Morgen so drauf. Bei jeder Kleinigkeit kullern tränen.

Habe ich es dann irgendwann geschafft sie zum Umziehen zu überreden, wird erst mal in einem Selektionsritual eine Windel ausgesucht … denn die Erstbeste darf es ja nicht sein. Nein, das Motiv möchte schon dem aktuellen Tagesgeschmack entsprechen. Vor dem Windeln ist aber der Toilettengang noch fällig. Ich weiß aber, das sie gar nicht auf die Toilette muss … sie will einfach nur von der Toilettenleiter springen. Das macht doch soooo’n Spaß.

Und so geht es den ganze Morgen weiter.

Das wäre an sich auch nicht schlimm, wenn die Zeit nicht immer weiter voran schreiten würde … und, wie schon erwähnt, um 8 ist im KiGa frühstücken angesagt … zudem muss ich ja auch mal los zur Arbeit.

Das Ganze endet dann in viel gegenseitigem Gemeckere und der Tatsache, dass ich sie zum KiGa trage, damit es schneller geht. Mein Rücken dank es mir jedes Mal.

Gestern habe ich nun extra den Wecker eine halbe Stunde früher gestellt und mir vorgenommen, Xenia gleich mit zu wecken. Dann kann sie gerne noch ein bisschen dösen.

Der Wecker hat dann auch früher geklingelt … Xenia wach zu bekommen, das habe ich nicht geschafft.

Und so kam es, das, obwohl mehr Zeit zur Verfügung, der Morgen noch ein bisschen stressiger war und ich sie letztendlich doch wieder fast zum KiGa habe tragen müssen.

Und nun? Wie weiter?

Neue Strategie. Ich habe mir einen regelrechten Schlachtplan zurechtgelegt:

  1. Sämtliches Spielzeug wird am Abend zuvor außer Sichtweise gelegt (also in die Schränke und Kisten sortiert).
  2. Ein Kuscheltier, was sie schon lange nicht mehr hatte, wird offensichtlich bereit gelegt … das kann dann auch zum Umziehen mitgenommen werden.
  3. Trinken wird durch meine Frau morgens vorbereitet.
  4. Die ganze Morgenwäsche findet nur noch im Bad statt … also inkl. Windel und Klamotten anziehen … kein hin und her Gerenne mehr zwischen Bad und Kinderzimmer.
  5. Sie wird (außer Schuhe und Jacke natürlich) komplett angezogen.
  6. Zähne werden gleich geputzt … nicht erst kurz vorm gehen.
  7. Ist das alles erledigt, kann Xenia in ihrem Zimmer noch was spielen oder knabbern (je nach Uhrzeit).

Und wenn ich dann soweit bin, gehen wir überpünktlich los … dann hat sie auch die Möglichkeit noch die „Hunde- und Vogelkacka“ zu suchen, die sie zu faszinieren scheinen.

Na dann …

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Iphone 3G vs 3GS

Einige Apple und iPhone-Jünger werden sich bestimmt fragen „Jetzt, wo das iPhone 4G vor der Tür steht kommt noch ein Vergleichsbericht zwischen zwei alten iPhone-Modellen?“.

Nö, kommt nicht. Solch technische Vergleiche überlasse ich anderen.

Hatte ich schon erwähnt dass mein Frauchen seit Weihnachten auch ein iPhone besitzt? Ich glaube nicht.

Ihr Vertrag lief aus und sie suchte was Neues. Ein iPhone kam aber eigentlich nicht in Frage. Ihre Argumente: „Ist mir zu groß“ und (Achtung Klischee) „Gibt es ja nur in schwarz und weiß!“ :lol:

Ich habe sie dennoch dazu gebracht :)

Hauptgrund war: Sie sollte mich nicht mehr vom PC wegschieben müssen, nur weil sie mal an ihre eMails will :evil: . Es gab aber auch noch andere Überlegungen. Gemeinsame Kalender on Air, Gemeinsames Adressbuch (was leider nicht so gut klappt), ICQ-Chat an Stelle von teuren SMS, dennoch SMS- und auch Telefonguthaben, diverse einfache App’s (Stichwort: Kontostandabfrage auf der Couch) usw.

Sicher, lässt sich heute auch vieles mit anderen Smartphones machen, aber Hey, das Bedienkonzept ist einmalig und ich wusste ziemlich detailliert, wie ich ihr da was einrichten kann um das zu machen, was sie sonst mit meinem gemacht hatte (oder was ich immer machen musste) :D

Mein iPhone ist ja noch ein „altes“ 3G … ihres schon das 3GS. Und WOW, der gefühlte Geschwindigkeitsunterschied ist enorm. Während ich so manches Mal etliche Sekunden warte, bis mal die eine oder andere Anwendung offen ist, tippt sie da schnell rum und ist schon 3 Schritte weiter.

Ich gebe zu, der Neid ist groß. ABER: mein Vertrag geht nur noch bis September … und das 4G kommt :whistle:

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1, 2, 3

30. April 2010 Schmidtie Keine Kommentare

(c) Cornerstone / pixelio.de

Wenn ich über unsere kleine Maus berichte, dann meistens über die schönen Seiten des Lebens mit ihr. Aber es gibt natürlich auch die unschönen und anstrengenden. Nämlich dann, wenn sie meint besonders viel Zicke oder Bock zu zeigen oder aber uns einfach komplett ignoriert.

Jedem Elternteil sollte (ist es aber leider nicht) klar sein, das ein Kind kein persönlicher Sklave ist, welches nur rumkommandiert werden kann. Vielmehr ist ein Kind genauso zu respektieren und zu behandeln, wie man es für sich selbst auch wünscht. Sicherlich muss es an vielen Stellen ein paar Grenzen geben, aber vom Prinzip her sollte man dem Kind schon zeigen, das es in der familiären Gemeinschaft auch was zu sagen und zu entscheiden hat, sich aber auch hier und da anpassen muss.

Ich bekomme oftmals leichte Magenschmerzen, wenn (insbesondere die Großeltern) immer wieder (aber mit einem lieben Unterton!) Xenia „befehlen“ etwas zu machen.

  • Sing mal!
  • Setz Dich da mal hin!
  • Komm mal her!
  • Schmeiß das mal in in den Mülleimer!

Klingt in Euren Augen nicht sonderlich schlimm? Ich würde das so formulieren:

  • Willst Du uns nicht mal was singen? Du kannst das doch so schön!
  • Könntest Du Dich mal bitte da hinsetzen, ich möchte …?
  • Kannst Du bitte mal herkommen?
  • Bist Du so lieb und schmeißt das mal weg?

und hinterher natürlich immer ein „Danke:) .

Ich persönlich finde das deutlich angenehmer. Mir ist schon klar dass die Großeltern ihre Enkelin abgöttisch lieben und auch respektieren. Und auch die Stimme hat bei solchen oben aufgeführten Sätzen bei weitem keinen Befehlston, aber ich finde, man könnte es dennoch etwas höflicher formulieren.

Spannend wird es allerdings dann, wenn sie der Bitte nicht nachkommt. Hier muss man jetzt erst mal den Kontext betrachten.

Will sie nicht singen, dann ist das zu respektieren. Ich würde da dann auch nicht mehr allzu häufig nachfragen … dann macht sie es ja erst recht nicht, weil so was nervt.

Will sie aber bspw. nicht zum Zähneputzen kommen („Kommst Du bitte zum Zähne putzen“ -> „Nein!“), dann ist es schon was anderes.

Ab hier fängt eine Reaktionskette an, die, abhängig von den Aktionen von Xenia, immer länger wird.

  1. Nochmalige Bitte, allerdings schon mit leicht deutlicherem O-Ton.
  2. Wie erstens, aber noch direkter ausgesprochen.
  3. Erklärungsversuch, warum das gerade so wichtig ist und JETZT sein muss.
  4. Jetzt kommt der Satz als „Befehl“ (nicht mehr als Bitte) und deutlich direkter.
  5. Analyse, warum sie nicht kommen mag:
    1. Spielt sie mit etwas und mag sich nicht losreisen → Kompromiss aushandeln. Zumeist hilft etwas in der Art „Einmal noch“ (einmal Schaukeln, einmal puzzeln etc.) → hilft Kompromiss nicht, Androhung von Konsequenzen (Schaukel abbauen, Puzzle weglegen), aber mit nochmaliger Erklärung warum → hilft das nicht: Durchziehen dieser Konsequenz und schweren Herzens auch mal das tragische Weinen über sich ergehen lassen.
    2. Rennt sie nur irgendwie hin und her oder druckst nur so rum, geht die Kette gleich mit der Androhung der Konsequenz weiter.
  6. Hilft das nicht, kommt die Frage „Muss ich denn erst böse werden?“ mit einem herzlich-traurigen Unterton.
  7. Hilft das auch nicht, gibt es meinen Lieblingssatz „Wenn ich bis 3 gezählt habe und Du …, dann …“ mit ebenfalls der Androhung einer Konsequenz.
  8. Bis 3 zählen.
  9. Schnell und abrupt und für Xenia hörbar aufstehen und mit leicht schnellerem Schritt (nicht rennen!) zu ihr „stampfen“.

Insbesondere Punkt 9 hört sich etwas rabiat an … aber ich versichere

  1. kommt es eher selten vor und
  2. komme ich gar nicht bis zu ihr … sie macht dann schon das, worum es gerade ging.

Körperliche Gewalt gab es nie und wird es auch nie geben!

Wir versuchen ihr dann natürlich noch mal alles in Ruhe zu erklären, bzgl. dem wieso, weshalb und warum.

Ist oftmals gar nicht so einfach, aber ich denke, wir machen das ganz gut :D

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Obst

28. April 2010 Schmidtie Keine Kommentare

(c) neo.realone / pixelio.de

Ich kann nicht von mir behaupten der große Obstesser zu sein. Das liegt aber weniger daran, dass ich kein Obst mag. Ganz im Gegenteil. Viele Obstsorten esse ich sogar sehr gerne.

Es hat wohl eher damit zu tun das ich ein Mann bin ^_^

Serviert man mir das Obst essfertig auf einem Teller oder in einer Schüssel, ist es schnell aufgegessen. Muss ich es mir erst noch schälen oder sonst wie bearbeiten, habe ich dazu meistens keine Lust :whistle: .

Außer bei Wassermelone. Da ist mir die Arbeit egal … da könnte ich mich quasi reinlegen :love: .

Umso mehr freue ich mich schon auf die kommende Melonensaison. Mhhh!

Und meiner Kleinen geht es bei Melone genauso. Sie hat schon letztes Jahr gerne und viel Melone gegessen.

Ich hoffe, dass wir sie dieses Jahr auch an andere Früchte, wie Pfirsich, Aprikose und Nektarine, heran bekommen.

Ach, was freue ich mich auf den Sommer :D

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Brunch != Brunch

27. April 2010 Schmidtie Keine Kommentare

Wir waren am Samstag zu einem Geburtstagsbrunch geladen … in einer interessanten Berliner Lokalität.

Wir mögen Brunchbuffets sehr gerne. Ein mehr oder weniger große Auswahl an Speisen zu einem kleinen Preis (finanzieren tut sich dann das Ganze über die Getränke :) ). Daher kennen wir auch einige Lokalitäten (nicht viele, aber eben einige).

Am Samstag wurden wir aber mal richtig überrascht. Die Auswahl an Speisen war sehr groß (was jetzt kein Alleinstellungsmerkmal ist), der Service (und das war das Besondere) war noch größer.

Während man in vielen Restaurants nach der ersten Getränkebestellung auf die völlig überforderte Kellnerin warten muss um eine weitere Getränkebestellung aufzugeben, kam hier „unsere“ Kellnerin wirklich oft vorbei und fragte, ob wir noch einen Wunsch hätten.

Noch schöner war aber der Chefkoch, der quasi immer um das Buffet herumlief, den Gästen einen guten Appetit wünschte, fragen zu den Speisen beantwortete (obwohl das meiste gut ausgeschildert war) und dafür sorgte, das alles einfach rund lief.

Und das tat er vor allem dadurch, das er sämtliche Platten, Schüsseln und Warmhaltebehälter austauschen lies, noch bevor sie überhaupt richtig alle waren.

Ich habe da regelmäßig seine Hilfsjungs mit halb geleerten Lachsplatten, Obstsalatschüsseln, Brötchenkörben und Tagliatellebottichen rumlaufen sehen, die kurz zuvor gegen volle Exemplare ausgetauscht wurden.

Du standest als Gast also niemals vor leeren Gefäßen. Daumen hoch.

Ach ja, bevor ich es vergesse: Es geht hier im das „Alberts“ in Berlin-Mitte. Sehr zu empfehlen!

Und eine Spielecke für unsere Kleine hatten sie auch! Das haben wir nun wirklich noch nicht oft gesehen.

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Fotografieren lernen … ein langer Prozess.

26. April 2010 Schmidtie Keine Kommentare

Auf dem Blog von Martin Gommel habe ich mal (so sinngemäß) gelesen das, wer Fotografie-Anfänger ist, ca. 1 Jahr und 10.000 Bilder braucht, bis er so halbwegs ordentliche Fotos macht.

Aus heutiger Sicht (1/2 Jahr nach Kamerakauf) kann ich dazu nur sagen: Hoffentlich reicht das eine Jahr :D

Im Ernst, zufrieden bin ich bei vielen Fotos noch lange nicht. Ich verbrauche viel zu viel Zeit mit der Nachbearbeitung (Farbtemperatur, Belichtung, Histogramm, Sättigung, Zuschneiden). Und selbst nach der Nachbearbeitung bin ich noch nicht wirklich zufrieden … allerdings reicht mein Wissen dann auch nicht mehr aus, ob und wie man da durch eben diese Nachbearbeitung aus dem Bild „noch was rausholen“ kann.

Die größte Herausforderung, gleich nach der Motivwahl, ist ja eben die Kombination des Wissens um die technischen Möglichkeiten der Kamera, das Wissen wie ein Foto entsteht und letztendlich die Phantasie dieses Wissen vor Ort, auch abhängig vom Motiv und dem gewollten Endergebnis, umzusetzen.

Wie viele tausende Fotos es jetzt schon geworden sind, weiß ich gar nicht so genau (hatte die Kamera nicht einen internen Bilderzähler?). Ich könnte maximal zählen wie viele davon in meiner Datenbank geblieben sind (denn ich habe auch etliche entsorgt).

Das schlimmste an diesem Hobby ist allerdings das mögliche Zubehör, welches man erwerben kann.

Wann immer ich mit dem Endergebnis eines Bildes nicht zufrieden bin, mache ich mich noch mal schlau, was die Ursache dieser Unzufriedenheit ist und stoße dabei immer wieder auf Kamerazubehör, welches das Bild eher in die Richtung bringen könnte, die ich mir vorstelle.

Beispiel:

Mein erstes Zubehör, welches ich mir zugelegt hatte, war ein Aufsteckblitz.

Weihnachten stand vor der Tür und ich wollte „atmosphärische“ Aufnahmen machen. Also Bilder knipsen, die so wirken, wie ich sie mit dem Auge wahrnehme.

Zugegeben, ein Blitz ist sicher das am wenigsten geeignete Zubehör dafür, aber ich wollte gerne mit kleiner ISO u.a. auch Personen fotografieren. Hier kann ich keine blitzlose Langzeitbelichtung durchführen. Und für kurze Belichtungszeiten war es eben einfach zu dunkel.

Über ein Forum kam ich zum Thema „indirektes blitzen“ … also Blitzen gegen bspw. die Zimmerdecke.

Die Bilder sind leider nicht so geworden wie ich es mir vorgestellt hatte. Das künstliche helle Licht des Bildes sah man, trotz indirektem Blitzen, in den Gesichtern und allgemein in den Farben. Sie wirkten künstlich.

Daraufhin kam ein Diffusor hinzu. Dieser soll das Licht des Blitzes gleichmäßig verteilen und weicher machen. Machte er auch … allerdings wurden die Bilder daraufhin zu hell, selbst, als ich die Leistung reduziert hatte. Es wirkte immer noch alles sehr künstlich.

Die Helligkeit lässt sich zwar in Grenzen ein wenig durch bestimmte Aufnahmeeinstellungen an der Kamera regulieren … alles geht aber nicht und das Weiß des Blitzlichtes wird dadurch auch nicht verändert.

Also sind Farbfilterfolien der Firma LEE hinzugekommen … die die Farbtemperatur (und ggf. auch die Helligkeit) des Blitzes verändern. Ich kann das Blitzlicht von der Farbtemperatur also dem Umgebungslicht anpassen. Das war dann der Punkt, wo ich mich erstmalig so richtig intensive mit dem Thema Farbtemperatur und Weißabgleich beschäftigt hatte.

Die nächsten (Indoor-) Fotos die entstanden sind, sind zu 2/3 schon recht ordentlich geworden … das restliche 1/3 war zu gelb. Warum? Nun, ich habe in einer Umgebung fotografiert, wo die Räume zum größten Teil mit Tageslicht (durch die Fenster) durchflutet waren. Also habe ich, da ich auch viele Gegenlichtaufnahmen machen musste, meinem Blitz eine entsprechende LEE Folie verpasst, den Diffusor aufgesteckt und bin knipsen gegangen.

Ein kleiner (hinterer) Teil des Raumes wurde aber, da hier nicht genug Tageslicht ankam, mit einer weißen Leuchtstoffröhre beleuchtet. Diese Bilder sind dann, da andere Farbtemperatur, zu gelb geworden.

Jetzt würden theoretisch Farbfilter für die Optik helfen, die bspw. dieses künstliche Licht herausfiltern können.

Und so geht das immer weiter. Neue Erkenntnisse, weitere Fotoexperimente, weiteres Zubehör … soweit zumindest der Geldbeutel das zulässt.

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trnd: WELT KOMPAKT III

23. April 2010 Schmidtie Keine Kommentare

Artikel zur Serie " trnd: WELT KOMPAKT "

Bei einer der ersten Umfragen zu diesem trnd-Projekt wurde ich gefragt, ob ich die Zeitung weiterempfehlen kann.

Das musste ich verneinen.

Die nächste Frage prompt: Warum?

Weil ich (bisher) nicht überzeugt bin.

Eines steht nach wie vor fest: Zeitungsleser werde ich nicht. So „kompakt“ die Zeitung auch sein mag, mein Stil Nachrichten zu konsumieren entspricht dies aber nicht.

Auch wenn die Zeitung ein „handliches“ Format bietet, so nimmt sie im aufgeklappten Zustand immer noch zu viel Platz ein. Das ist was ganz anderes als ein kleines Smartphone, mit dem ich wirklich überall lesen kann.

Und dann mein Lesestil. Ich überfliege gerne die Überschriften und mag ab und zu 2-3 kurze Sätze als erste inhaltliche Angabe lesen. Zumindest das mit den Überschriften könnte ich auch mit der Zeitung machen … aber doch deutlich länger und umständlicher, als wenn ich diese „Headlines“ in einer Listendarstellung untereinander zu sehen bekomme und nur bei den Artikeln, die mich interessieren, über eine Verlinkung zu mehr Informationen komme.

Dennoch, die Fragen dieser Umfrage würde ich dieses Mal anders beantworten.

Ich kann nicht behaupten dass diese Zeitung mich nicht überzeugt hätte, ich kann nur sagen, dass mich die Zeitung nicht überzeugen konnte wieder auf diese Art Printmedien zurückzugreifen.

Direkt Werbung für die WELT KOMPAKT kann ich aus diesem Grunde auch nicht machen, sehr wohl aber weiterempfehlen wenn jemand mal fragen sollte, weil er eine Zeitung dieser Machart sucht.

Es war schon im eigenen Umfeld schwierig Leute zu finden, die bei dem Projekt via Testgutscheine mitmachen wollten. Schon wenn ich nur das Wort „Tageszeitung“ in den Mund genommen habe, wurde zumeist abgeblockt. Aussagen wie „Ich habe mein Abo schon vor Jahren gekündigt weil ich zum Lesen gar nicht mehr komme“ oder „Im Zeitalter des Internets?“ sind sehr häufig vorgekommen.

Die zwei Personen, die regelmäßige Zeitungsleser sind, hat das nicht interessiert, da sie ihrer „Stammzeitung“ treu bleiben wollen.

Für mich sieht es einfach danach aus, als wenn dieses Medium eben wirklich am sterben ist.

Etwas Positives möchte ich aber noch schreiben. Beim Projektblog gibt es ein Video zu sehen, wie die Journalistenschüler der Axel-Springer-Akademie in die Entstehung einbezogen werden. Junge Menschen also. Das ist durchaus positiv, denn da kann man davon ausgehen, dass sie sich mit modernen Medien gut auskennen und wissen worauf es ankommt.
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