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Kalter Entzug … oder, was man als Eltern falsch machen kann IV

2. August 2010 Schmidtie Keine Kommentare

Projekt 3 und auch Projekt 2 laufen … somit bleibt nur noch Projekt 1. Und wer die Überschrift richtig deutet, wird unter Umständen jetzt schon den Kopf schütteln.

Ich betonte ja schon im ersten Artikel, das wir nicht unbedingt vor hatten alles mit einem mal umzusetzen. Wir wollten Xenia auch nicht überfordern und gleich zu viel von ihr verlangen. Es ist aber alles anders gekommen … wie das meist so ist.

Inkonsequentes Handeln ist in der Erziehung eines Kindes eigentlich etwas, was man vermeiden sollte. Wobei es immer zu unterscheiden gibt, ab wann es inkonsequent ist und ab wann eher ein entgegenkommen und liebhaben.

Als Beispiel führe ich gerne das (auf Xenia noch nicht ganz passende Beispiel) mit dem geliebten Fernsehen an. Es ist schon ein Unterschied ob man dem Kind die schon längst überzogene halbe Stunde fernsehen als Ausnahme und Verwöhnen durchgehen lässt oder ob man androht, sollte noch mal die Vereinbahrung mit der besagten halbe Stunde gebrochen werden, das für eine gewisse Zeit gar kein TV geschaut werden kann, man es dann aber nicht durchsetzt (inkonsequentes Handeln eben).

Den heiß geliebten Nuckel zu Ostern gegen Geschenke tauschen und ihn dann eine Woche später wiederzugeben ohne die Geschenke wieder ein zu kassieren war und ist eine inkonsequente Handlung.

Xenia bekam mit der Abmachung, das sie ihn nur zu Hause und nur zum Schlafen bekommt, einen Nuckel wieder.

Und was passierte in den vielen Wochen zwischen Ostern und heute? Sie fing an uns zu belügen. Klingt jetzt vielleicht etwas hart und ihr ist sich sicher auch (noch) nicht des komplexe Konzept „Lüge“ bewusst, aber es drückt doch das Verhalten am Besten aus.

Unser Abendritual bis dahin: Abendbrot, duschen/baden, Sandmann gucken, Zähne putze, Gute-Nacht-Geschichte(n), ggf. noch ein wenig gesungen.

Bereits zu der Geschichte durfte sie sich ihren Nuckel nehmen.

Angefangen hat alles damit, das sie plötzlich keinen Sandmann mehr schauen wollte … weil sie ja soooo müde ist. Aber Geschichten lesen, das musste noch sein. Gerne auch 3 oder 4 oder 5 oder … Und wenn wir nicht mehr lesen wollten, weil es dann doch genug Geschichten waren, dann musste sie sich noch das Buch anschauen. Sooo müde konnte sie also gar nicht sein.

Es wurde dann immer schlimmer. Am Wochenende … vormittags … keine 2 Stunden wach … sie sei müde und wolle schlafen (hahaha). Genau so am frühen Abend. Immer schob sie die angebliche Müdigkeit vor, nur um den Nuckel endlich im Mund zu haben (um dann aber doch nicht vor halb zehn einzuschlafen).

Ich will hier jetzt nicht ausbreiten, was es noch alles für ähnliche Situationen gab. Nur so viel: Am Sonntag vor einer Woche hatte sie dann den Vogel abgeschossen, so dass wir uns nun gezwungen sahen zu handeln: Kalter Nuckel-Entzug. Auch auf die Gefahr hin, Projekt 2 & 3 durch Rückfälle zu gefährden.

Wir konnten sie noch am frühen Abend dazu bringen das sie den Nuckel selbständig in den Müll schmeißt, aber als dann Bettzeit war, war die Hölle los. Die unendlich vielen Tränen die da flossen, sind das eine, die fordernden Schreie „Will meinen Nuckel haben!!!“ das andere. Sie ließ sich nur extrem schwer beruhigen und man war als Elternteil immer kurz davor zum Mülleimer zu hechten und den Nuckel zu säubern.

Da als ausgeglichener Ruhepol ihr gegenüber zu stehen, war verdammt schwer. Ich habe unsere Kleine noch nie so ausrasten sehen.

Aber schon die folgenden 2 Tage waren deutlich ruhiger.

Am Montagmorgen hat sie gaaanz kurz nach ihrem Nuckel gejammert (nicht geweint) und auch am Abend wurde kurz etwas gejammert bevor sie akzeptiert hat, das sie selbst ihn ja weggeschmissen hatte.

Bereits am Dienstag erzählte sie uns, das sie ja keinen Nuckel braucht, weil sie schon ein großes Mädchen ist. Danach war das Thema gegessen.

Ganz niedlich war im übrigen auch eine Reaktion am Montagmorgen, nachdem sie gejammert hatte. Sie kam dann zu mir und sagte „Überraschung haben“. Das resultierte daher, das wir ihr natürlich eine Belohung/Überraschung versprochen haben, sollte sie eine Woche nicht nach ihrem Nuckel fragen und ohne Nuckel schlafen. Ein Belohungssystem gehört doch zu einer guten Erziehung dazu :D.

Jedenfalls meinte ich zu Ihr „die Überraschung bekommst Du, wenn Du bis Samstag nicht weiter nach dem Nuckel bettelst“. „Hab schon gebettelt :(“. „Naja, das vergesse ich jetzt einfach mal, ok?“

Tja, und am letzten Samstag waren wir dann bei SpieleMax shoppen :D

Nuckel … zur Zeit kein Thema mehr. Projekt abgeschlossen.

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Kalter Entzug … oder, was man als Eltern falsch machen kann III

28. Juli 2010 Schmidtie 3 Kommentare

Meine Frau fing schon vor einigen Wochen versuchsweise an … ganz zu meiner Freude! Ich kann nur wiederholen: Ich liebe meine Tochter und mache vieles was ein moderner Papa eben so macht. Aber alles rund um das Thema „Ausscheidungen“ ist absolut nicht meins.

Um so erfreuter war ich dann natürlich, wenn unsere Kleine meinte sich von mir eine Geschichte vorlesen zu lassen, ich mich dazu gemütlich an ihr großes Kuschelkissen kuschelte, sie auf meinen Schoß nahm … und es plötzlich so „schön“ warm auf meinem Schoß wurde.

Trocken werden … also die Windel weglassen und gezielt aufs Töpfchen bzw. die Toilette gehen … das ist auch so ein spezielles Thema über das man sich streiten kann. Von der einen Seite (Großeltern) kommen immer gerne Argumente a la „ihr wart doch auch schon früh trocken“ wenn es darum ging, die Windel einfach wegzulassen und das Kind mit voll gepuschter Hose herumlaufen zu lassen. Auf der anderen Seite (KiGa / Zeitschriften) gab es dann immer den heute pädagogischen (und mir sehr entgegenkommenden) Hinweis, dass das schon ganz von alleine kommt, das das Kind sagt, das es auf die Toilette muss und man es bloß nicht drängen darf.

Ach ja, die dritte Seite habe ich ja vergessen. War wohl in Ostdeutschland ganz beliebt. Zur festen Uhrzeit aufs Töpfchen setzen … auch nachts!

Meine Frau probierte ab und zu mal Methode 1 … ich war eben für Methode 2 … wobei ich auch zugeben muss, das ich schon manchmal Xenia versucht habe einzureden, das große Mädchen doch keine Windel mehr brauchen. Zu Hilfe kamen mir sogar manchmal Kinder aus ihrer Gruppe, die, wenn ich Xenia gewickelt habe, mich fragten, warum Xenia als großes Mädchen denn noch eine Windel trägt.

Xenia war das aber alles egal.

Und dennoch, ganz plötzlich fing sie an uns immer und immer öfter mitzuteilen, das sie auf Toilette muss. Wir haben eigentlich frühzeitig mit Toilette angefangen und das Töpfchen, bis auf wenige Außnahmen, übersprungen. Es gab ja zu ihrem zweiten Geburtstag auch schon die Toilettenleiter mit Sitz dran.

Und da das so wunderbar klappte und die Windel von heute auf morgen quasi trocken blieb, konnte das Experiment „windelfreier Tag“ erneut gestartet werden.

Ihr kennt doch sicher auch diese kurzen, an den Beinen extrabreiten, schlabrigen und sehr dünnen Hosen, die man als Erwachsener nur zu Hause trägt? So ähnlich wie extragroße Bermudashorts … nur leicht kürzer und ohne weiteres Innenleben.

Und was machen viele bei besonders heißen Tagen? Ziehen diese Hosen ohne Unterwäsche an … damit das wenige an Luft auch dort ankommt, wo normalerweise alles mehr als gut verpackt ist.

Diese Hosen gibt es auch für Kinder.

Lena war zu Besuch. Lena ist eine KiGa-Freundin von Xenia und nur knapp einen Monat jünger. Wir verstehen uns mit den Eltern sehr gut. Klar, das wir da auch mal ein gemeinsames Frühstück veranstaltet haben.

Die Kinder waren schon satt und sind spielen gegangen. Plötzlich blieben sie ganz stumm im Flur unserer Wohnung stehen. Den Flurteil kann man bei geöffneter Wohnzimmertür vom Eßtisch wunderbar sehen. Viel Licht fällt leider nicht in den Flur, und das was von den Zimmer dort ankommt, wird von den glänzenden Bodenfließen spiegelartig reflektiert.

Jedenfalls wunderten wir uns, warum die Kiddies so angewurzelt stehen blieben. Es gab ein „Daaa“ und ein Fingerzeig unserer Kleinen auf etwas, das die Silhouette ihres kleinen Winnie Poohs hatte.

Diese eben erwähnten lockeren Hosen eignen sich wunderbar zum durchscheißen! Der „Minni-Winnie-Pooh“ war nichts anderes als eine von Xenia hinterlassene und durch die offenen Hosenbeine herausplumste Riesenwurst mitten im Flur!

Man, ich konnte nicht mehr vor lachen … vor allem deshalb, da auch die Kiddies anfingen sich köstlich über den Scheißhaufen zu amüsieren.

Wegmachen durfte ihn im übrigen meine Frau :D

Von da an wurde es mit dem Toilettengang, auch bei größeren Geschäften, immer besser. Innerhalb von 1-2 Wochen war Xenia soweit, das sie nur noch Nachts eine Windel benötigt … und selbst die ist morgens häufig trocken.

Wunderbar. Projekt 2 damit fast abgeschlossen. Wenn das Nachts auch nach klappt, dann sind wir die Windeln endlich los. Das es immer noch Mißgeschicke geben oder sogar Rückfälle geben kann, ist klar, aber der große Anfang ist geschafft.

(Aufgrund der Länge in mehrere Artikel gegliedert)

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Kalter Entzug … oder, was man als Eltern falsch machen kann II

27. Juli 2010 Schmidtie 1 Kommentar

Die Fußball WM begann … das erste Deutschland-Spiel stand vor der Tür … und wir überlegten, wie wir es an diesem Tage mit dem Schlafen gehen von Xenia handhaben wollen.

Am 17.05. berichtete ich von Einschlafproblemen. Es gab eine kleine Diskussion mit Antje von famlog.de in den Kommentaren. Und, liebe Antje, ob Du es glaubst oder nicht … auch den von Dir vorgeschlagenen Weg haben wir versucht. Bis heute keine Besserung. Tatsächlich glaube ich sogar, dass es eine bestimmte Ursache hat, warum es diese Probleme gibt. Aber dazu will ich mich hier erst mal nicht auslassen.

Jedenfalls, diese Überlegungen bezüglich des „wie“ gab es weniger, weil einer von uns befürchtete das Spiel gerade wegen der Einschlafprobleme zu verpassen, sondern mehr, weil wir wussten, dass es durch Böller, Feuerwerk und Tröten bei den Toren hier recht laut werden kann.

Normalerweise versuchen wir solche Dinge für uns zu besprechen und Xenia nur noch das Ergebnis mitzuteilen. Diesmal jedoch nicht. Wir sprachen im Beisein von Xenia darüber und das auch noch, während wir in ihrem Kinderzimmer waren.

Und während wir noch darüber diskutierten meinte Xenia plötzlich „Will hier schlafen!“. Wir schauten sie fragend an. „Hier in Deinem Zimmer?“, „Die ganze Nacht?“, „Ganz allein?“.

Alle Fragen beantwortete sie mit „Ja!“. Ob sie sich im Klaren war, was das bedeutete? Wir erklärten ihr natürlich dann auch das, wenn wir ihr Bett rüber tragen, das dann auch in ihrem Zimmer stehen bleiben würde. Sie wollte es so … also wurde das Bett rüber getragen. Xenia ist anschließend sogar noch ins Schlafzimmer und hat sich all ihre noch auf unserem Bett liegenden Kuscheltiere geschnappt und in ihr Bett gelegt.

Und was soll ich sagen: Unabhängig der Einschlafprobleme schlief sie dann tatsächlich in ihrem Zimmer! Von eben auf gleich!. Wow.

Das war und ist was Positives. Nur ICH brauchte wieder eine Weile um darüber hinweg zu kommen das sie uns quasi verlassen hat :D

Das sie die letzten Tage dennoch häufig in unserer Bettmitte landete und bei uns schlief, hatte einfach den Grund, das es bei ihr deutlich wärmer war bzw. ist und es sich da nicht wirklich gut schlafen lässt.

Damit war Projekt 3 schon mal angefangen. Abgeschlossen kann man erst sagen, wenn sie wirklich nur noch in ihrem Bett schläft und das bei uns eher die Ausnahme ist. Wir denken, das der Herbst, wenn es wieder kälter und früher dunkel ist, durchaus hilfreich sein wird.

(Aufgrund der Länge in mehrere Artikel gegliedert)

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Kalter Entzug … oder, was man als Eltern falsch machen kann I

26. Juli 2010 Schmidtie Keine Kommentare

Ich will mal wieder von unserer Kleinen berichten. Es gibt nämlich durchaus ein paar schöne, leider aber auch ein paar unschöne Entwicklungen.

Zeitlich kann ich alles nicht mehr so genau benennen, ist aber auch nicht ganz so wichtig. Nur die Tatsachen als solches sind spannend.

Kurz zusammengefasst: Aus ganz praktischen Gründen hat Xenia immer noch in unserem Schlafzimmer genächtigt. Einerseits war dadurch etwas mehr Platz in ihrem Kinderzimmer und andererseits brauchten wir nicht nächtens durch die Wohnung zu schlurfen, nur weil Madam ihren heißgeliebten Nuckel nicht finden konnte.

Den Nuckel hatten wir ja Ostern versucht zu tauschen … um ihr den eine Woche später wieder zu geben. Das heißt, nicht wir, sondern der Osterhase hat das gemacht. Warum und wieso kann hier und auch hier nachgelesen werden.

Bedingung war halt: Nur den einen gab es nur für zu Hause und nur zum Schlafen zurück. Damit war sie einverstanden und es funktionierte auch alles super … anfänglich.

Soweit zur Zusammenfassung.

Insgesamt 3 größere Projekte hatten wir dieses Jahr mit Xenia vor:

  1. erneute Nuckelentwöhnung … spätestens mit 3 Jahren
  2. Trocken werden
  3. Umzug in ihr eigenes Zimmer zum Schlafen.

Klar war uns, das wir nicht alles zusammen machen können und sollten. Schritt für Schritt. Wir wollen sie ja auch nicht überfordern.

(Aufgrund der Länge in mehrere Artikel gegliedert)

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Kindermund (2)

Es gibt hin und wieder Situationen, wo wir Eltern über die Art und Weise wie sich Xenia artikuliert, lachen müssen und uns köstlich amüsieren. Leider sind es aber häufig Situationen, die mit bestimmten Gesten zusammenhängen und sich schwer beschreiben lassen.

Aber eine kleine Sache gab es gestern, die ich hier mal aufführen will:

Singen gehört zu einer der Lieblingsbeschäftigungen von Xenia. Sie gibt daher auch öfter mal Konzerte und fordert anschließend zum Klatsche auf.

Momentanes Lieblingslied:

Happy Birthday to you,
Marmelade im Schuh,
Aprikose in der Hose,
Happy Bithday to you.

Diese Variante haben wir ihr beigebracht, damit sie das bei Geburtstag in der Familie vorsingen kann :D

Ich mache mir immer gerne den Gag, diese Lieder umzudichten:

Happy Bithday to you,
Schokolade im Schuh,
Bohnendose in der Hose,
Happy Birthday to you.

Gestern Abend war es wieder soweit, nach dem Abendbrot hat Xenia in einer Tour die ihr bekannt Version mit der Marmelade rauf und runter gesungen … bis ich dann meine gesungen habe und ganz stolz meinte, das mir meine Variante auch sehr gut gefällt. Und Xenia? Sang wieder los:

Happy Birthday to you,
Schokolade im Schuh,
Aprikose in der Büchse,
Happy Birthday to you.

:lol: :D

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Schlafprobleme

17. Mai 2010 Schmidtie 6 Kommentare

Ach menno! Es gibt bei unserer Kleinen Probleme mit dem Schlafverhalten. Sie mag abends einfach nicht einschlafen und macht nur Sperenzchen. Entweder steht sie auf und kommt alleine raus um uns einfach nur anzugrinsen, oder sie ruft in einer Tour nach uns.

Selbst wenn wir den ganzen Nachmittag auf dem Spielplatz waren und sie sich so richtig austoben konnte, scheint sie Abends nicht müde genug zu sein.

Ich hatte schon überlegt, ob es an dem Mittagsschlaf liegt. Aber, bekommt sie den nicht, ist sie nachmittags fix und fertig und schläft dann ein.

Ob der Mittagsschlaf zu lange ist? Wir müssen mal im KiGa fragen, wie lange sie da schläft.

Wir haben es jetzt schon mit einem Hörspiel oder leiser Einschlafmusik probiert. Ich habe dazu provisorisch unser Netbook ins Zimmer gestellt, ein paar Boxen angeschlossen und bediene das via iPhone fern. Bringt aber nichts. Spätestens nach 20 Minuten geht die Tür auf und sie kommt rausgelaufen.

Erst gegen 21 Uhr ist dann endlich Ruhe. Resultat ist dann aber, das sie morgens, wenn es in den KiGa gehen soll, wieder geweckt werden muss und kaum aus dem Bett gekrochen kommt.

Mal schauen was das noch wird…

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Sauertopf

Ist ja lustig. Wenn man mal nach Sauertopf googelt, findet man heraus, dass dieser Begriff ein Synonym für „Miesepeter“ ist. Wusste ich gar nicht.

Ist auch egal.

Unsere Kleine ist mittlerweile dabei angekommen, uns mit der berühmten „Warum-Fragekette“ in den Wahnsinn zu treiben.

Bei fast jeder Gelegenheit kommt das befürchtete „Warum denn?“. Egal was man dann antwortet, es folgt ein „Warum denn?“. Erklärt man ihr das dann, fragt sie einfach „Warum denn?“ … usw.

Selbst in Situationen, bei denen es eigentlich keine Fragen geben müsste, fängt sie mit „Warum denn?“ an. Man merkt genau … meistens fragt sie gar nicht, weil sie tatsächlich etwas erklärt haben will, sondern weil sie es spannend findet wie wir Eltern darauf reagieren … vor allem, wenn man immer und immer wieder fragt.

Wenn sie uns richtig unterhalten will, kommentiert sie diverse Begründungen auch gerne mal mit „Ja? Echt? Cool!“ … schmeißt aber ein „Warum denn?“ gleich hinterher.

Das kann ganz schön anstrengend sein.

Ich für mein Teil mache mir manchmal einen Spaß daraus und drehe den Spieß um. Wenn sie dann irgendwas erzählt oder macht (vor allem, wenn sie was macht, was sie eigentlich verboten bekommen hat), frage ich dann auch immer „Warum denn?“.

Die Warum-Fragen überforderten sie anfänglich etwas … selbst, wenn sie ernst gemeint waren:

„Warum bist Du mit Deinen Straßenschuhen ins Wohnzimmer gegangen?“
„Weil, weil, weil … Du eine Brille aufhast!“

???

„Warum schläfst Du denn nicht?“
„Weil, weil, weil … das Fenster auf ist!“

Nichts leichter als das es zu zumachen :D

Seit ein paar Tagen dreht sie aber wieder den Spieß um und gibt bei einer Warum-Frage unsererseits ganz schnell immer die selbe Antwort „Weil, kein Sauertopf ist alle“.

Die Antwort ergibt für Euch keinen Sinn? Für uns schon! Wir merken daran, das sie wohl doch zu oft Lauras Stern, den erste Kinofilm, geschaut hat.

In dem Film ist Laura mit ihren Eltern und ihrem Bruder gerade umgezogen und recht sauer deshalb. Laura ist so sauer, das sie lieber in ihrer selbstgebauten Karton-Rackete auf der Dachterasse übernachten will, als in ihrem neuen Zimmer. Tommy, ihr jüngerer Bruder, fragt nun, ob er auch in dieser Rakete schlafen kann. Lauras Antwort „Da gibt es nicht genug Sauerstoff“. Tommy geht daraufhin verärgert die Treppe hinunter ins Wohnzimmer (ist eine 2 Etagenwohnung) und geht dabei recht rabiat mit seinem Spielzeug „Beschützmichhund“ um. Als der Papa das sieht, fragt er nur „geht man denn so mit seinem allerbesten Freund um? Was ist denn los?“. Die Antwort von Tommy: „Der Sauertopf ist alle!“.

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1, 2, 3

30. April 2010 Schmidtie Keine Kommentare

(c) Cornerstone / pixelio.de

Wenn ich über unsere kleine Maus berichte, dann meistens über die schönen Seiten des Lebens mit ihr. Aber es gibt natürlich auch die unschönen und anstrengenden. Nämlich dann, wenn sie meint besonders viel Zicke oder Bock zu zeigen oder aber uns einfach komplett ignoriert.

Jedem Elternteil sollte (ist es aber leider nicht) klar sein, das ein Kind kein persönlicher Sklave ist, welches nur rumkommandiert werden kann. Vielmehr ist ein Kind genauso zu respektieren und zu behandeln, wie man es für sich selbst auch wünscht. Sicherlich muss es an vielen Stellen ein paar Grenzen geben, aber vom Prinzip her sollte man dem Kind schon zeigen, das es in der familiären Gemeinschaft auch was zu sagen und zu entscheiden hat, sich aber auch hier und da anpassen muss.

Ich bekomme oftmals leichte Magenschmerzen, wenn (insbesondere die Großeltern) immer wieder (aber mit einem lieben Unterton!) Xenia „befehlen“ etwas zu machen.

  • Sing mal!
  • Setz Dich da mal hin!
  • Komm mal her!
  • Schmeiß das mal in in den Mülleimer!

Klingt in Euren Augen nicht sonderlich schlimm? Ich würde das so formulieren:

  • Willst Du uns nicht mal was singen? Du kannst das doch so schön!
  • Könntest Du Dich mal bitte da hinsetzen, ich möchte …?
  • Kannst Du bitte mal herkommen?
  • Bist Du so lieb und schmeißt das mal weg?

und hinterher natürlich immer ein „Danke:) .

Ich persönlich finde das deutlich angenehmer. Mir ist schon klar dass die Großeltern ihre Enkelin abgöttisch lieben und auch respektieren. Und auch die Stimme hat bei solchen oben aufgeführten Sätzen bei weitem keinen Befehlston, aber ich finde, man könnte es dennoch etwas höflicher formulieren.

Spannend wird es allerdings dann, wenn sie der Bitte nicht nachkommt. Hier muss man jetzt erst mal den Kontext betrachten.

Will sie nicht singen, dann ist das zu respektieren. Ich würde da dann auch nicht mehr allzu häufig nachfragen … dann macht sie es ja erst recht nicht, weil so was nervt.

Will sie aber bspw. nicht zum Zähneputzen kommen („Kommst Du bitte zum Zähne putzen“ -> „Nein!“), dann ist es schon was anderes.

Ab hier fängt eine Reaktionskette an, die, abhängig von den Aktionen von Xenia, immer länger wird.

  1. Nochmalige Bitte, allerdings schon mit leicht deutlicherem O-Ton.
  2. Wie erstens, aber noch direkter ausgesprochen.
  3. Erklärungsversuch, warum das gerade so wichtig ist und JETZT sein muss.
  4. Jetzt kommt der Satz als „Befehl“ (nicht mehr als Bitte) und deutlich direkter.
  5. Analyse, warum sie nicht kommen mag:
    1. Spielt sie mit etwas und mag sich nicht losreisen → Kompromiss aushandeln. Zumeist hilft etwas in der Art „Einmal noch“ (einmal Schaukeln, einmal puzzeln etc.) → hilft Kompromiss nicht, Androhung von Konsequenzen (Schaukel abbauen, Puzzle weglegen), aber mit nochmaliger Erklärung warum → hilft das nicht: Durchziehen dieser Konsequenz und schweren Herzens auch mal das tragische Weinen über sich ergehen lassen.
    2. Rennt sie nur irgendwie hin und her oder druckst nur so rum, geht die Kette gleich mit der Androhung der Konsequenz weiter.
  6. Hilft das nicht, kommt die Frage „Muss ich denn erst böse werden?“ mit einem herzlich-traurigen Unterton.
  7. Hilft das auch nicht, gibt es meinen Lieblingssatz „Wenn ich bis 3 gezählt habe und Du …, dann …“ mit ebenfalls der Androhung einer Konsequenz.
  8. Bis 3 zählen.
  9. Schnell und abrupt und für Xenia hörbar aufstehen und mit leicht schnellerem Schritt (nicht rennen!) zu ihr „stampfen“.

Insbesondere Punkt 9 hört sich etwas rabiat an … aber ich versichere

  1. kommt es eher selten vor und
  2. komme ich gar nicht bis zu ihr … sie macht dann schon das, worum es gerade ging.

Körperliche Gewalt gab es nie und wird es auch nie geben!

Wir versuchen ihr dann natürlich noch mal alles in Ruhe zu erklären, bzgl. dem wieso, weshalb und warum.

Ist oftmals gar nicht so einfach, aber ich denke, wir machen das ganz gut :D

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Entzug II

19. April 2010 Schmidtie Keine Kommentare

Eigentlich wollte ich schon längst mal schreiben, wie das mit dem Tausch von Xenias Nuckel beim Osterhasen gelaufen ist.
Nun gibt es aber eine neue Entwicklung, so dass es zeitlich jetzt doch besser passt.

Vorweg als Info: Die 4 Tage nach Ostern hatte der KiGa geschlossen und Xenia war mit mir komplett zu Hause. Ferien sozusagen :)

Wir haben uns das so schön ausgemalt, aber mit den Konsequenzen nicht gerechnet. Wir haben viel mit Xenia geredet, viel probiert, viel gelesen und haben auch ein Endergebnis.

Der Reihe nach:

Wie schon erwähnt, war diese Nuckelentwöhnung kein kalter Entzug, sondern lange vorbereitet. Wir haben Xenia immer wieder gesagt was passieren wird und gefragt, ob sie einverstanden ist. Sie bestätigte uns das auch immer wieder. Wir waren guter Hoffnung.

Meine Frau hatte am Ostersamstagabend den Nuckel aus dem KiGa an ein schönes rotes Schleifenband gebunden. Am Sonntagmorgen wurde dann der heimische Nachtnuckel zusammen mit Xenia dort auch noch fest geschnürt.

Beide Nuckel hingen dann bis zur Abfahrt zum Osterhasen an der Wohnungstür … damit sie auch gar nicht vergessen werden. Xenia nutzte nun jede Minute bis zur Fahrt um an beiden Nuckeln abwechselnd noch mal ordentlich zu saugen … während die Dinger aber noch an der Türklinke der Wohnungstür hingen! Wir haben sie das auch machen lassen … ist halt ihre Art eines Abschiedsrituals.

Im Garten meiner Schwester (wo auch der Osterhase erscheinen sollte) wurden dann die Nuckel von Xenia in ihrem Osterkörbchen von ihr selbst in den Garten gestellt. Danach ging es erst mal zu der dort jährlich stattfindenden Kleintierschau.

Kaum zurück, ging das Suchen auch schon los … die Nuckel waren natürlich nicht mehr im Körbchen.

Alles schien in Ordnung zu sein … bis es nach dem Mittagessen zum Schlafen gehen sollte. Obwohl von Xenia die Frage „möchtest Du Mittagsschlaf machen“ bejaht wurde und sie auch ganz freiwillig Richtung Bett ging, hat sie dann im Bett erst mal kräftig losgeweint. Traurig, aber eine natürliche Reaktion. Es war auch möglich sie recht schnell zu beruhigen … denn sie selbst sagte ja auch immer, dass sie die Nuckel gegen ihre Geschenke eingetauscht hatte. Irgendwann akzeptierte sie das auch. Nur schlafen, das wollte sie plötzlich nicht mehr.

Wir haben sie an diesem Tag 3x gefragt, ob sie nicht doch Schlafen gehen möchte. 3x hat sie dies bejaht und ist mit meiner Frau oder mir Richtung Bett gelaufen. 3x hat sie dann im Bett nur rumgealbert und –getobt. Sie wollte partout nicht schlafen. Also haben wir die Versuche abgebrochen.

Am Abend zeigte sie dann auch entsprechend, das ihr der Schlaf fehlte … sie drehte richtig auf und war kaum zu bändigen. Erst auf der halbstündigen Heimfahrt ist sie im Auto eingeschlafen.

Leider blieb das kein Einzelfall. Auch die nächsten Tage machte sie kein Mittagschlaf mehr und war am Abend komplett hyperaktiv. Sie ließ sich nicht mal mehr zum Nachtschlaf überreden.

Angesagt war: Hüpfen im Bett, verlangen nach etwas zu Trinken, noch mal ein Lied (und noch eins und noch eins und noch eins…), noch mal was zu trinken, noch mal kuscheln etc. Wir haben verschiedenste Dinge probiert. Nichts hat geholfen, selbst das mit ihr ins Bett gehen. Vor halb/um 10 war an Einschlafen ihrerseits nicht zu denken.

Es spitzte sich sogar noch zu, denn nicht nur, dass sie mittags gar nicht geschlafen hat und abends erst so spät, sie war ja dennoch immer sehr früh (spätestens halb 7) wach. Irgendwo fehlte der Schlaf.

Noch ein Zacken schlimmer wurde es aber erst, als es wieder in den KiGa ging. Hier hat sie erstaunlicherweise Mittagschlaf gemacht. Gruppenzwang? Ich weiß es nicht. Und, obwohl sie nun wieder zu ihrer Mittagsruhe gekommen ist, wurde es abends nicht besser. Es war sogar so schlimm, dass sie nun alleine aufgestanden ist und auf leisen Sohlen in der Wohnung rumspazierte.

Auch ihr Verhalten tagsüber hat sich verändert. Einerseits hatte sie plötzlich im KiGa morgens Ängste verlassen zu werden (am Freitag hatte sie sogar deswegen angefangen zu weinen … wie bei der Eingewöhnung), andererseits gab sie sich zu Hause sich so richtig zickig und bockig. Es war ein einziger K(r)ampf. Die Finger (und ab und auch die Daumen) verschwanden auch immer wieder im Mund.

Tja, und nun? Seit gestern Mittag (und nun alle bitte laut sagen: „INKOSEQUENT“ und dabei den Kopf schütteln nicht vergessen) hat sie einen Nuckel wieder (nur zum Einschlafen).

Warum? Ich habe mal im Internet nach diesem Problem recherchiert. Und wir stehen da gar nicht mal so alleine dar. Viele Eltern haben von ganz ähnlichen Verhaltensweisen geschrieben. Grundtenor war dann immer: Entwöhnung war zu früh. Stichwort ist „Übergangsobjekt“. Insbesondere bei www.rund-ums-baby.de konnte man gut nachlesen, was der Nuckel damit zu tun hat und warum das durchaus bis zum 4. Lebensjahr so gehen kann.

Wir haben etwas überlegt. Es stimmt, uns Eltern stört so ein Nuckel. Schon weil man Nuckel eher mit Baby’s in Verbindung bringt, als mit Kleinkindern. Genau das haben wir Xenia versucht einzureden. Sie scheint aber noch nicht reif genug zu sein. Sie hat es zwar via Worte akzeptiert die Dinger loszuwerden, zeigte uns aber an ihrem Verhalten das sie eben psychisch noch nicht so weit ist. Und da sie den Nuckel ja wirklich nur zum Einschlafen benötigt (und sonst nicht) und sie keine Probleme mit dem Kiefer hat (und bekommen soll -> medizinischer Nuckel -> besser als Daumen) haben wir ihr einen wieder zurück gegeben … bzw. hat der Osterhase das gemacht. Aber auch nur mit der Bedingung, das er nur zum Schlafen genutzt wird.

Gestern Mittag und Abend verlief auch schlagartig anders … mal sehen ob sich auch das Tagesverhalten wieder verändert und unsere Kleine wieder etwas ausgeglichener wird.

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„Zu Ostern nur kleine Geschenke“

7. April 2010 Schmidtie 1 Kommentar

„Zu Ostern nur kleine Geschenke“

So kenne ich das noch. Ostern ist ein „kleines“ Fest, bei dem es eben nur kleine Geschenke vom Osterhasen gibt … ein Buch / eine CD / ein kleines Spiel und ein paar Süßigkeiten.

Xenia hat letztes Jahr zu Ostern ein, für ihr Alter entsprechendes, Dreirad bekommen.

Dieses Jahr eine Baby Born Puppe, dazu ein Puppenwagen, ein Laufrad, 2 CDs, ein kleines Puzzle und auch Süßigkeiten. Also jede Menge und weit weg von „kleines“ Geschenk.

Warum? Man könnte jetzt sagen: „Weil sie so viele spendable Verwandte hat“ … das wäre aber etwas zu einfach, denn Spendabel hin und her, wir Eltern hätten dem ja ein Riegel vor schieben können.

Tatsächlich ist es sogar so, dass wir das forciert haben, dass unsere Kleine diese Dinge bekommt.

Es liegt einfach an ihrem Alter, ihrer Entwicklung, der Tatsache dass sie Mitte November Geburtstag hat und ca. einen Monat später schon Weihnachten ist und danach erst mal nichts kommt.

Durch ihre fortwährende Entwicklung ist im Herbst noch nicht absehbar, für was sie sich im Frühling und Sommer interessieren wird. Im Herbst hatte sie Spaß an größeren zweiteiligen Puzzeln … jetzt kann sie schon deutlich mehr teile „vertragen“.

Erst nach dem letzten Weihnachtsfest war auch klar: Sie interessiert sich für Pupen und braucht eine Ablösung des Dreirades. Zwischendurch soll es solche Geschenke aber möglichst nicht geben, aber den ganzen Sommer deshalb auf so was verzichten um bis zu ihrem nächsten Geburtstag zu warten?

Nö, das ist nicht akzeptabel. Ostern ist prädestiniert für alle Herbstkinder für solche Geschenke.

Außerdem hat sie sich zu Ostern von ihren letzten beiden Nuckeln getrennt und dafür auch eine extra große Belohnung verdient :D

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