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Geocaching III

29. April 2009 Schmidtie 2 Kommentare

Hier nun mein Bericht bezüglich Geocaching und iPhone.

Um mein Fazit gleich vorne Weg zu nehmen: Das iPhone als alleiniges Gerät fürs Geocachen ist aus meiner Sicht eine Katastrophe und geht gar nicht. Als Hilfsmittel, um möglichst papierlos zu arbeiten, ist es allerdings sehr gut geeignet.

Das größte Problem am iPhone ist seine Akkulaufzeit. Wer das Gerät schon mal längere Zeit am Stück in Betrieb hatte weiß, das der Akku schnell leer ist. UMTS, WiFi, GPS Chip und nicht zuletzt die Hintergrundbeleuchtung saugen kräftig. Deshalb war meine Vorstellung auch, so viel wie Möglich abzuschalten um Strom zu sparen. Der Einstellungsdialog vom iPhone bietet mir hier die Möglichkeit das Telefon in den so genannten “Flugmodus” zu versetzen, den “Ortungsdienst” zu deaktivieren und die WiFi Funktion auszuschalten.

Der Flugmodus nimmt das Telefon vom Netz (kein telefonieren und kein Datentransfer über UMTS/EDGE mehr möglich) und deaktiviert viele Funktionen. Bisher habe ich diese Funktion daheim am Abend benutzt. WiFi, wenn aktiviert, funktionierte auch noch im Flugmodus und so kann ich bequem vom Sofa aus im Internet surfen aber dank Flugmodus Akku sparen. Das wollte ich auch unterwegs nutzen, denn ich habe in meiner Naivität geglaubt, das ich im Flugmodus nicht nur das WiFi extra ein- und ausschalten kann, sondern auch den “Ortungsdienst” und damit den GPS-Chip. Mein Vorhaben war also: Telefon in den Flugmodus (um UMTS/GSM abzuschalten), WiFi aus (habe ich unterwegs nicht), Ortungsdienst an (damit ich GPS nutzen kann) und alle Daten und Karten offline nutzbar machen.

Der andere Gedanke war, das ich zwar eine Datenflatrate habe, die Verbindung aber nach einem gewissen Verbrauch im Monat gedrosselt wird. Ich wollte vermeiden das durch ständiges Nachladen von Kartenmaterial aus dem Internet der Datenverbrauch so in die Höhe schießt, dass ich an dieses Limit ran komme. Mal ganz davon abgesehen das ich ja gar nicht abschätzen konnte, ob ich immer und überall guten Netzempfang habe (Funkloch).

Das erste Problem, welches auftauchte, war, das im Flugmodus der GPS-Chip deaktiviert wird und damit nicht zur Verfügung steht. Ich durfte also das Telefon gar nicht in den Flugmodus bringen … sonst funktionierte das Navigieren nicht mehr.

Etwas ärgerlich, aber kein Hindernis. Die UMTS Funktionalität lässt sich extra deaktivieren … das Problem ist nur, das dann automatisch EDGE über das GSM Netz benutzt wird. Also musste auch die EDGE Funktionalität ausgeschaltet werden. Das bringt zwar keinen Vorteil bzgl. Akku, sehr wohl aber verhindert es den Datentransfer über das Handynetz.

EDGE zu deaktivieren funktioniert aber nur, wenn man das Telefon gejailbreakt hat. Ich gebe zu, das habe ich schon vor einiger Zeit getan, insofern war es recht einfach EDGE zu deaktivieren.

Die Daten und Karten offline verfügbar zu machen war auch kein Problem, aber darauf gehe ich ein, wenn ich die von mir benutzten Programme vorstelle:

Geocaching der Groundspeak Inc. (App-Store)

Die Seite geocaching.com ist eine der größten Cache-Datenbanken weltweit. Hier kann man nach Caches suchen und sich die Beschreibungen, Koordinaten, Hinweise und Logbucheinträge durchlesen. Die Software “Geocaching” greift nun auf diese Datenbank zu. Man kann mittels iPhone nach Caches suchen (auch mit Hilfe des gerade aktuellen Standortes!) und sich genau diese Beschreibungen etc. anschauen.

Das schöne ist, das man sich die Beschreibungen zu den Caches offline verfügbar machen kann und somit die Informationen schnell griffbereit hat. Also genau das, was ich brauchte :)

Die Software bietet auch eine integrierte Navigationsmöglichkeit … über Kartenmaterial des Projektes “OpenStreetMap” oder über einen Kompass (der natürlich nur GPS basiert arbeitet). Leider lassen sich die Karten nicht zwecks Offline-Nutzung speichern … um die Navigation ordentlich zu nutzen muss also eine dauerhafte Datenanbindung her. Das ist der größte Nachteil.

Der Kompass ist manchmal zu gebrauchen da er bei Bewegung steht’s die Richtung,, in die man laufen muss, ordentlich anzeigt. Er richtet sich auch anhand der Laufrichtung selbständig aus (man muss also nicht wissen wo Norden ist) … allerdings: Läuft man in die Nähe eines Caches etwas langsamer, so “springt” der Kompass nur hin und her, da er bei Unterschreitung einer bestimmte Geschwindigkeit die Richtung nicht mehr errechnen kann.

Mit dieser Software ist es leider auch nicht möglich, MultiCaches ordentlich zu verwalten. Hier kommt man um andere Software oder Stift und Papier nicht drum rum.

GCBuddy von BtStSoft (App-Store)

GCBuddy springt genau da ein, wo Geocaching aufhört. Mit GCBuddy lassen sich alle Arten von Caches … also auch MultiCaches … verwalten. Hier können Formeln verwaltet und Notizen gespeichert werden, was allerdings sehr umständlich ist, da die Caches manuell gepflegt werden müssen. Eine Übernahme aus der großen Datenbank von geocaching.com ist nicht möglich. Auch eine Bearbeitung am PC um dann die Daten in GCBuddy zu importieren habe ich nicht gefunden. Also sucht man sich erst die Daten mit Geocaching raus um sie offline zu speichern und überträgt dann händisch Stück für Stück ein paar Daten in GCBuddy … doppelte Datenerfassung sozusagen. Ich habe mir nicht die Mühe gemacht auch noch die Cachebeschreibungen zu übertragen, sondern nur die grundlegenden Daten.

Spannend ist, sollte man mit dem Auto geocachen sein, das man sich die Parkposition an Hand der aktuellen GPS Daten speichern kann. So findet man das Auto bestimmt wieder :lol:

GCBuddy bietet eine Schnittstelle zu 3 anderen Programmen, mit denen dann die Navigation möglich ist.

iGCT (Geocaching Toolkit) von BtStSoft (App-Store)

Dieses Toolkit haben wir bei unserer ersten Tour nicht benötigt. Letztendlich ist es eine Hilfe vor Ort und vor allem für Caches welche mit Rätseln und Aufgaben versehen ist. Ich will jetzt nicht näher drauf eingehen … wer wissen will, was es alles kann, darf gerne im iTunes-App-Store danach suchen :)

MotionX-GPS-Lite von MotionX (App-Store)

Diese Anwendung ist vielfältig einsetzbar. Nebst zu definierenden Wegpunkten und einem Kompass besitzt es auch eine kleine Navilösung mittels Kartenmaterial. Auch hier ist es leider so das a) der Kompass sich zwar beim gehen so anpasst, das man immer weiß wo Norden ist, allerdings eben auch keine korrekten Daten angeben kann, wenn man eine gewisse Geschwindigkeit unterschreitet und b) das Kartenmaterial nicht offline zur Verfügung gestellt werden kann. Damit ist dieses Programm auch nur bedingt geeignet.

Geopher Lite von Geopher Tools (App-Store)

Diese Anwendung stellt nur einen Kompass dar. Mehr nicht. Ich muss zugeben dass dieser Kompass mich am meisten enttäuscht hat. Nicht nur das er sich bei Bewegung nicht anpasst und man dadurch das Gerät immer Richtung Norden ausrichten muss um die richtige Laufrichtung zu erkennen (hier muss also ein echter Kompass mitgeführt werden), es vergisst beim Beenden auch die zuletzt eingegebenen Koordinaten … und manchmal muss man das Programm kurzzeitig beenden um eines der anderen zu starten.

Geopher Lite ist im Übrigen eines der Programme, zu dem GCBuddy eine Schnittstelle hat … das Programm wird dann aus GCBuddy heraus mit den Koordinaten gefüttert.

OfflineMaps (Cydia)

Wie der Name schon sagt, kann man hiermit Karten offline zur Verfügung stellen … das aber auch nur über einen Umweg und es stellt die Karten nicht selbst dar, sondern füttert damit die auf dem iPhone installierte “Karten” Anwendung.

Die Karten selbst stellt man zuerst mit einem speziellen Javabasierten Programm auf dem PC zusammen, kopiert sie dann auf das iPhone (bspw. über den iPhoneBrowser) und kann dann mittels OfflineMaps diese Karten “aktivieren”.

Und das funktioniert sogar sehr gut. Schaltet man beim iPhone alles ab, was irgendwie eine Datenanbindung nach draußen anbietet, so kann man durch OfflineMaps dennoch in den Karten navigieren und zoomen.

Eigentlich toll … aber nur eigentlich, denn was nützt einem eine Offlinekarte mit der man nicht an Hand von Suchkriterien navigieren kann? Und genau hier ist das Problem. Versucht man nun einen Ort bspw. mit den vom Cache bekannten Koordinaten zu finden, meldet das Programm nur “Verbindung zum Internet konnte nicht hergestellt werden.” Suuuupper.

xGPS (Cydia)

xGPS ist eine Navigationsanwendung mit der man eine erste richtige Navigation mit Sprachausgabe etc. vorliegen hat. Die Anwendung nutzt ebenfalls das Kartenmaterial von Google und auch hier ist es möglich dieses Material offline zur Verfügung zu stellen. Und leider ist es auch hier so, das eine Navigation nur mit einer aktiven Internetverbindung funktioniert :( .

Trails von Felix Lamouroux (App-Store)

Trails wirbt mit “… EINZIGES APP, das es Ihnen erlaubt Pfade AUFZUZEICHNEN, ZU EXPORTIEREN UND ZU IMPORTIEREN …”. Das hab ich jetzt nicht geprüft, spannend waren aber folgende Merkmale: “… OpenStreetMap Karten … Offline-Karten …”.Es war gar nicht schwer die Karten direkt am iPhone offline verfügbar zu machen. Das Blöde ist nur, dass ich zwar Pfade aufzeichnen aber keine Wegpunkte manuell setzen kann um dann dahin zu navigieren. Genau das ist aber das, was benötigt wird. Die einzige Möglichkeit Wegpunkte manuell zu setzen ist, einen Pfad am PC zu erstellen und diesen dann zu importieren. Das funktioniert aber nur, wenn ich vor einer Tour genau weiß wohin ich will. Spätestens wenn aber ein Multicache ins Spiel kommt oder man spontan cachen möchte bringt einem das nichts mehr.

Ihr seht, nicht wirklich das Ware. Ohne aktiver Internetverbindung keine Navigation möglich. Mit Verbindung steigt aber der Datenverbrauch und der Akku ist schneller alle. Außerdem ist man ständig dabei die Anwendungen zu beenden und die nächste zu starten, da es ja leider keine eierlegende Wollmilchsau-Anwendung gibt die alles kann und dem iPhone Multitasking fehlt. Das ist dann mit Wartezeit verbunden, da die Anwendungen ja auch nicht super schnell starten.

Was ich noch nicht erwähnt habe ist, das sowohl OfflineMaps als auch xGPS die Google-Straßenkarten verwenden. Straßenkarten sind aber für eine Wanderung in der Botanik nicht geeignet … hier müssen topografische Karten her. xGPS kann zwar auch mit diesen arbeiten, aber auch nur mit denen, die Google zur Verfügung stellt … und die sind nicht sehr gut. Sehr gut sind allerdings die des OpenStreetMap Projektes (zumindest für die Gegend, in der wir unterwegs waren) und da wäre ja die Geocaching Software selbst prädestiniert (nur offline fehlt hier halt) oder Trails (bei dem man leider keine Wegpunkte manuell setzen kann).

Am besten war dann tatsächlich das GPS-Gerät von Garmin, welches wir bei hatten … schon weil hier auch ein elektronischer Kompass bei ist, der eben auch ohne Bewegung weiß wo Norden ist! Das Kartenmaterial war auch sehr gut und dank normaler Batterien hätten wir ggf. auch schnell ne neue Stromquelle da gehabt.

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Geocaching II

28. April 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Nach dem ersten Fund war die Begeisterung natürlich wieder da, so dass auch der nächste Cache (an einer Kirche) schnell gefunden wurde. Er lag unter ein paar Steinen die ein kleines Beet abgrenzten.

Nun Stand unser erstes MultiCache auf dem Plan. Wie das Wort “Multi” schon vermuten lässt reicht es hier nicht, sich anhand der veröffentlichten Koordinaten zu orientieren um den Cache zu finden. Vielmehr stellen diese Koordinaten einen Startpunkt dar, von dem aus über verschiedene Zwischenstationen der Schatz gefunden werden muss. Es gibt verschiedene Ansätze einen solchen MultiCache aufzubauen … in unserem Falle war es so, das wir am Startpunkt an Hand einer dort zu findenden 4-stelligen Zahl und einer im Internet veröffentlichten Formel die Koordinaten des ersten Zwischenstops errechnen mussten um da dann die Koordinaten des zweiten zu finden usw. Insgesamt sollten es 7 Stationen werden.

Die vierstellige Zahl war schnell gefunden und dank iPhone und einer Software, bei der ich die Formel schon hinterlegen konnte, waren die Koordinaten des ersten Zwischenpunktes schnell errechnet.

An diesem ersten Zwischenpunkt brauchten wir auch nicht all zu lange um eine Filmdose mit den Koordinaten zu finden. Sie war in einem größeren Astloch eines Baumes versteckt.

Doch schon am nächsten Zwischenpunkt verzweifelten wir. Es gab an den Koordinaten eine Art Felswand aus Feldsteinen. Zwischen den Steinen gab es immer wieder Lücken die mit Hilfe kleiner Feldsteine ausgefüllt wurden. Viele dieser kleinen Steine waren lose und ließen sich schnell entfernen. Und genau dahinter haben wir (mit Hilfe eines Einweghandschuhes) gesucht … und gesucht … und gesucht … und gesucht … aber nichts gefunden :(

Ich weiß nicht wie lange wir da waren, aber irgendwann haben wir aufgegeben. Man weiß ja leider nicht ob das Gesuchte überhaupt noch da liegt oder man an ganz falscher Stelle sucht. Wie dem auch sei, wir haben diesen Cache dann abgebrochen und uns auf die Suche nach dem nächsten gemacht … wieder einem Einfachen.

Um es kurz zu machen: Auch diesen und unseren letzten haben wir nicht gefunden. Ich weiß nicht woran es lag das wir nur 2 ¼ von insgesamt 5 gesuchten Caches gefunden hatten (zu wenige Erfahrungen? keine Phantasie? ungeübter Umgang mit dem GPS?), auf jeden Fall hatten wir hier unsere Tour da dann abgebrochen. Es war irgendwas nach 15 Uhr und wir hatten ja noch den Rückweg vor uns.

Aber unabhängig der schlechten Quote, Spaß hat es uns gemacht. Nicht nur, das wir wirklich eine sehr schöne Gegend kennengelernt haben, man hatte ja auch immer ein Ziel vor Augen und das Wetter war einfach bombastisch gut.

Auf dem Heimweg sind wir noch zu einem Italiener eingekehrt, was geschmacklich leider keine gute Entscheidung war. Um 17 Uhr rum war ich dann auch endlich zu Hause.

Im Nachhinein finde ich es erstaunlich, wie eine solche Tour schlauchen kann … ich war an dem Abend so müde, das ich gleich auf der Couch eingepennt bin :)

Der nächste Artikel befasst sich dann mit Geocaching und iPhone.

Bis dahin…

to be continued…

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Geocaching I

27. April 2009 Schmidtie 3 Kommentare

Na, wie war euer Wochenende? Meines war super … und das nicht nur weil meine Frau samt Kind vom Samstag bis Sonntag bei meinen Schwiegereltern war und ich sturmfreie Bude hatte, nein, auch weil ich mit einem neuen Hobby begonnen habe … dem Geocaching.

Viele kennen das sicher, aber für diejenigen, die mit dem Begriff so gar nichts anfangen können, hier eine kurze Erklärung:

Geocaching ist eine moderne Art der Schatzsuche. Leute wie du und ich (die auch Spaß an diesem Hobby haben) verstecken in der freien Natur kleine und große Döschen bzw. Schachteln, veröffentlichen den Standort und geben den Schatz damit zur Suche frei. Dabei geht es weniger darum wertvolle “Schätze” zu heben, sondern mehr um den Spaß am Suchen und Finden. Kleine Caches (so werden die “Schätze” genannt) haben oftmals nur ein kleines Logbuch enthalten, in dem man sich einträgt. Größere können aber durchaus auch ein paar mehr oder weniger interessante Tauschgegenstände beinhalten … wobei tauschen niemals Pflicht ist. Klar sollte aber jedem sein, das es aller Wahrscheinlichkeit nach keine wertvollen Dinge sein werden.

Das Spannende ist aber eigentlich die Tatsache, dass der Standort in erster Linie nur mittels Koordinaten bekannt gegeben wird. Das bedeutet, man sucht den Schatz mit modernen GPS-Empfängern welche man mit diesen Koordinaten füttern kann. Danach navigiert man erst an Hand von Kartenmaterial in die Nähe um dann mit dem GPS den genauen Standort zu finden. Das Suchen vor Ort (also wo der Cache dann genau versteckt ist) bleibt natürlich nicht aus. Im Idealfall hat das GPS auch digitales Kartenmaterial gespeichert, so dass man für die komplette Navigation dieses Gerät verwenden kann.

Welche Arten von Caches es gibt, welche Besonderheiten Bestandteil eines solchen Caches sein können und was man so alles zu beachten hat, darauf will ich hier nicht eingehen … dazu findet ihr am Ende eine kleine Linkübersicht über die man sich dann genauer informieren kann.

Ich will schreiben wie es für mich bzw. uns als Anfänger auf dieser ersten Tour so war. Da ich zu einigen Caches etwas detaillierter werden will, werde ich nicht erwähnen, wo gesucht wurde. Begleitet hat mich eine gute Freundin der es offensichtlich auch Spaß gemacht hatte. Wir werden das also definitiv wiederholen.

Bevor ich richtig anfange will ich noch ein paar Anmerkungen machen.

Vorrangiges Ziel von mir war, die vorhandene Technik verwenden zu können. Das iPhone 3G welches ich besitze hat ja einen GPS Empfänger integriert. Auf einigen Seiten im Netz haben andere iPhone Besitzer schon geschrieben dass es mit dem iPhone und ein wenig Software durchaus funktionieren kann. Ich habe auch einiges an Software installiert und mich damit vorbereitet. Da im Netz aber auch immer wieder zu lesen ist, das man um ein richtiges GPS-Outdoor-Gerät nicht herum kommen würde (da mit dem iPhone zu ungenau), habe ich mir das Garmin 60csx von meinem Chef geborgt. Wir sind also mit beiden Geräten losgezogen um mal vergleichen zu können. Das Fazit werde ich aber in einem anderen Artikel veröffentlichen, denn ich möchte hierbei auch gleich auf die Programme des iPhone näher eingehen.

OK, los geht’s.

Treffpunkt war 10:00 Uhr. Ich hatte am Tag zuvor eine Liste von 12 Caches rausgesucht. Bis auf 2 alles Einfache und alle mehr oder weniger auf einer Route, so dass wir im Idealfall nicht ständig hin und her hätten laufen müssen. Die Reihenfolge habe ich mit Hilfe von GoogleMaps festgelegt. Hier konnte man schön nach den Koordinaten suchen um in etwa abschätzen zu können, wo das Zielgebiet eigentlich liegt.

12 hört sich jetzt viel an, aber ich hatte auch so gar keine Vorstellung wie zeitintensiv die Suche sein könnte. Letztendlich waren wir ja auch nicht verpflichtet alle 12 zu schaffen. Haben wir auch nicht.

Nachdem die beiden Geräte auf das erste Ziel geeicht waren machten wir uns los … zu Fuß. Wir sind im übrigen die ganze Strecke zu Fuß … das war im Nachhinein ein sehr schmerzhafte Erfahrung, da ich wohl doch mit den falschen Schuhen unterwegs war.

Am ersten Punkt angekommen ging es schon merkwürdig los. Wo genau könnte hier was versteckt sein? Und warum zeigen die GPS Geräte meistens etwas andere Werte an? Schlimmer war eigentlich noch, dass hier alle Naselang jemand vorbei kam. Das ist etwas, worauf man als Geocacher achten sollte: Den Schatz erst heben, wenn kein anderer in der Nähe ist, der das beobachten könnte. Das hat einfach den Hintergrund, das vermieden werden soll, das Leute, die dieses Hobby nicht betreiben, aus Neugierde den Schatz ebenfalls heben und ggf. zerstören oder mitnehmen. Dann wäre er für die Nächsten ja nicht mehr auffindbar.

Wir stocherten also sehr hilflos rum und fanden einfach nichts. Das Gelände war zu groß und wir hatten so gar keine Phantasie. Nachdem wir dann auch noch von einer Frau von einer Bank aus beobachtet wurden und später noch ein älteres Pärchen kam und meinte da mal pausieren zu müssen, haben wir die Suche nach diesem ersten Schatz abgebrochen. In der Nähe war im Übrigen noch ein Gewässer, und auf diesem schwamm eine silberne Filmdose … nicht zu erreichen für uns. Eine Mutter, die mit ihrem Kind vorbeikam, meinte nur “schau mal, jetzt ist das Wasser wieder da”. Wir überlegten, ob evtl. zuvor das Gewässer aufgrund der vielen Sonne ausgetrocknet war und nun, da es wieder gefüllt war, die Dose abgetrieben war und den eigentlich Cache darstellte.

Egal, wir wollten weiter und hatten uns auf die Suche nach dem zweiten Cache gemacht. Dort angekommen waren wir irgendwie schon verwundert. Lt. beiden Navis sollte sich der Cache auf einem flachen nichtssagenden Stück Land befinden … also da, wo nach unserer Ansicht hätte gar nichts versteckt werden können. Ein paar Meter weiter wiederum wimmelte es aber von Bäumen und Sträuchern. Also haben wir instinktiv erst mal da gesucht … aber nichts gefunden. Da ich meistens ein sehr ungeduldiger Mensch bin, war ich schon leicht gefrustet. Aber wie sagt ein Kollege von mir zu gerne “Wir müssen noch mal anfangen und strukturiert vorgehen”. Das haben wir dann auch gemacht und haben uns letztendlich auf diese flache Fläche konzentriert.

Plötzlich machte es “klick”. Auf dieser Fläche stand ein etwa kniehoher Pfahl mit an dem Schilder montiert waren ähnlich denen, die für die Feuerwehr aufzeigen, wo die nächste Wasserentnahmestelle ist. Dieser Pfahl … oder viel mehr Rohr … war oben durch eine große Kappe geschützt. Nach entfernen dieser Kappe war er dann zu sehen … der erste Cache!! Was haben wir uns gefreut. Blöd nur, das just in diesem Moment ein Mann mit seinem Hund vorbeispazierte. Also mussten wir wieder warten bevor wir ihn bergen konnten.

Aber auch das Bergen war nicht so trivial. “Magnetisch” gab es als Hinweis im Netz zu diesem Cache zu lesen. Ich hatte auch einen Magneten bei, allerdings nur einen einfache Kühlschrankmagneten, da sich in meinem Haushalt nichts Besseres befand. Mit dem Magneten klappte es auch nicht. Dann gab es in den Log-Einträgen im Netz noch den Hinweis “Stäbchen”. Auch Stäbchen hatte ich bei … allerdings waren die zu kurz. Was nun tun? Ganz einfach: Die Natur hatte doch mehr als genug Material zu bieten … also 2 längere stabile alte Zweige gesucht und schon war der Cache geborgen.

Da es sich hierbei nur um einen kleinen Cache handelte, war auch nicht mehr als ein Logbuch zu finden. Hab mich eingetragen, alles wieder gut verschlossen und wieder da versteckt wo wir ihn gefunden hatten.

Man, was für ein Erfolgserlebnis!

So, da dieser Artikel schon wieder so lang ist, höre ich erst mal auf und schreibe später weiter. Werden es eben insgesamt 3 Artikel. Seid ihr ja schon gewohnt :D

Daher:

to be continued…

Linkliste:

http://de.wikipedia.org/wiki/Geocaching

http://www.geocaching.de/

http://www.geocaching.com/

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