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Artikel Tagged ‘Krankheit’

Augenzähne

10. Juni 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Wem Augenzähne nichts sagt … das sind die oberen Eckzähne. Augenzahn ist ein alter umgangssprachlicher Ausdruck. Man nannte und nennt diese Zähne so, weil die Zahnwurzeln bis fast zu den Augen reichen. Viele Kinder haben bei diesen Zähnen besonders Probleme. Xenia auch.

Bisher war es so, dass sie, wenn Zähne das Zahnfleisch durchbrochen haben, „nur“ Fieber bekam und leicht wehleidig war. So richtig geschrien oder geweint hat sie aber nie.

Am Mittwoch fing es an. Sie hatte abends leichtes Fieber (38,5) und war nicht ganz so gut drauf. Dass es mit den Zähnen zusammenhängen würde, wussten wir da noch nicht.

Am nächsten Morgen schien erst mal alles wieder in Ordnung zu sein, so dass wir die Kleine in den Kindergarten schicken konnten. Es gab auch den Ganzen Donnerstag keinen Anruf vom KiGa, das irgendwas wäre, allerdings verhielt sie sich schon beim Abholen etwas anders als sonst. Sie war sehr anhänglich. Und auch den Nachmittag über war mit ihr wohl nicht viel anzufangen, wie die Oma, die während des Elternabends das Babysitten übernommen hatte, berichtete.

Abends zeigte sie dann was los war. Xenia sagte sehr häufig „Aua“, steckte die ganze Hand in den Mund, kaute genau im Mundwinkel auf ihren Nuckel herum und sabberte etwas mehr als vorher und die Augen tränten. Auch das leichte Fieber war wieder da.

Mitten in der Nacht wurde Xenia vor Schmerzen wach und lies sich kaum beruhigen. Wir haben ihr aus lauter Verzweiflung eine halbe Einzeldosis Ibuprofensaft (Fieber- und Schmerzmittel) gegeben … danach ist sie wieder ein- und hat auch die restliche Nacht über durchgeschlafen.

Freitag früh war wieder alles in Ordnung. Wir schickten sie erst mal wieder in den KiGa. Wie man uns am Nachmittag berichtete, hatte sie sich auch ganz normal verhalten, wollte aber nichts zum Mittag essen. Bereits am Abend hatte sie aber wieder eine Schmerzattacke und kam aus dem Weinen nicht mehr raus.

Das Wochenende war sehr anstrengend und ich habe mich gefragt, ob die Natur diese Situation als Bewährungstest für die Eltern eingerichtet hat. Xenia weinte sehr viel vor Schmerzen, hat so gut wie nichts gegessen und ist nachts immer wieder aufgewacht. Man fühlt sich in solchen Situationen so hilflos. Gerne möchte man ihr helfen, kann es aber kaum. Vor allem trösten war schwierig, da Xenia uns immer weggeschoben hat, wenn wir ankamen um sie zu streicheln.
Zu den Zahnschmerzen kam dann unglücklicherweise noch dazu, dass sie sich oft in die Wange gebissen hat, was natürlich auch äußerst Schmerzhaft ist.
Wir haben ihr ab und an den Schmerzsaft gegeben damit sie wenigstens mal etwas Ruhe hat.

In solchen Situationen recherchiere ich gerne im Internet, wie es anderen Eltern dabei so ergangen ist und was sie getan haben, damit es für alle etwas leichter wird. Geschockt haben mich die Aussagen wie „bei uns dauerte das so 3-4 Wochen“. 3-4 Wochen!! Ahhh, das ist doch nicht war, oder?
Einige Mütter schworen auf Zahnungsgels. Wir hatten aber schon früher gelesen, dass man diese Gels möglichst nicht nehmen sollte, da es reine Betäubungsmittel sind.

Ich bin dennoch mal Samstag in eine Apotheke um mich beraten zu lassen. Letztendlich bestätigte mich der Apotheker sogar. Zudem meinte er, dass diese Gels auch nur eine Wirkdauer von ca. 3 Stunden haben. Da kommt man mit dem Ibuprofen besser.

Zum Glück stellte sich heraus, das es bei uns keine 3-4 Wochen dauern würde. Bereits Montagnachmittag war Xenia deutlich freundlicher drauf. Sie spielte wieder intensiver und hatte am Abend wieder ordentlich gegessen. Auch heute war bisher alles super schön. Manchmal sagt sie zwar noch „Aua“ wenn sie ihren Löffel in den Mund schiebt, aber sie fängt nicht mehr an zu weinen.

Was ich ganz erstaunlich finde ist, wie viel Speichel so ein Kind in solch einer Situation produziert. Der Speichel lief und läuft aus dem Mund wie Wasser aus dem Wasserhahn.

Puh, erst mal scheinen wir es überstanden zu haben.

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Wochenendausflüge II (Neverending Story VII)

25. Mai 2009 Schmidtie 3 Kommentare

Als wir am Sonntagmorgen aufwachten und Xenia auf ihrem Wickeltisch umziehen wollten, waren wir etwas geschockt. Die roten erhabenen kleinen Pusteln vom Samstag waren zu riesigen fast Körper bedeckenden hochroten und sehr warmen Flächen geworden. Das sah richtig schlimm aus … fast wie eine Verbrennung.

Fieber hatte Xenia aber nach wie vor keines und auch sonst schien sie sich relativ wohl zu fühlen.

Wir überlegten zwar erst ob wir den geplanten Ausflug verschieben, entschieden uns aber dann doch zu den Großeltern nach Spandau zu fahren … das Grundstück liegt etwa eine Autostunde von uns entfernt.

Kaum dort angekommen gab es die nächste Merkwürdigkeit: Xenias Hände waren geschwollen. Ich musste unweigerlich an die diversen Comedy-Szenen denken, bei denen auch eine zu stark angeschwollene Hand die Hauptrolle spielte.

Als dann nach dem Mittagsschlaf auch ihre Unterlippe stark und die Augenlieder leicht angeschwollen waren, war der nächste Besuch in einem Krankenhaus fällig. Wer weiß was sonst noch alles passiert wäre. Nachher hätte sie Atemnot bekommen weil ein angeschwollener Hals die Luftröhre quetscht.

Da wir Ortsfremd waren und die Großeltern zwar diverse Krankenhäuser kennen, jedoch nicht wussten, welches davon eine Kindersprechstunde anbietet, habe ich ganz kühn den Notruf (112) angerufen. Ich dachte mir, wenn einer sich mit den Krankenhäusern auskennt, dann die.

Das war meine erste Erfahrung mit der 112. Erst landete ich in einer Warteschleife um dann mit einem anfangs etwas unfreundlichen Mitarbeiter zu sprechen. Die Begrüßung seinerseits war mit einem forschen Ton „Wo ist der Notfall!“. Kein „Guten Tag“ oder „Hallo“. Aber das konnte ich auch gut nachvollziehen … bei einem ernsthaften gesundheitlichen Problem zählt jede Sekunde. Langes Drumherum passt da nicht rein. Da ich aber nicht wollte, dass ein Notarzt extra angerauscht kommt, begann ich zu erklären, was mein Anliegen ist. Ich kam aber nicht sehr weit. Er unterbrach mich schnell und wollte mit einem noch härteren Ton endlich wissen, wohin er einen Rettungswagen schicken soll. Erst ein kurzes „Ich will aber selber in ein Krankenhaus fahren“ lies ihn dann zuhören und helfen. Schlussendlich war er ganz friedlich und nett und hat sogar ein paar Details zu dem Zustand von Xenia nachgefragt. Schließlich verabschiedete er sich mit „gute Besserung“.

Ich bin sehr dankbar darüber ein iPhone zu besitzen. Denn mit diesem Gerät hatte ich eine GPS-Navigation bei und konnte meine Frau zum Krankenhaus lotsen. Blöd nur, das ich bei der Routenplanung „zu Fuß“ ausgewählt hatte ohne es zu merken. Folglich schickte uns die berechnete Route quer durch die Wohngebiete bis wir letztendlich in einer Sackgasse landeten. Fußgänger hätten hier durchaus weiter gekonnt … mit dem Auto wäre es schwierig gewesen durch die eisernen Boller zu fahren.

Letztendlich sind wir aber im Krankhaus angekommen um dort den nächsten Kinderarzt zu besuchen.

Auch hier kam nichts anderes bei raus als das es sich um eine allergische Reaktion handelt. Aber, und das hatte die Ärztin vom Samstag nicht gesagt, diese Reaktion konnte auch von einem viralen Infekt stammen. Das war spannend, denn nun passt der aktuelle Ausschlag in das bisherige Krankenbild.

Aber egal woher solche Reaktion auch kommt, viel machen kann man da nicht … außer der Verabreichung eines Antiallergikums. Und genau das hat er uns verschrieben … leider nicht mitgegeben. Dafür gab er uns die Adressen zweier Apotheken die in Spandau Notdienst hatten.

Und auch hier war ich wieder froh das iPhone zu haben. Die Adressen waren dank Google-Maps und entsprechender Datenanbindung schnell gefunden.

Das Rezept was uns der Kinderarzt mitgab, war ein Privatrezept (Xenia ist aber über meine Frau gesetzlich versichert). Die Apothekerin erzählte mir, dass solche Medikamente erst mal bezahlt werden müssten. Danach kann man beim Hausarzt dieses Rezept gegen ein richtiges tauschen und in der Apotheke das Geld zurück holen. Blöd nur, das wir eben eine Autostunde weit weg wohnen. Und diese Stunde ist auch nur am Wochenende zu schaffen. Unter der Woche dauert es wegen des Berufsverkehrs deutlich länger.

Aber mir waren die Kosten auch egal … das sollte es auch wenn es dem eigenen Kind schlecht geht. Wir können zur Not immer noch versuchen das Rezept direkt bei der Krankenkasse einzureichen.

Das Antiallergikum liegt als Flüssigkeit zum Tropfen vor … 3 x täglich 10 Tropfen war die Verordnung. Am Sonntag durften es durchaus noch 2 x 10 Tropfen werden. So hatten wir Xenia nach Rückkehr zu den Großeltern gleich diese Tropfen verabreicht um bereits ein paar Stunden später eine leichte Besserung zu sehen. Die Ohren waren nicht mehr rot und auch die Gesichtsfarbe wurde heller.

Schon Sonntag kam der Gedanke auf, das Xenia am Montag nicht in den Kindergarten gehen könne. Ich war mir gar nicht so sicher ob es überhaupt nötig ist Xenia wegen der Rötung aus dem Kindergarten zu nehmen. Die Tropfen haben recht schnell angeschlagen und warum sollte es nicht so schnell weg sein wie es gekommen ist? Besondere Bauchschmerzen bereitete mir die Tatsache, dass ich nur noch 3 von 10 Tagen, die man nach SGB V zur Pflege erkrankter Kinder zugestanden bekommt, zur Verfügung hatte.

Ich wollte es am Montagmorgen entscheiden. Je nach dem wie Xenia wirkte und wie schlimm der Ausschlag noch war. Wir bereiteten also Sonntag alles für den Kindergartenbesuch vor.

Am Montag konnte ich bei meiner noch ungewöhnlicherweise schlafenden Tochter schon an den Beinen sehen, das die roten Pusteln noch zahlreich vorhanden waren. Also war doch die Kinderärztin fällig.

Sie zusammen mit einer anderen Kinderärztin in einer Gemeinschaftspraxis. Beide haben die Sprechstunden so verteilt, dass im Grunde ab 8 Uhr bis abends immer jemand da ist. Zudem haben sie sogenannte Akutsprechstunden eingeführt. Unsere Kinderärztin beginnt montags immer erst um 12 … und montags um 12 ist auch ein Block Akutsprechstunde. Was lag da näher auch erst zu 12 dahin zu fahren um gleich mit ihr alles zu besprechen. Immerhin konnte ich so auch gleich nach dem Ergebnis des Allergietests fragen.

So jedenfalls war es gedacht. Als ich dann aber ankam, stand schön gemütlich auf einem Zettel, das unser Kinderärztin gerade im Urlaub ist und deshalb Montag Mittag keine Akutsprechstunde statt findet. Also bin ich rein um mir wenigstens die Arbeitsbefreiung zu holen. Kinderärzte hatte Xenia am Wochenende ja ohnehin genug gesehen.

Die Schwester fragte aber noch mal eindringlich, ob ich nicht doch noch zur Ärztin rein will. Sie schob uns dazwischen.

Nachdem ich vom Wochenende berichtete und auch die Tropfen zeigte sah die Ärztin keinen großen Handlungsbedarf. Die Tropfen sind so lange einzunehmen, bis die Rötungen und Schwellungen komplett verschwunden sind. Sie sagte mir noch, das es durchaus passieren kann, das die Erscheinung der Pusteln fluktuiert … also mal wieder stärker werden und dann wieder weniger. Das war wirklich gut zu wissen.

Nebenbei erwähnte sie, dass der Allergietest selbst ohne Befund ist. Es ist also zu vermuten, dass die Reaktion tatsächlich auf einen viralen Infekt zurück zu führen ist.

Spannend war aber dann der nachfolgende Teil. Sie horchte Xenia noch mal ab und bemerkte, das Xenia wohl einen Infekt haben müsse … sie höre da was. Bingo … das war nämlich der immer noch nicht verschwundene Husten. Der Schnupfen war und ist glücklicherweise seit über einer Woche weg … also da hat Xenia endlich Ruhe … vor dem Husten allerdings nicht.

Ich erzählte ihr, das ja genau dass das Problem seit letzten Herbst ist.

Darauf reagierte sie auch sofort und meinte ebenfalls, dass es Kinder mit einem „empfindlichen Bronchialsystem“ gibt. Sie starte mit uns einen Versuch. Wir haben eine Art Asthmaspray und eine spezielle Inhalationshilfe für kleine Kinder verschrieben bekommen. Morgens und abends sind je zwei Schübe zum inhalieren zu verabreichen. Das ganze 3-4 Wochen am Stück. Das Spray, so die Ärztin, sei zwar für Kinder ab 4 Jahren, wird aber heutzutage bereits an Säuglingen verwendet. Ich solle da keine Befürchtungen haben. Xenia macht diese Inhalationssitzungen erstaunlicherweise auch wunderbar mit. Kann ich nicht meckern. Sie hält meistens still und atmet kontinuierlich. Und was soll ich sagen: der Husten ist schon besser geworden. Wir sind voller Hoffnung :)

Zurück zu der allergischen Reaktion.

Xenia bekam natürlich eine Krankschrift für genau 3 Tage. Also war ich die letzte Woche 3 Tage daheim. Die Tropfen wirkten gut, von Tag zu Tag nahm der Ausschlag ab. Und auch die Fluktuation konnte man gut beobachten. Dienstagabend war beispielsweise fast nichts mehr zu sehen. Mittwoch Früh waren die Beine wieder voll davon um mittags wieder verschwunden zu sein. Donnerstag war den ganzen Tag nichts mehr vorhanden. Also alles gut überstanden.

Wir hoffen nun den Sommer weitestgehend gesund überstehen zu können. Das reicht mit Krankheiten für dieses Jahr.

Sollte sich nicht noch was Gravierendes ergeben, so ist die komplette Artikelserie hiermit abgeschlossen.

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Wochenendausflüge I (Neverending Story VI)

Ich denke, viele kennen das: Draußen ist ein super Grill- und Badewetter und man sitzt auf Arbeit und schwitzt schlimmstenfalls so vor sich hin. Aber, bisher endete noch jede Arbeitswoche mit einem Wochenende an dem man sich dann vergnügen kann.

Leider ist es aber häufig so, dass just zum Wochenende das Wetter schlechter wird. Die Ausflugsplanung fällt regelrecht ins Wasser.

Letzten Samstag war das ja auch so … zumindest vormittags. Ein richtiges „im-Bett-bleibe-Wetter“. Nun ja, wir konnten nicht im Bett bleiben … Xenia zwingt uns ja quasi immer früh aufzustehen.

Bereits mittags klarte aber der Himmel auf, die Sonne lugte hervor und der Nachmittag wurde hell und angenehm warm.

So was muss man ja ausnutzen. Es war DIE Chance einen Ausflug zu machen.

Unser erstes Ziel war das Krankenhaus. Genauer gesagt ein Kinderkrankenhaus. Aber nicht, weil die irgendwie Tag der offenen Tür hatten und wir unbedingt die medizinischen Einrichtungen begutachten wollten, sondern weil wir leider einen praktizierenden Kinderarzt benötigten.

Was war geschehen? Nun, wir haben um die Mittagszeit herum bei Xenia plötzlich über den gesamten Körper verteilt rote erhabene Pusteln entdeckt. Solche Pusteln, die man auch bei Röteln bekommen kann. Gaaaanz toll.

Eigentlich war und ist Xenia Röteln geimpft. Sie zeigte auch keine anderen typischen Anzeichen wie Fieber oder Lymphknotenschwellungen (die, die wir zumindest selber ertasten konnten). Wir waren uns aber auch nicht sicher, ob man selbst bei einer Impfung diese Krankheit bekommen kann … nur in abgeschwächter Form. Und bevor wir unseren geplanten Sonntagsausflug machen und schön die Röteln verteilen, wollten wir das von einem Kinderarzt abklären lassen.

Glücklicherweise gibt es hier in Berlin-Lichtenberg ein Kinderkrankenhaus bei dem ein Kinderarzt am Wochenende normale Sprechstunde bis 22:00 Uhr hat.

Der Arzt (bzw. eigentlich eine Ärztin) begutachtete die Pusteln und hat erst mal irgendwelche ansteckenden Krankheiten ausschließen können. Zum Glück! Ergebnis der Untersuchung: Eine allergische Reaktion. Auf was, das kann man so aber nicht fest stellen. Wir hatten aber 2 Dinge in Verdacht.

Vor genau einer Woche wechselte meine Frau das Waschmittel. Sie kauft (was natürlich sehr gut ist) immer nach Angebot im Supermarkt. Es war zwar ein „Markenwaschmittel“, aber was bedeutet schon Marke … eine Reaktion kann man auch darauf zeigen. Das mit der Woche passte auch ganz gut. Die Sachen, die gewaschen werden, werden ja nicht unmittelbar danach wieder angezogen. Sie könnten durchaus so lange im Schrank bereit gelegen haben. Also hieß es, sobald wie möglich ein neues altes Waschmittel kaufen und die Klamotten durchwaschen.

Was aber nicht ganz zum Waschmittel passte war die Tatsache, dass auch ihr Gesicht so schlimm betroffen war. Daher hatten wir noch ein Lebensmittel in Verdacht. Just den Freitag zuvor bekam unsere Kleine das erste Mal Ananas-Saft. Die Ärztin bestätigte uns, dass dies durchaus Ursache sein könnte.
Letztendlich war es ein kurzer Besuch bei der Ärztin. Schön war allerdings, dass man sich mit ihr noch Unterhalten konnte und ein paar neue Informationen bekommen hat.

Sie war zuvor bei einer Weiterbildung und hat dort selbst erst erfahren, dass Allergien bei Kindern unter 2 Jahren gar nicht festgestellt werden können. Selbst wenn bei einem Test erhöhte Werte auftreten würden, hieße das noch nicht, dass es auch mal eine Allergie wird. Das bedeutete für uns, das der Test, den wir bei unserer Kinderärztin haben machen lassen, eigentlich keine wirklichen Ergebnisse bringen wird. Sie erklärte auch kurz warum, ich kann das hier aber nicht wiedergeben.

Hier habe ich mich das erste Mal gefragt, ob unserer Kinderärztin wirklich die richtige Wahl ist. Zwar teilte man meiner Frau damals kurz am Telefon mit, das Xenia für einen solchen Test zu jung sei, warum und wieso, das wollte man aber irgendwie nicht sagen. Und am Tage der Blutabnahme haben wir dann schlicht nicht daran gedacht diesbezüglich noch mal nachzuhacken. Aber müssen wir das? Die Praxis wirbt mit „Schwerpunktthema Allergologie“. Da erwarte ich ein wenig mehr „Beratung“ und nicht nur simples abarbeiten der nötigen Untersuchungsschritte.

Wir hatten bei der Kinderärztin aus dem Krankenhaus auch gleich das Thema Dauerschnupfen und –husten angesprochen. Auch hier konnte sie uns ein klein wenig was erzählen. Es gibt wohl einige Kinder die ein „empfindliches Bronchialsystem“ haben, welches auf jeden kleinsten Virus sofort reagiert. Warum hat unsere Ärztin uns das nicht mal so schön beschrieben?

Wie dem auch sei, wir sind mit diesem Wissen von dannen gezogen und lebten erst mal etwas ruhiger.

Der restliche Samstag war dann nicht mehr so aufregend.

Wir sind noch zu einem Supermarkt. Neues Waschmittel hatten wir da noch nicht gekauft, denn zu diesem Zeitpunkt war uns der oben angesprochene Verdacht noch nicht in den Sinn gekommen. Danach ging es zu einer Apotheke … aber nicht, weil wir von der Kinderärztin irgendwas verschrieben bekommen hatten, sondern weil wir das Inhalationsgerät, welches wir beim letzten Besuch bei unserer Kinderärztin verschrieben bekamen, wieder zurück bringen wollten. Leider hatte die Apotheke schon geschlossen … war ne Fahrt umsonst.

Der Tag ging zu Ende, die Nacht vorüber und der Sonntag begann … mit einer Überraschung…

to be continued…

PS: Ich habe diese Artikelserie in die Serie „Neverending Story“ aufgenommen, da es a) dazu im nächsten Teil Informationen zum weiteren Verlauf geben wird und b) das hier angesprochene Krankheitsbild irgendwie rein passt. Mal ganz davon abgesehen, das es ja zeitlich ziemlich genau zum Ende von „Neverending Story V“ passt.

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Dauerschnupfen – Nachtrag

Letzte Woche Freitag war ich bei der Computertomographie meines Kopfes. Er wurde da quasi in Scheiben geschnitten … hat allerdings nicht weh getan :D .

Schon bei der Anmeldung zu dem Termin gab es einen kurzen Dialog zwischen der Ärztin und mir:

Sie: Wir groß sind sie denn?
Ich: xyz, wieso?
Sie: Oh, weil ich jetzt nicht weiß ob die Liege lang genug ist.

Das sollte nicht wirklich ein Problem sein. Ich kann meine Beine auch anwickeln … schon weil es ja nur um meinen Kopf geht.

Ich brauchte ich mich auch nicht großartig ausziehen. Daher stand die Ärztin auch direkt neben der Umkleidekabine um eine weitere Frage zu stellen:

Sie: Wie schwer sind sie eigentlich?
Ich: abc Kilo.
Sie: Genau abc Kilo?
Ich: Naja …
Sie: Plus Minus?
Ich: Ja.
Sie: Mmmh, eher Plus oder eher Minus?
Ich: Wahrscheinlich eher Plus … so ehrlich bin ich schon, wieso fragen Sie?
Sie: Naja, die maximale Last der Liege liegt bei genau den abc Kilo.
Ich: Dann wird die Liege aber auch noch einen Tolleranzbereich nach oben haben.
Sie: Mmhh, müssen wir mal probieren.

Ich weiß dass ich deutlich zu viele Kilos auf den Rippen habe, aber ich bin auch glücklicherweise weit weg von dem, was man sonst so auf der Straße sieht. Ich frage mich, wie sie eine CT mit diesen Patienten machen wollen wenn die Belastbarkeit der Liege so arg eingeschränkt ist?

Was soll ich sagen, die Liege ist nicht unter mir zusammengebrochen :lol: . Die ganze Aktion (inkl. Gespräch und Einstellen des CT) war nach 10 Minuten beendet. Abholen konnte ich mir die Ergebnisse aber erst diese Woche Dienstag.

Ich bin berufsbedingt privat krankenversichert und bekomme immer ganz nette und oftmals leider sehr hohe Rechnungen nach Hause geschickt. Am letzten Samstag staunte ich nicht schlecht dass die Rechnung von dieser radiologischen Praxis schon im Briefkasten lag. Sie haben sie also noch an dem Freitag erstellt und versendet. Das empfand ich als arg schnell :bandit: .

Vorgestern (also Donnerstag) war ich dann zur Auswertung beim HNO.

Also ich muss schon sagen, fachlich und menschlich ist der Arzt TOP. Ein ordentliches Zeitmanagement kann die Praxis aber nach wie vor nicht vorweisen. Schon als ich mir den Termin für Donnerstag geholt hatte meinte man zu mir „Da wird die Praxis ganz leer sein“. Pah, das hatte ich bisher noch nie erlebt. Xenia war dort ja auch schon in Behandlung.

Und so kam es auch wie es kommen musste … zu 17:45 Uhr hatte ich den Termin, war ca. 17:30 da und der Wartebereich war brechend voll. Und nicht nur das. Auch sämtliche Arzthelferinnen waren verschwunden. Ich habe mit einem anderen Patienten eine halbe Stunde nur an der Anmeldung gewartet um dann eine geschlagene Stunde im Wartebereich zu sitzen. Und diese eine Stunde war auch nur das Minimum. Ich bin (warum auch immer) sogar noch vor Patienten aufgerufen worden, die schon vor mir da waren und warteten. Ich hörte zwischenzeitlich was von „3 Stunden Wartezeit“.

Das ist doch Wahnsinn … oder? Eine Freundin von mir arbeitet als Arzthelferin bei einer Frauenärztin und was die manchmal für Horrorgeschichten über die Wartezeiten erzählt … da kann man nur den Kopf schütteln.

Ergebnis der Untersuchung war jedenfalls, das er zwar an einer Stelle eine kleine Schleimablagerung gesehen (und mir auch auf den CT-Bildern gezeigt) hat sowie eine Verengung in der linken Seite der Nase (dadurch geht da die Luft schwieriger durch), aber insgesamt nichts, wo er einen Behandlungsbedarf sieht … es sei denn ich würde damit so gar nicht klar kommen.

Da der Schnupfen seit meinem letzten Besuch aber deutlich abgenommen hat (ja quasi fast weg ist), lebe ich damit. Es ist nicht so störend als das ich deshalb extra meinen Körper mit Medikamenten oder einer OP quälen müsste.

Hat sich also mein so lange bestehendes Problem nun doch fast von alleine gelöst.

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Neverending Story V

11. Mai 2009 Schmidtie 2 Kommentare

Der Tag, an dem die OP war, als auch die Nacht waren relativ ereignislos. Es gab glücklicherweise keine Komplikationen und keine plötzlichen Blutungen.

Xenia hatte ja für 3 Tage KiGa-Verbot und für 7 Tage Sportverbot bekommen. Das hieß für mich, insbesondere die ersten Tage, nicht allzu viel mit ihr rum zu toben. Das war aber verdammt hart, denn Xenia schien es richtig gut zu gehen und sie wollte gerne toben.

Was ich ganz erstaunlich fand war, dass innerhalb eines Tages nach der OP die rauen Stellen im Gesicht verschwanden. Da war ich total baff.
Erst mal hatte ich diese rauen Stellen nicht unbedingt mit den Polypen in Verbindung gebracht und dann hatte ich mit einer so schnellen Verbesserung nie gerechnet. Aber ihr könnt mir glauben, das war wirklich so!

Den Tag nach der OP ging es zum HNO zwecks Kontrolle der operierten Stelle. Für ihn sah alles sehr gut aus. Der Befundbericht des OP-Teams sagte aus, dass eine ziemlich große Stelle von den Polypen befreit werden musste. War also nicht ohne. Ansonsten war bei Xenia alles in Ordnung … das heißt, bis auf der Ohrendruck, der nach wie vor schlecht war. Aber hier war die Devise „abwarten“ angesagt, denn so schnell konnte sich da nichts bessern.

Der nächste Kontrolltermin sollte ca. 6 Wochen später stattfinden.

Nun könnte die „Story“ hier enden, aber ich habe den Titel dieser Serie ja nicht um sonst gewählt.

Der Ohrendruck ist mittlerweile wieder in Ordnung, Xenia müsste also super gut hören können (was wir aber so nicht bestätigen können … manchmal hört sie einfach nicht :wink:  )

Die rauen stellen im Gesicht sind aber leider sehr schnell wieder gekommen und wir mussten auch bald wieder zu der Kinderärztin, da Xenia wieder angefangen hat stark zu schnupfen und zu husten. Es gab also keine großartige Verbesserung ;-( .

Kurz vor Ostern war es sogar richtig schlimm: Xenia fing an beim Atmen zu piepen und zu quietschen. Also bin ich die Woche vor Ostern mit ihr zur Ärztin. Resultat: Bronchitis. Wie toll.

Es gab diesmal Antibiotika. Die Flasche habe ich direkt von der Ärztin bekommen. Als ich daheim Xenia etwas davon geben wollte, war ich erst mal erschrocken. Ich zog die Flasche halb raus und sie war leer! Erst als ich sie dann ganz aus der Packung geholt hatte sah ich, das da schon etwas drin war … allerdings Pulver. Kannte ich noch gar nicht. Das war ein Antibiotikum, welches mit kaltem Wasser erst angerührt werden musste.

Ich gab ihr am ersten Tag auch kurz vorm Mittag eine Dosis … und war wieder wie nach der Polypen-OP erstaunt: Schon am Abend war Xenia wieder die Alte. Kein Fieber mehr und unendlich viel Energie zum rum rennen und rumtoben. Es war schon erstaunlich wie schnell manchmal Medizin wirken kann. Auch die Kinderärztin sagte uns, als wir eine Woche später zu Kontrolle da waren, das sie das erstaunlich findet, dies aber schon von anderen Eltern gehört hatte.

Naja, es muss auch mal Wundermedizin geben :D .

Die Bronchitis war nach einer Woche weg … die Grundsymptome leider nicht. Wir sind daher nochmals zum HNO. Die Polypen können bei einem so kleinen Kind ja nachwachsen. Aber seitens des HNO war alles in Ordnung.

Also machte meine Frau einen Termin bezüglich Test auf Allergien. Wir wollten das gerne schon früher haben, hatten uns aber immer sagen lassen müssen, dass es für solch kleine Kinder ganz normal ist, das sie immer wieder schnupfen haben. OK, über die Wintermonate kann das durchaus schon sein, aber jetzt im Frühling?

Der Termin für diesen Allergietest war ursprünglich letzte Woche Montag. Aber wie sollte es anders sein. Just in der Nacht vom Freitag zum Samstag bekam Xenia wieder richtig doll fließenden Schnupfen, Husten und dieses Piepen beim Atmen.

Diagnose diesmal: Wieder eine Bronchitis! Meine Frau war dann (bis auf einen Tag) mit der Kleinen zu Hause. Am Donnerstag gab es dann den verschobenen Allergietest. Xenia wurde Blut abgenommen und nun warten wir bis Ende dieser Woche auf das Ergebnis.

Blöd ist das schon. Einerseits hoffen wir natürlich, das Xenia keine Allergikerin ist (auch wenn die Wahrscheinlichkeit durch Mama sehr hoch ist), andererseits bedeutet aber auch ein negatives Ergebnis, das noch weiter nach der Ursache geforscht werden muss. Mal schauen …

ENDE (vorläufig)!!!

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1 Jahr

Wer sich fragt warum ich mit einigen Artikeln alte und vergangene Dinge aufarbeite, dem sei gesagt, das ich meinen Blog auch als Archiv für meine Tochter ansehe. Wenn sie dann älter ist will ich ihr die Beiträge mal zeigen, damit sie sieht, wie anstrengend sie als Kind war :D .

Ich hoffe ich bekomme das noch alles richtig zusammen. Muss ja alleine mit meinem Gedächtnis arbeiten und das scheint manchmal schon ziemlich kaputt zu sein :wink:

Im Leben eines Menschen gibt es so einige bedeutende Geburtstage. Diese werden dann auch entsprechend gefeiert und bejubelt. 1 Jahr alt zu werden gehört dazu. Das ist irgendwie was Besonderes, wenn auch mehr für die Eltern und Großeltern als für das Kind selbst.

Unsere Kleine wurde im November letzten Jahres 1 Jahr alt jung.

Im Vorfeld stand natürlich die Frage, wie dieser Geburtstag gefeiert werden soll. Nur wir Eltern mit ihr alleine, weil alles andere Stress und Aufregung bedeuten könnte? Oder lädt man nur 2-3 Gäste ein um alles etwas ruhiger angehen zu können? Werden doch alle eingeladen, weil sich ja alle auf den Geburtstag freuen und mitfeiern wollen?

Es gibt ja den spannenden Spruch der besagt, dass es der Geburtstag des Kindes ist und nicht der der Eltern oder Großeltern.

Das stimmt zwar, aber leichter war die Entscheidung deshalb nicht. Gänzlich alleine feiern wollten wir nicht. Bei nur 2-3 Gästen war es aber schwierig zu entscheiden, wer kommen durfte und wer zu Hause bleiben musste, mal ganz davon abgesehen dass dann die Ausgeladenen sicher sehr enttäuscht gewesen wären.

Wir hatten uns daher doch für die große Party entschieden.

Xenia ist solche Menschenmengen von Geburt an gewohnt. Schon ein paar Tage nach der Geburt hatte meine Frau ihren Geburtstag gefeiert. Dann kam ja bald Weihnachten und im neuen Jahr schon mein Geburtstag. Auch das restliche Jahr über war immer irgendwie jemand da oder wir waren mit Xenia unterwegs.

Und wenn man sie mal genau beobachtet, sieht man sogar, dass sie das sehr liebt … denn dann hat sie mehr als genug Personen da, die mit ihr spielen und sich mit ihr beschäftigen. Sie macht sogar oftmals den Eindruck, dass sie sich mit uns Eltern alleine eher langweilt und nicht ausgelastet ist … egal wie viel getobt und gespielt wird.

Also haben wir entsprechende Einladungen ausgesprochen und uns auf den Geburtstag vorbereitet.

Und dann bekam sie einen Tag vor der Party hohes Fieber. Das war vielleicht eine blöde Situation. Wir wussten ja nicht genau weshalb sie Fieber hatte. Waren es die typischen Erkältungserscheinungen, die sie ja ohnehin die ganze Zeit rumschleppte, oder waren es die Zähne, die gerade am Durchbruch waren?

Gerade letzteres kann bedeuten, dass es am nächsten Tag schon keine Beschwerden mehr gibt.

Wir haben erst mal alle Gäste angerufen und über den Ist-Zustand informiert. Außerdem haben wir mitgeteilt, dass die Party unter Umständen ausfallen wird, wir dies aber erst am nächsten Tag entscheiden werden. Wir haben also alles vorbereitet und gehofft, das am nächsten Tag alles wieder in Ordnung sein wird.

Eine Nacht später war es dann soweit. Xenia selbst hatte erst mal kein Fieber und verhielt sich ganz normal. Soweit so gut. Allerdings konnte es ja durchaus passieren dass erst im Laufe des Tages das Fieber so richtig durchkommt. Wir konnten aber auch nicht  die Gäste bezüglich der Information, ob die Feier nun stattfindet oder nicht, allzu lange warten lassen.

Also haben wir alle angerufen und mitgeteilt, dass sie durchaus kommen können sich aber darauf einstellen müssen das wir die Feier danach ausrichten werden, wie es Xenia geht.

Und ihr ging es natürlich wieder schlechter. Die Gäste haben wir noch gemeinsam empfangen und ein wenig Kuchen gab es auch, dann ging es (wieder) ins Bett. Als sie ein paar Stunden später wieder wach wurde, haben wir geschaut wie sie auf die Geschenke reagierte. Die fand sie natürlich erst mal spannend … war ja immerhin neues Spielzeug … aber so richtig dabei war sie auch nicht. Also ging es danach gleich wieder ins Bett.

Letztendlich haben die Gäste alleine gefeiert. Ich hatte die meiste Zeit mit Xenia in unserem Elternbett gelegen und auf sie aufgepasst.

Das war schade für alle, lies sich aber nun nicht ändern. Letztendlich war es aber auch egal, denn Xenia selbst hat ja ohnehin nicht begriffen das dies ein besonderer Tag war. Das wird ja erst noch kommen, dass sie merkt was es heißt Geburtstag zu haben. Außerdem haben die Gäste ja die neuen Spielsachen da gelassen und das war das wichtigste :wink:

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Dauerschnupfen

Wo ich doch mit der “Neverending Story” gerade so schön bei Schnupfen, Husten und Krankheit bin, berichte ich mal kurz was von mir :D

Ich bin ein ganz schlechter Arztgänger. Meistens ist das so, das ich bei Anzeichen eines Schmerzes oder Infektes lieber abwarte ob es von alleine weg geht oder nicht. Ist wahrscheinlich nicht immer die beste Wahl, aber so bin ich nun mal.

Eine vernünftige Erklärung habe ich nicht mal. Angst vor einem Arzt oder ähnliches ist es nicht. Vielleicht ist es eher die Tatsache das ich als Privatpatient zwar einige Vorteile genieße, aber auch einige Nachteile: Medikamente bspw. muss ich immer voll bezahlen und bekomme teure Arztrechnungen nach Hause geschickt. Die Kosten bekomme ich zwar in aller Regel ersetzt, aber auslegen muss ich sie erst mal.

Wie auch immer, im Moment gibt es da auch so einige gesundheitliche Defizite die Mal behandelt werden müssten. Wegen eines solchen Defizits war ich aber nun mittlerweile bei diversen Ärzten.

Wie Xenia auch leide ich seit Herbst letzten Jahres unter Dauerschnupfen. Mal ganz intensiv mit viel roter Nase, meistens weniger intensiv aber eben nie wirklich weg. Das machte abends immer zu schaffen. Da hat sich im Rachen so viel Schleim angesammelt, das ich nur noch am schlucken war.

Als vor Ostern Xenia wieder krank wurde, habe ich zu dem Schnupfen auch noch schleimigen Husten bekommen. Da auch dieser seit dem dauerexistent ist, bin ich nun bei einer Ärztin eines Hausarztzentrums gewesen.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem normalen Allgemeinmediziner und einem Hausarztzentrum? Gibt es da überhaupt einen? Egal, ich war jedenfalls da und bekam nun 3 Medikamente verschrieben: Antibiotika, ein schleimlösendes Mittel und extrem ekelig schmeckende Tropfen als Hustenstiller (die hatten 24% Alkohol als Bestandteil :o !!).

Die beiden letzten Medikamente standen zwar im Widerspruch, hatten aber dennoch ihre Berechtigung. Vorrangig sollte ich die schleimlösenden Medikamente nehmen … denn der Schleim sollte ja raus. Die Tropfen gab es am Tage nur dann, wenn ich einen Hustenanfall bekommen würde und zur Nacht, damit ich ordentlich schlafen konnte. Letztendlich habe ich die Tropfen nur 3 Abende genommen, danach brauchte ich sie nicht mehr.

Mir ist aber da wieder bewusst geworden wie genial kindgerechte Medikamente sind. Ich musste solch widerlichen Tropfen nehmen, bei denen man das Würgen bekam und Xenia hat Fiebersaft der nach Erdbeere schmeckt sowie Antibiotika mit Kirsch- oder Orangengeschmack.

Wie dem auch sei, eine Woche später (die Medikamente waren aufgebraucht) saß ich wieder in diesem Hausarztzentrum, da keine Besserung eingetreten ist. Es gab eine Überweisung zu einem HNO-Arzt. OK, warum auch nicht, ist wohl der bessere Ansprechpartner.

Die Ärzte die wir so besuchen sitzen alle in einem Ärztehaus, so hat man kurze Wege wenn es doch mal zu einem anderen Bereich eine Überweisung gibt. In diesem Fall war der HNO-Arzt genau der, bei dem auch Xenia Patientin ist. Daher kannte ich auch das schlechte Zeitmanagement. Lange Wartezeiten sind da selbst mit Termin vorprogrammiert. Da ich aber noch auf Arbeit wollte (es war ja erst kurz nach 8 Uhr), sollte es nur einen Termin geben damit ich später die Untersuchung dort machen lassen konnte.

Als ich beim HNO in die Praxis kam war ich total verblüfft: Nur ein Patient saß im Warteraum. Na, wenn das so ist, kann ich die Untersuchung doch noch gleich machen lassen. Ich rief auf Arbeit an das ich etwas später komme (hatte so halb 10 abgeschätzt) und wartete da.

Tja, wie war das mit Murphy? Als ich da so wartete (Anmeldung hatte ich schon hinter mir) verschwand die eine Arzthelferin, die die Anmeldungen managte und tauchte ewig nicht mehr auf. Währenddessen wurde der Wartebereich immer voller, denn nun kamen etliche Patienten die auch zu dem Doktor wollten. Konsequenz war, das nach dem Abarbeiten der wartenden Patienten durch die plötzlich wieder auftauchende Arzthelferin, ich auch warten durfte, da nun die Terminpatienten bevorzugt dran genommen wurden. Kann ich zwar im Grunde verstehen, aber geärgert hat es mich dennoch, denn ich wäre ja nicht einfach geblieben, hätte ich das auch nur ansatzweise geahnt.

Die Untersuchung selbst war dann auch sehr nett. Erst hat der Arzt mir eine Art Betäubungsmittel in die Nase und den Rachen gesprüht, so dass ich erst mal kräftig husten musste und dann hat er einen Schlauch mehrfach durch die Nase bis in den Rachen geschoben … super. Trotz leichter Betäubung war das etwas unangenehm. Spannend war allerdings, das ich auf dem Monitor mit zuschauen durfte was die kleine Kamera am Ende des Schlauches in meiner Nase entdeckte. Der Arzt erklärte ganz genau wie was wo aussehen müsste und wie das bei mir ist. Ergebnis: Schleim hat er gesehen, auch das er sich nach dem Nase schnauben wieder schnell bildet, aber ansonsten gab es keine Auffälligkeiten.

Also gab es noch einen Ultraschall für die Stirn- und Nasennebenhöhlen. Auch hier keine Auffälligkeiten. Das brachte ihn dazu einen Allergietest mit mir zu machen.

Ich war schon etwas erstaunt. Er hat das volle Programm durchgeführt … und ich habe die die Zeit davon laufen sehen. Halb 10 war schon lange vorbei. Aber nun saß ich hier und letztendlich ging es ja auch um meine Gesundheit. Ich glaubte sogar, dass ich evtl. Xenia immer wieder ansteckte und selbst mit Schuld bin, dass sie das nie los wird.

Auch der Allergietest brachte keine positiven Ergebnisse. Klar, erst mal ist das sehr schön keine Allergien zu haben. Ich sehe an meiner Frau wie ätzend so was sein kann. Aber ein negatives Ergebnis bedeutete auch, dass die Ursache noch nicht gefunden wurde.

Vorerst letzte Untersuchungsmöglichkeit: ein CT meines vorderen Kopfbereiches. Der HNO zeigte mir an Hand der Bilder, welche Stellen er mit dem Schlauch und dem Ultraschall sich anschauen konnte, und welche er damit nicht näher begutachten kann. Und genau um diese Stellen geht es dann beim CT.

Ich habe dieses CT morgen, mal sehen was bei raus kommt.

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Neverending Story IV

Nerven Euch eigentlich diese Fortsetzungsgeschichten? Wenn ja, dann tut mir das wirklich Leid. Ich bin irgendwie nicht in der Lage mich kürzer zu fassen und alle Informationen in einem Artikel zu verarbeiten wäre nun wirklich zu viel.

Nun aber erst mal zurück zum Thema.

Was ich bisher nicht erwähnt hatte ist, das Xenia seit Herbst nicht nur mit besagten Erkältungssymptomen zu kämpfen hat, sondern auch mit sehr rauer Gesichtshaut (vor allem die Wangen) und vermindertem Ohrendruck (vor allem rechts). Bezüglich des Ohrendrucks wollte der HNO erst mal nichts unternehmen da es durchaus mit den Polypen zusammenhängen könnte.

Das erst mal als Zusatzinfo.

Ich war im letzten Artikel bei der OP stehen geblieben.

Erinnert ihr Euch noch? Die OP sollte so ablaufen: Operiert wird unter Vollnarkose. Um diese erträglicher zu machen, wird vorher ein Beruhigungsmittel verabreicht. Die OP selbst dauert so ca. 10 Minuten, danach kommt das Kind in den Aufwachraum, in dem die Eltern warten.

Soviel zur Theorie.

Theorie und Praxis sind aber manchmal sehr unterschiedlich. An dem OP-Tag war das auch der Fall. Der Anästhesist kam plötzlich rein, schnappe sich die Decke die wir bei hatten, den Teddy von Xenia, Xenia selbst und verschwand wieder. Ich konnte gerade noch die Frage nach dem Beruhigungsmittel stellen, bekam aber nur als Antwort „Das brauchen wir nicht, wir nutzen den Überraschungseffekt“.

Oh …

Gerade das Beruhigungsmittel war etwas, was ich durchaus befürwortet hatte. Ich stellte mir nämlich vor wie es für Xenia sein musste in einem weißen und sterilen Raum umgeben von fremden und mit Mundschutz versehen Leuten zu liegen, von denen einer ihr eine Maske auf das Gesicht presst.

Genau diese Situation war aber nun real und es passierte genau das, was zu erwarten war: Xenia fing laut an zu schreien. Schrecklich! Die Narkose schien aber schnell zu wirken, denn glücklicherweise schrie Xenia nicht lange.

Danach rollte aber die komplette Geräuschkulisse über uns: Luftschnarren (vermutlich irgendwas zum Absaugen), ganz viele und laute Piepsgeräusche (die Geräte die die Lebensfunktionen überwachten), das Klappern des OP-Besteckes und das Gemurmel des OP-Teams.

Kennt ihr das auch aus den diversen Arztserien? Da liegt ein Patient im Koma, der Partner sitzt total erschöpft daneben und hofft, dass die geliebte Person endlich aus dem Koma aufwacht. Nebenbei ist ein kontinuierliches Piepen zu hören, welches den Herzmuskel überwacht. Plötzlich wird das Piepen immer schneller und ein paar Schwestern und Ärzte stürmen in den Raum, schieben den Partner des Patienten beiseite und versuchen hektisch irgendwie das Herz dazu zu bewegen wieder ordentlich zu schlagen bis letztendlich nur ein Dauerpiepen zu hören ist.

Auch wenn das jetzt etwas übertrieben klingt, aber genau solche Gedanken sind mir gekommen als das erste Mal die eben beschrieben rhythmischen Piepstöne bei der Polypen-OP plötzlich ungewöhnlich schnell wurden. Ist schon merkwürdig wie man sich da als Elternteil fühlt, selbst wenn man eigentlich genau weiß, das da nicht viel passieren kann da es nur ein Routineeingriff ist.

Wie schon bei der Wartezeit vor der OP so wanderte auch während der eigentlichen OP der Blick ständig zur Uhr. Sie dauerte länger als die anberaumten 10 Minuten … das machte das Warten nicht einfacher.

Aber irgendwann wurde Xenia dann aus dem OP-Raum getragen und wir konnten sie endlich wieder in Empfang nehmen. Wie ein schlafender Engel lag sie da … mit einer Tülle im Mund für die Atmung und eine Klemme am Fuß für die Herztöne.

Die Narkose war scheinbar nur sehr gering dosiert, den Xenia erwachte erstaunlich schnell. Sie spuckte etwas Blut, aber das war wohl normal. So KO und fertig hatte ich unsere Kleine bis dahin noch nicht gesehen. Ich setzte mich auf einen Stuhl, nahm sie in den Arm und sie schlummerte noch mal ein. Das war ein schönes Gefühl sie so nah bei mir zu haben.

Ein bisschen schade war, dass wir ihr noch nichts zu trinken geben durften. Wir mussten warten bis die Chirurgin sich die operierte Stelle noch mal angeschaut hatte. Und das dauerte, denn zuvor waren die ganzen anderen Kinder dran, die inzwischen die anderen Betten belegten und auf die OP warteten.

Xenia wurde während der Wartezeit immer munterer. Man merkte ihr irgendwann gar nicht mehr an, dass sie kurz zuvor noch unterm Messer lag. Das war schön anzusehen. Besonderes Highlight war für sie dann ja zu Hause. Sie durfte ja nur breiartige Speisen zu sich nehmen … und wir hatten noch Schoko- und Vanillebrei daheim … ihrer Lieblingssorten.

Am darauffolgenden Tag hatten wir auch schon unseren ersten Kontrolltermin bei dem eigentlichen HNO-Arzt. Wie der verlief, und was wir erstaunlicherweise festgestellt haben, gibt es das nächste Mal.

to be continued…

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Neverending Story III

30. April 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Die OP-Termine (Uhrzeit) werden im Vorfeld nur grob festgelegt. Die genaue Planung passiert wohl immer erst 1-2 Tage vor dem eigentlichen OP-Tag. Wer wann operiert wird hängt vom Alter der Patienten ab. Umso jünger ein Patient ist, um so eher kommt er ran.

Im Terminbuch wurden wir zu 10 Uhr eingetragen, der Anästhesist meinte beim Vorgespräch aber, das Xenia aufgrund ihres Alters die Erste sei … also um 8 Uhr ran kommen sollte. Den genauen Termin würden wir dann aber durch einen Anruf der Praxis erfahren.

8 Uhr war uns sehr Recht … denn umso später der Termin sein würde, umso problematischer würde der Morgen werden. Warum? Wegen dem Essen und Trinken. Xenia durfte bis 6 Stunden vor der OP nichts mehr essen und bis 2 Stunden vorher nichts mehr trinken. Nach Adam Riese hätte sie also theoretisch (bei einem OP-Termin zu 10 Uhr) um 4 Uhr früh die letzte Mahlzeit zu sich nehmen können … also mitten in der Nacht. Und wer weckt sein Kind schon in der Nacht wegen so was? Also war das Abendessen am Tag zuvor auch die letzte Mahlzeit.

Versteht mich nicht falsch … mal für ein paar Stunden nichts zu essen, auch wenn der Hunger quält, ist an sich kein Problem. Als Erwachsener weiß man ja worum es geht und reißt sich einfach zusammen, aber erkläre das mal einem gerade mal 1-jährigen Kind welches wegen Hunger schreiend und weinend vor Dir steht, warum es nichts zu essen bekommt!

Insofern war uns 8 Uhr natürlich lieber, denn da ist die Zeit zwischen Aufstehen und OP nicht so groß.

Aber unabhängig der Aussage des Anästhesisten, wollten wir das natürlich noch mal genau wissen und warteten ganz sehnsüchtig auf den Anruf.

Der eigentliche OP-Termin lag auf einem Montag. Bis Freitagmittag hatte aber niemand angerufen. Also rief ich an und war etwas baff, als es hieß “Wir hätten angerufen wenn es eine Änderung gegenüber den vergebenen Terminen gegeben hätte. Xenia hat um 10 Uhr den Termin und der bleibt!”. Auf meinen Hinweis, dass der Anästhesist aber was von “als erste” sagte, da Xenia ja noch so jung sei, meinte die dortige Arzthelferin nur “wir haben viele Kinder die so jung sind”.

Das war mehr als schade. Wir hatten wirklich gehofft unserer Kleinen die lange Wartezeit ersparen zu können.

Zum Glück kam es dann aber doch noch anders. Am Samstag erhielten wir einen Anruf aus der Praxis … Xenia würde doch die Erste sein.

Am OP-Tag hat Xenia und mich meine Mutter begleitet … und ich bin darüber sehr froh gewesen. Schon allein was man alles mitschleppen musste: Bettwäsche, Nachtwäsche, Hausschuhe und dann noch die übliche Wickeltasche mit allem, was so benötigt wird. Ach ja, und ein wenig Unterhaltung für Xenia in Form von Kuscheltieren und Büchern. Auch beim Handling nach der OP war ich über eine helfende Hand sehr froh.

Der “Aufwachraum” in dem wir auch auf die OP gewartet hatten, war mit 4 Betten ausgestattet. Xenia selbst mussten wir wie für die Nacht umziehen. Sie selbst hat gar nicht realisiert warum sie hier ist und warum sie umgezogen wurde … für sie war es irgendwie aufregend und spannend. Schon allein was es alles in dem Raum zu entdecken gab. Sie war fröhlich und munter … ich wurde immer nervöser. Die vielen Stimmen und Geräusche aus dem daneben liegenden OP-Raum machten mich irgendwie nervös. Der Blick wich nicht von der Uhr … ich zählte innerlich quasi die Sekunden. Die Zeiger näherten sich immer weiter der 8.

Dann wurde es um 8 … und nichts passierte …

5 nach 8 … immer noch nichts …

10 nach 8 … keiner kam, außer einer Mutter mit ihrem Kind … der zweite Patient sozusagen …

15 nach 8 … wir warteten immer noch, Xenia wurde immer fröhlicher, ich immer nervöser …

Und dann kam schließlich der Anästhesist …

to be continued…

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Neverending Story II

23. April 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Nun saß ich mit der Kleinen bei der Kinderärztin. Die Standarduntersuchung folgte, ich erzählte noch mal wie lange das ja nun schon so geht und will gerade ansetzen um nach der HNO Überweisung zu fragen, als die Ärztin von sich aus meinte “Dann werde ich sie mal zu einem HNO überweisen. Der muss sich das mal anschauen”.

Cool, genau das wollte ich doch.

Mir wurde der HNO in dem Ärztehaus empfohlen, in dem auch die Kinderärztin praktiziert. Konnte ich wenigsten gleich vorbei gehen um mir einen Termin zu holen.

Das war aber schwieriger als gedacht. Der Terminkalender der Praxis war recht voll … meistens gab es nur Termine am Vormittag. Ich wollte Xenia aber nicht extra wegen eines Arzttermins von der KiGa Eingewöhnungsphase wegholen. Diese zu unterbrechen, so dachte ich mir, ist sicher alles andere als nützlich.

Letztendlich habe ich einen Mittagstermin genommen. Die Eingewöhnung war da vorbei (anfänglich ist sie ja nur vormittags) und wir hatten im Grunde Zeit. Allerdings ist so ein Termin um die Mittagszeit auch ungünstig, denn die Kleine brauchte ja noch ihren Mittagsschlaf. Aber ich wollte das auch nicht zu lange hinauszögern.
Also war meine Aufgabe, die Kleine munter zu halten.

Das war letztendlich auch kein Problem, denn Xenia ist ja sowieso ein quirliger neugieriger kleiner Mensch, so das ich eher die Mühe hatte, das sie dort nicht alles auseinandernimmt :D .

Das Unschöne an der Praxis ist, das sie so gar kein Zeitmanagement hat. Trotz Termin kann es passieren, dass man da ein paar Stunden warten muss. Ich habe es ein späteres Mal sogar erlebt, dass der Arzt erst weit nach Begin der Sprechstunde seinen Dienst begonnen hat.

Ansonsten muss ich aber sagen, das er sehr nett und lieb ist … auch und gerade zu Kindern. Was ich auch positiv anmerken muss ist, dass er auch versucht so detailliert wie möglich zu erklären, was seine Untersuchungen ergeben haben.

Mir hat er erklärt, was Polypen sind … denn Xenia hatte davon mächtig viele :o .

Toll war diese Diagnose nicht. Polypen werden zwar heutzutage in Fließbandarbeit operativ entfernt, aber eine OP ist es dennoch und Xenia war zu diesem Zeitpunkt nicht mal ein Jahr alt!

Da der HNO das nicht selbst machen konnte (ihm fehlten dazu die Räume), gab es eine Überweisung zu einem anderen (bei uns in der nähe arbeitenden) HNO-Arzt der solche OP-Räume in seiner Praxis hat. Ich bekam noch den Satz mit “da bekommen sie sicher ganz zeitnah einen Termin”.

Danach ging es erst mal nach Hause … die Kleine sollte ins Bett.

Einen Termin haben wir erst für 14 Tage später bekommen … und das auch nur zu einem sogenannten Vorgespräch, bei dem man sich unter anderem mit dem Anästhesisten unterhält um abzuklären wie die OP genau ablaufen wird. Ich fragte die Arzthelferin gleich mal nach dem ungefähren OP Termin. Ich bekam die Aussage “eine Woche später”. Zur zeitlichen Orientierung: Das wäre dann Mitte Dezember 2008 gewesen.

Am Tag des Vorgespräches war ich mit Xenia alleine. Das erwähne ich deshalb so explizit, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass so ein einfacher Termin stressig hätte werden können. Aber das war es.

Dort angekommen teilte man mir mit, das der nächste Termin erst Mitte Januar möglich wäre. Auf meine Aussage hin, dass man mir aber am Telefon was anderes mitgeteilt hatte, gab es nur ein “Waaas? Dass muss aber schon etliche Wochen her sein. Es gibt dieses Jahr keine freien Termine mehr und wir operieren dann erst wieder Mitte Januar!”.

Aus war der Traum das Xenia so halbwegs zu Weihnachten wieder gesund sein würde. Sie musste sich also einen weiteren Monat quälen.

Das nächste schöne waren die Unmengen Papier die ich mir durchlesen musste sowie auswendig lernen und ausfüllen sollte … und das in einem Warteraum in dem nur ein kleiner Tisch irgendwo mittig steht. Hinzu kam, dass der Raum ohnehin gut belegt war und Klein Xenia ständig irgendwo hin wollte, rauf wollte, spielen wollte, irgendwas auseinander nehmen wollte etc.
Wie soll man bitte dabei irgendwie auf seinem Knie als Unterlage Formulare ausfüllen? Und wie sollte man sich auch noch merken was wann wie wo bei der OP auftauchen und passieren könnte, was man davor zu beachten hat (kein Essen) und wie man sich danach verhalten muss (keine feste Nahrung, nur Breie). Diese Situation zu managen erwies sich als schwierig.

Das Beste war ja, das man derartige Papiere normalerweise nicht mit nach Hause nehmen kann … also wirklich alles auswendig lernen muss. Mir hat man sie aber freundlicherweise mitgegeben … musste sie aber am Tag der OP mitbringen!

Dann kam das Gespräch mit den Anästhesisten. Ihm war es nur recht, das die OP erst im Januar war … denn umso älter das Kind, um so besser für die Narkose. Diese Aussage machte es akzeptabler, das der Termin erst im Januar war.

Ihm zufolge sollte der Ablauf der OP so sein: Kind wird umgezogen und bekommt Nachtwäsche an. Dann bekommt es ein Beruhigungsmittel um die Narkose erträglicher zu machen. Operiert wird unter Vollnarkose … es sei denn, etwas spricht dagegen, dann gäbe es nur eine lokale Betäubung. Das Kind kommt nach der ca. 10 Minuten dauernden OP in den Ruheraum (wo man als Eltern wartet) und schläft sich dann quasi aus. Das sollte es gewesen sein.

Klang ganz gut … und wenig aufregend für das Kind.

Da wohl der OP-Plan selbst immer erst einen Tag vorher geschrieben wird, konnte er mir zwar nicht sagen, zu welcher Uhrzeit Xenia ran kommen würde, aber, aufgrund des junge Alters, sei sie die Erste … also zu um 08:00 Uhr.

Leider war dieses Gespräch nicht alles … denn die dortige HNO-Ärztin wollte sich Xenia noch mal anschauen. Und dann gab es eine böse Situation. Für die OP brauchten die Ärzte ein aktuelles Blutbild … vor allem bzgl. der Blutgerinnung. Da wir bisher keines hatten (wofür auch) musste Xenia noch an dem Tag Blut abgenommen werden.

Man, hat die Kleine gebrüllt. So hatte ich sie ja noch nie schreien hören. Da wären mir bald die Tränen gekommen. Ich wusste gar nicht, wie ich sie richtig beruhigen sollte. Da kommt man sich richtig hilflos vor.

Zum Glück war der Termin danach aber vorbei, so dass wir nach Hause konnten. Da haben wir es uns dann gemütlich gemacht und ich konnte Xenia ganz gut die Stunden zuvor vergessen lassen.

Weihnachten nahte und ging vorüber, das neue Jahr war angebrochen, Xenia ging ganz fleißig in den Kindergarten und der Tag der OP rückte immer näher … leider auch das Ende meiner Elternzeit.

to be continued…

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