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Durchgemacht

12. Mai 2009 Schmidtie 1 Kommentar

Na, hattet ihr auch einen schönen Muttertag? Also unserer war wirklich schön … vor allem, da wir mit dem Wetter so viel Glück hatten.

Bevor ich aber den Tag mal etwas beschreibe, will ich ein wenig Vorgeplänkel niederschreiben, damit der Artikel auch eine gewisse Länge bekommt :D .

Bevor meine Frau und ich uns kennenlernten gab es in beiden Familien so eine Art Ritual am Muttertag.

Meine Frau hatte mit ihrer Mama und Oma (mütterlicher Seite) diesen Tag zusammen verbracht. Natürlich waren Papa, Bruder und Opa mit dabei. Das passt auch ganz gut zu ihnen, da insbesondere die Damen alle sehr familiär veranlagt sind.

Bei mir war das so ähnlich. Den Muttertag habe ich immer mit meiner Schwester und eben unserer Mama zusammen verbracht. Gang und gebe war es eigentlich immer an diesem Tag einen Ausflug zu machen. Später, als meine Schwester selbst Mama wurde, änderte sich das. Sie wollte (verständlicherweise) in erster Linie mit ihrer eigene Familie diesen Tag verbringen.

Kompliziert wurde es erst, als meine Frau und ich uns kennen lernten. Denn ab da gab es immer die Überlegung, wie wir diesen Tag verbringen wollen. Mein größter Wunsch war von Anfang an, dass wir alle gemeinsam (also beide Familien) an diesem Tag etwas unternehmen. Leider haben meine Frau und ich das bisher nur 2 Mal geschafft, denn es gibt da einige Gründe bzgl. der Oma meiner Frau. Damals hieß es immer, dass sie große Menschenansammlungen nicht mag, später kam ihr schlechter gewordene Gesundheitszustand dazu.

Um es gleich zu erwähnen: Ich mag die Oma meiner Frau sehr. Ist eine liebe Person. Und ich bezweifle auch die Beweggründe nicht. Aber schade war und ist es dennoch, denn was blieb uns anderes übrig als den Muttertag getrennt voneinander zu verbringen.

Das hatte mir nie richtig gefallen.

Die Option abwechselnd gemeinsam immer nur zu einer unserer Mamas zu fahren war und ist nicht möglich, denn dann ist unter Garantie die jeweils andere schwer enttäuscht … und beide Mamas schaffen es nach wie vor mit ihrer Art und Weise uns in solch einer Situation ein schlechtes Gewissen einzureden. Keine von beiden würde je sagen „Ja, geht nicht anders, ist OK“ sondern beide würden mit einem entsprechenden traurigen Unterton sagen „Ist in Ordnung, finde ich aber sehr schade.“ Und gerade dieser Unterton ist es, bei dem man denkt „Jetzt hab ich sie enttäuscht“. Haben das alle Mütter drauf ihren auch schon erwachsenen Kindern immer mal wieder ein schlechtes (und meist nicht begründetes) Gewissen einzureden?

Seit meine Frau nun selbst Mama ist, sieht die Sache aber ganz anders aus. Jetzt zählt für uns in erster Linie die eigene kleine Familie. Um nicht die eigenen Mamas außen vor zu lassen, handhaben wir es ähnlich wie Weihnachten … wir geben Bescheid was wir vorhaben und alle haben die Möglichkeit mitzukommen. Kann also jeder für sich selbst entscheiden.

Dieses Jahr haben wir einen Ausflug zum Tier- und Freizeitpark Germendorf bei Oranienburg (bei Berlin) gemacht. Mit dabei waren meine Eltern. Es gab noch die Option dass meine Schwester mit meinem Neffen dazu kommt, aber sie haben sich dann morgens doch anders entschieden.

Insgesamt war es ein super Ausflug. Der Park ist schön gestaltet und ideal für einen Ganztagesausflug geeignet. Es gibt etliche Stellen an denen man sich mit Decke und Picknickkorb nieder lassen kann. Und wer grillen will, bucht vorher einen der dort vorhandenen Grillplätze.

Wir sind nach einem ausgiebigen Frühstück und einer Fahrzeit von ca. einer ¾ Stunde gegen 11:00 Uhr dort angekommen. Die Eintrittspreise sind sehr moderat. Ein Erwachsener zahlt 3,50 € für eine Tageskarte. Kinder unter 3 Jahren gar nix, ab 3 Jahren 50 Cent. Ausreichend Parkplätze sind vorhanden und mit ebenfalls 50 Cent auch nicht teuer. Das Schöne ist, das man mit der Tageskarte das Gelände zwischendurch mal verlassen kann, sofern der Bedarf besteht.

Die für mich Lustigsten und schönsten Erlebnisse waren an den beiden Stellen, an denen man Tiere auch mal streicheln durfte.

Relativ am Anfang kamen wir zu einem Ziegen-Streichelgehege. Ich bin mit Xenia natürlich da rein um ihr die Möglichkeit zu geben, die Tiere hautnah zu erleben. Am Anfang war sie etwas skeptisch, aber nie ängstlich. Immer wenn ich ihr sagte, dass sie die Tiere ruhig streicheln könne, hat sie auch ihre Hand ausgestreckt. Tja, und nach einer Weile und einigen gestreichelten Tieren taute sie richtig auf, denn dann rannte sie selbständig durch das Gehege und wollte mit einem ständigen „Ei“ auf den Lippen alle Tiere streicheln :) ) . Zum Teil sind die Ziegen auch weggelaufen … aber Xenia ist mit ausgestrecktem Arm und eben dem „Ei“ unbeirrt hinterher gelaufen.

Alle Tiere hat sie nicht geschafft … dafür hatte sie mehr als genug Ziegenkacke am Schuh, die ich dann, durch späteres tragen von Xenia, an meinem T-Shirt und meiner Hose hatte :lol: .

An einem anderen Gehege konnte man 3 Ponys streicheln. Auch bei diesen wollte sie „Ei“ machen und hat auch erst Ruhe gegeben, bis sie alle 3 einmal gestreichelt hatte. Erst dann durften wir weiter.

Was war noch? Ach ja, manchmal hatte ich das Gefühl, das wir besser einen Ausflug in einen japanischen Steingarten hätten machen sollen. Wo immer Wege mit Kieselsteinen auftauchten lies sich Xenia nicht mehr zum weitergehen bewegen. Sie beugte sich lieber nach Vorne um aus den Steinen die Besten der Besten herauszufischen und an uns zu verteilen. Sie scheint ein Steinnarr zu sein.

Zwischendurch (13:00 Uhr) waren wir mal im Dorfkern ein Mittag zu uns nehmen.

Verblüffend war, das Xenia die ganze Zeit durchgehalten hat. Obwohl wir ihren Kombi-Kinderwagen bei hatten, in dem sie hätte durchaus auch schlafen können, war sie einfach zu neugierig um mal ein Auge zu zumachen. Dafür war sie innerhalb weniger Sekunden bei der Abfahrt kurz nach 4 eingeschlafen. Wirklich! Sie hat ja kaum im Auto gesessen, als ihr schon die Augen zugefallen sind.

Bevor es aber erschöpft nach Hause ging, hatten wir noch einen ca. 1-stündigen Halt bei meiner Schwester eingelegt und uns ein bisschen unterhalten.

Dann war der Tag auch schon vorbei.

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